Der Check #1: Wer steigt in die 2. Bundesliga auf ?

Wenige Tage bevor die 3. Liga ihren Spielbetrieb mit dem 22. Spieltag wieder aufnimmt, blickt liga3-online.de auf die Aufstiegskandidaten. Im ersten Teil loten wir dabei die Aufstiegschancen von "Topfavorit" Wehen, Heidenheim, Saarbrücken und Osnabrück aus. Zudem werfen wir auch einen Blick zurück auf unsere Einschätzung vor der Saison. Gleich zu Beginn müssen wir dabei ohne Zweifel eingestehen, dass wir mit Wehen Wiesbaden als Topaufstiegsfavoriten deutlich daneben lagen.

"Eine absolute Blamage"

Mit 25 Punkten aus 20 Partien stehen die Hessen auf einem enttäuschenden 16. Tabellenplatz. Die zahlreichen namenhaften Neuzugänge in der Sommerpause wie zum Beispiel Thorsten Burkhardt, Nico Herzig (beide Alemannia Aachen), Pascal Bieler (1. FC Nürnberg) oder aber auch Marco Christ (Fortuna Düsseldorf) konnten die Erwartungen von Trainer Gino Lettieri, der überraschenderweise immer noch Cheftrainer der Wiesbadner ist, nicht erfüllen. "Alles andere als eine Platzierung unter den ersten drei wäre eine absolute Blamage", prognostizierte liga3-online.de für die Aufstiegschancen der Wiesbadener. Doch auch die meisten Trainer teilten vor der Saison diese Meinung – schließlich machten sie den SVWW ebenfalls zum Topaufstiegsfavoriten. Der Zug in die 2. Bundesliga ist in dieser Saison jedenfalls abgefahren.

Schießt Mayer den FCH in die 2. Bundesliga?

Geld alleine schießt eben keine Tore. Oder doch? Kurz nach Ende der Winterpause machte der 1. FC Heidenheim mit mehreren prominenten Verstärkungen auf sich aufmerksam. Mit Patrick Mayer und Michael Thurk (beide kamen aus Augsburg) soll der erste Zweitligaaufstieg der noch jungen Vereinsgeschichte in diesem Jahr realisiert werden. Im Sommer waren wir in unserem Aufstiegs-Check der Meinung, dass man die Lücke vom Toptorjäger der vergangenen Saison Mayer schließen müsse. Nun ist er wieder zurück und wird die Heidenheimer wohl in Liga 2 schießen. Dass der Aufstieg schief geht, glauben wohl nur die wenigsten. Der FCH kann sich jetzt nur noch selbst schlagen und ist daher unserer Top-Aufstiegsfavorit für den restlichen Verlauf der Saison. Eine Platzierung unter den ersten drei ist sehr wahrscheinlich.

Saarbrücken mit allen Chancen

Unter die ersten drei wollen auch der VfL Osnabrück und der 1. FC Saarbrücken. Während die Niedersachsen derzeit nur auf dem achten Tabellenplatz stehen, belegen die Saarländer den Relegationsaufstiegsrang. Während sie mit 37 Toren aus 21 Spielen die offensivstärkste Mannschaft der 3. Liga stellen, bereitet die Abwehr leichte Sorgen: 27 Gegentreffer – und damit ganze acht Tore mehr als der aktuelle Tabellenführer Regensburg – sind für einen Aufstiegskandidaten zu viel. Wird dieses Problem in der Rückrunden-Fortsetzung behoben, dürfte der Rückkehr in die 2. Bundesliga nicht mehr allzu viel im Wege stehen. Vor der Saison prognostizierte liga3-online.de dem FCS gute Chance. Diese Einschätzung war also goldrichtig.

Ein Stein muss auf den anderen passen

Ganz andere Sorgen plagen dagegen den VfL Osnabrück. Im Gegensatz zum FCS liegen ihre Stärke nämlich in der Abwehr: nur 17 Gegentore kassierten sie bisher. Top-Wert der Liga! Dagegen hapert es in der Offensive: 22 Treffer sind bisher eindeutig zu wenig für einen möglichen Aufsteiger. Doch die Rückkehr von Claus-Dieter Wollitz als Cheftrainer dürfte neue Kräfte freisetzten: bei den Fans wie bei den Spielern. Der Abstand auf den ersten Aufstiegsplatz beträgt nur drei Punkte. Allerdings plagen den VfL derzeit massive Verletzungssorgen. Sieben Spieler werden den Auftakt am kommenden Samstag gegen Wehen von der Tribüne aus verfolgen. Vor der Spielzeit galt der VfL als Geheimfavorit – das ist auch so geblieben. Die Chancen sind da, doch angesichts der langen Verletztenliste muss im restlichen Saisonverlauf schon ein Stein auf den anderen passen, will man den sofortigen Wiederaufstieg realisieren.

Morgen im zweiten Teil analysieren wir die Aufstiegschancen von Sandhausen, Regensburg, Offenbach und Bielefeld und geben eine abschließende Prognose ab.

 

 

 

 

 

 

   
Back to top button