Der Eintracht-Traum lebt: "Fühlt sich einfach nur geil an"

Er lebt weiter, der Traum von Eintracht Braunschweig von der direkten Rückkehr in die 2. Bundesliga. Durch den 2:1-Erfolg gegen Meister Magdeburg liegen die Niedersachsen vor den letzten beiden Spielen gegenüber dem 1. FC Kaiserslautern weiter in der Pole-Position um den Aufstieg. Die Emotionen nach dem Spiel waren spürbar – auf, wie neben dem Platz.

"Boah, unfassbar"

Es waren Szenen der puren Glückseligkeit, die sich nach einem nervenaufreibenden Spiel im ausverkauften Eintracht-Stadion abspielten: Während die Fans lautstark "Oh, wie ist das schön" anstimmten, tanzten und hüpften die Spieler vor der Kurve und wollten gar nicht mehr aufhören. "Boah, unfassbar. Auf so ein Spiel haben wir das ganze Jahr über hingearbeitet", machte Maurice Multhaup aus seinen Emotionen im Interview mit "MagentaSport" keinen Hehl. "Dass wir die heute geschlagen haben, fühlt sich einfach nur geil an."

Daran hatte der 25-Jährige, der nach einer Fußverletzung direkt wieder zur Startelf gehörte, keinen geringen Anteil, bereitete er das 1:0 von Janis Nikolaou in der 49. Minute doch mustergültig vor." Für den zweiten Braunschweiger Treffer war Lion Lauberbach zuständig (59.) und machte so seinen kurz vor der Pause verschossenen Elfmeter wieder gut. "Ich wollte unbedingt noch ein Tor machen", sagte der Stürmer, nachdem er beim Strafstoß "nicht den besten Schuss gemacht" habe. In der Pause sei er aber von der Mannschaft aufgefangen worden und zeigte sich anschließend "überglücklich über den Sieg".

2:2 des FCM "zurecht aberkannt"

Die Vorlage zum 2:0 kam übriges von Torhüter Jasmin Fejzic, der einen Abschlag über den halben Platz schlug. "Ich glaube, dass das eines der attraktivsten Drittliga-Spiele war, die ich mitgemacht habe", sagte der Keeper im Vereins-TV und lobte auch die Defensivleistung: "Wir haben es über 90 Minuten super wegverteidigt und eine starke Leistung gezeigt."

Gleichzeitig war aber auch etwas Glück dabei, dass Schiedsrichter Daniel Siebert gleich zwei Treffern des FCM die Anerkennung verwehrte – beide Male wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls von Luca Schuler (28. / 71.). Vor allem das nicht gewertete 2:2 in der 71. Minute löste große Diskussionen auf Magdeburger Seite aus, weil der Unparteiische das Tor zunächst gegeben hatte. Weil aber in den Augen von Trainer Michael Schiele sowohl Schuler als auch BTSV-Verteidiger Jan-Hendrick Marx mit gestrecktem Bein in Fejzic reingerauscht waren, sei der Treffer "zurecht aberkannt" worden.

Nur noch zwei Siege

Schiele sprach von einem "wilden Spiel", in dem Magdeburg trotz des bereits feststehenden Aufstiegs "alles reingehauen" und dem BTSV "nichts geschenkt" habe. "So kann es weitergehen", befand der Eintracht-Coach nicht zuletzt angesichts der tollen Stimmung im Stadion. Auch Fejzic war begeistert: "Die Stimmung heute im Stadion war Eintracht, wie ich die Eintracht auch kenne. Das habe ich mehr als vermisst."

Durch den vierten Drittliga-Sieg in Folge – das gab es zuletzt vor elf Jahren – haben die Niedersachsen den direkten Aufstieg weiter in eigener Hand. Zwei weitere Siege aus den letzten beiden Partien gegen Meppen und Köln, und der BTSV ist nach nur einem Jahr zurück in der 2. Liga. "Wir sind sehr gut drauf und hoffen, dass wir die Emotionen mitnehmen können", blickte Multhaup voraus. Damit das Eintracht-Stadion in der kommenden Saison wieder regelmäßig voll ist.

   
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