Aachen bezwingt Münster und feiert dritten Sieg in Folge
Zum Abschluss des 12. Spieltags feierte Alemannia Aachen einen 2:1-Heimsieg gegen Preußen Münster. Die Alemannia dominierte die erste Halbzeit und belohnte sich mit einer 2:0-Führung. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste zwar engagiert, entwickelten aber lange Zeit zu wenig Durchschlagskraft und gerieten zudem in Unterzahl. Der Anschlusstreffer in der 90. Minute kam letztlich zu spät, um die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen noch abzuwenden.
Da Silva Kiala mit sehenswertem Solo
Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Stuttgart II sah Aachens Trainer Mersad Selimbegovic keinen Grund für Veränderungen und schickte dieselbe Startelf auf den Platz. Auf der Gegenseite nahm Münster-Coach Thomas Wörle nach dem 1:0-Erfolg gegen Fortuna Köln einen Wechsel vor: Kolbe ersetzte den gelbgesperrten Zeller in der Defensive. Vor stimmungsvoller Kulisse erwischten die Hausherren den besseren Start und hatten bereits nach vier Minuten die große Chance zur Führung, doch Kösters Abschluss aus der Drehung klatschte an den Pfosten (4.).
Auch in der Folge bestimmte Aachen das Geschehen, ehe sich den Gästen plötzlich die große Möglichkeit zum 1:0 bot: Makridis tauchte nach einem Steckpass frei vor Riemann auf, fand im TSV-Keeper jedoch seinen Meister (14.). Im direkten Gegenzug machte es die Alemannia besser: Nach einem starken Zuspiel von Loune blieb Schroers frei vor Harsman cool und schob zur Führung ein (14.). Die Gastgeber gaben auch nach dem Führungstreffer weiterhin den Ton an, während Münster offensiv kaum in Erscheinung trat. Anders dann in der 32. Minute, als Koulis aus dem Rückraum zum Schuss kam und das Tor nur knapp verfehlte.
In der Schlussphase der ersten Hälfte nahm die Partie noch einmal richtig Fahrt auf. Scepanik (34./41.) auf Aachener sowie Higl (37.) und Mees (39.) auf Münsteraner Seite kamen zu weiteren Abschlüssen. Kurz vor der Pause folgte dann der große Auftritt von TSV-Innenverteidiger da Silva Kiala, der einen Münsteraner Pass rund 35 Meter vor dem Tor abfing, bei seinem anschließenden Solo mehrere Gegenspieler stehen ließ und schließlich trocken zum 2:0 einschoss – ein tolles Tor (43.)! Mit diesem Ergebnis ging es wenig später auch in die Kabinen.
Münster mit frischem Elan
Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine, allerdings präsentierte sich Münster nun deutlich schwungvoller als noch vor dem Seitenwechsel und drängte auf den Anschlusstreffer. Zunächst verfehlte Kolbe mit einem Flachschuss das Tor nur knapp (49.), ehe Rösch nach einer Flanke von Makridis per Kopf an Riemann scheiterte (50.). Nur zwei Minuten später hatte der Flügelspieler erneut das 1:2 auf dem Fuß, setzte eine Direktabnahme aus kurzer Distanz jedoch knapp über die Latte (52.). In der Folge gelang es Aachen, die Partie wieder etwas zu beruhigen.
Zwar blieben die Gäste weiterhin bemüht, doch fehlte es zunehmend an der nötigen Durchschlagskraft. Aachen verteidigte clever und ließ nur noch wenig zu. So dauerte es bis zur 72. Minute, ehe Higl nach einem Zuspiel von Adeh wieder einmal zum Abschluss kam, den Ball jedoch knapp über das Tor setzte. Zahlreiche Wechsel auf beiden Seiten erschwerten den Spielfluss zusätzlich. Einen weiteren Rückschlag musste Münster dann zu Beginn der Schlussphase hinnehmen: Dietrich sah nur sechs Minuten nach seiner ersten Verwarnung die zweite Gelbe Karte und musste somit vorzeitig vom Feld (82.).
Doch auch in Unterzahl meldeten sich die Preußen noch einmal zurück: Ndikom zog von der Strafraumkante ab und sein leicht abgefälschter Schuss schlug knapp neben dem Pfosten zum 2:1 ein (90.). Die dreiminütige Nachspielzeit reichte den Gästen allerdings nicht mehr aus, um Aachen den insgesamt verdienten Sieg noch zu entreißen. Die Schwarz-Gelben feierten damit ihren dritten Sieg in Folge und behaupten Platz fünf. Münster rutscht dagegen durch die dritte Niederlage in den letzten vier Partien auf Rang 14 ab. Weiter geht es für Aachen am Samstag bei Rot-Weiss Essen, während Münster am späten Samstagnachmittag den MSV Duisburg im Preußenstadion empfängt.