Der FCK und die Geduldsprobe: "Das beschäftigt uns alle"

Jeff Saibene kommt mit dem 1. FC Kaiserlautern nicht vom Fleck. Zwar hat die Mannschaft vom Betzenberg erst eine Partie unter dem Luxemburger verloren, dafür aber auch erst einen Sieg geholt. Die zahlreichen Unentschieden werden zur Geduldsprobe für das Lautrer Umfeld – und auch für Jeff Saibene.

Skarlatidis droht Operation

"Mein Geduldsfaden muss im Moment sehr stabil sein", seufzte FCK-Cheftrainer Jeff Saibene auf der Presskonferenz vor dem Spiel am Mittwochabend gegen den VfB Lübeck angesichts der aktuellen Lage in Kaiserslautern. Sieben Remis stehen unter der Regie des Luxemburgers auf dem Papier, dazu gab es nur einen Dreier in Zwickau. Gelingt gegen Lübeck im sechsten Anlauf der erste Heimsieg? Einfach wird das Unterfangen nicht, zumal der VfB die letzten vier Partien allesamt gewinnen konnte. "Es ist keine einfache Phase, wir verlieren nicht viel und gewinnen zu wenig. Das beschäftigt uns alle", so Saibene. Es könne nicht sein, dass eine komplette Woche über mehr Zielstrebigkeit im Angriff geredet werde und dann so ein Auftritt wie in Halle dabei herumkomme.

Hinzu kommt mittlerweile das Verletzungspech. Neben den Langzeitverletzten werden am Mittwochabend gegen Lübeck auch Kapitän Carlo Sickinger (Muskelverhärtung im Oberschenkel) und Simon Skarlatidis (Probleme an der Leiste) ausfallen, hinter Daniel Hanslik steht ein Fragezeichen. "Daniel hat einen Schlag auf den Fuß bekommen, vor zwei, drei Tagen. Er hat Schmerzen, eine Prellung. Da müssen wir das Abschlusstraining abwarten", stellte der Coach in Aussicht, dass zumindest Hoffnung besteht. Anders sieht es bei Skarlatidis aus: "Es könnte sein, dass er operiert wird. Das wird in den nächsten Stunden entschieden."

Chance für Huth

Die Personaldecke in Lautern bleibt entsprechend dünn. Einer, der sich in dieser Zeit aufdrängt, könnte Elias Huth sein. "Wir haben einen internen Test gegen die U21 gemacht, wo er auch getroffen hat. Er fühlt sich wohler, er rückt näher heran an die erste Elf", hinterließ der Leih-Rückkehrer einen guten Eindruck bei Saibene, der zumindest einen Teilzeiteinsatz vorsieht. Warum es beim 14-fachen Torschützen der Vorsaison noch hakt, konnte der Coach nur mutmaßen: "Es war für ihn vielleicht eine große Umstellung von Zwickau nach Lautern. Mehr Konkurrenz, mehr Druck. Das ist eine ganz andere Ausgangslage und das hat ihm vielleicht zu schaffen gemacht."

Gegen die grundsätzliche Diskussion, dass Spieler bei einem Wechsel nach Lautern nicht mehr an ihre vorherigen Leistungen anknüpfen könnten, wehrte sich Saibene entschieden: "Es gibt immer Spieler, die mehr und weniger zum Spielen kommen. Redondo ist zum Beispiel hergekommen und hat sich gut entwickelt. Auch Adam Hlousek und Hikmet Ciftci. Ob andere sich schlechter entwickelt haben, das will ich nicht sagen. Es können nur elf Spieler spielen." Gerade für einen Traditionsklub wie Lautern zu spielen, würde in Saibenes Augen eher "Kräfte freimachen und niemanden lähmen". Gegen Lübeck muss der FCK das dann auch auf dem Platz zeigen.

   
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