"Das ist dann spielentscheidend": Schiri-Ärger bei den Preußen

Bei Alemannia Aachen kassierte der SC Preußen Münster am Sonntagabend trotz einer couragierten Leistung die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen – auch, weil aus Sicht von Trainer Thomas Wörle gleich zwei Handelfmeter für sein Team nicht gepfiffen worden sind.

Wörle sieht "zwei Handspielsituationen"

Er hatte es nach Spielende eilig, Preußen-Coach Thomas Wörle. Die Partie am Tivoli war gerade erst abgepfiffen, als er direkt das Gespräch mit Tom Bauer suchte. Worum es dabei ging? Im Interview mit "MagentaSport" klärte der 44-Jährige auf. "Es gab schon ein paar Entscheidungen, mit denen wir nicht einverstanden waren und wo das Gleichgewicht nicht vorhanden war." Unter anderem sah Wörle gleich zwei Handspielsituationen, von denen eine "sehr klar" gewesen sei. "Da muss man einfach Elfmeter geben. Das ist dann natürlich spielentscheidend." Besonders in der 65. Minute monierte Münster ein Handspiel, nachdem Bagkalianis den Ball im Strafraum im Anschluss an eine Kerze an den Arm bekommen haben soll.

Weil Schiedsrichter Tom Bauer aber auf weiterspielen entschied und die Preußen wiederum ihre Chancen nicht nutzten, stand aus Wörles Sicht eine "unverdiente Niederlage, weil wir einen wirklich sehr couragierten und mutigen Auftritt hingelegt haben und mehr verdient gehabt hätten". Vor allem in der ersten Halbzeit sah Wörle ein gutes Spiel seiner Mannschaft, die nach 14 Minuten zudem die große Möglichkeit auf das 1:0 hatte, als Makridis im Eins-gegen-Eins an Riemann scheiterte. "Da können wir in Führung gehen", haderte Wörle. Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs drängten die Adlerträger auf einen Treffer. "Wir haben eine Chance nach der anderen gehabt."

Comebacks von Batmaz und Schulz als "Lichtblicke"

Doch während Münster seine Chancen auf der einen Seite liegenließ und ab der 82. Minute zudem in Unterzahl war, nachdem Dietrich Gelb-Rot gesehen hatte, "machen wir es dem Gegner bei beiden Gegentoren ein bisschen zu einfach", ärgerte sich Münsters Trainer über das Abwehrverhalten. Beim 0:1 (14.) konnte Schroers nach einem Varelmann-Fehler frei auf Harsman zulaufen, beim 0:2 (43.) war da Silva Kiala von der Preußen-Abwehr nicht zu stoppen. Erst in der 90. Minute gelang durch Ndikom der Anschlusstreffer, dieser kam jedoch zu spät. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen", meinte Wörle.

Als "Lichtblicke" bezeichnete der Preußen-Coach indes die Comebacks von Malik Batmaz, der erstmals seit einem Jahr wieder auf dem Platz stand, und Marvin Schulz I. "Das sind Spieler, auf die wir jetzt lange Zeit verzichten mussten. Natürlich sind sie noch nicht bei 100 Prozent, aber sie können jetzt die nächsten Schritte machen und werden unsere Kadersituation aufhellen."

Nur noch drei Punkte vor Platz 17

In der Tabelle müssen die Augen nach der dritten Niederlage in den letzten vier Spielen jedoch weiter nach unten gerichtet werden, schließlich beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch drei Zähler. Dass vor der Länderspielpause noch das Duell gegen den MSV Duisburg wartet, macht die Aufgabe für die Preußen nicht leichter. Rösch setzt auf die Fans, die das Team nach der Niederlage gegen Aachen wieder aufgebaut haben. "Wir wissen, dass die hinter uns stehen."

   

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