Compper über MSV-Saisonstart: "Wir liegen gut im Rennen"

195-mal Bundesliga, 70-mal 2. Bundesliga, dazu Einsätze in Italien und Schottland und ein Länderspiel für Deutschland. Marvin Compper hat in seiner Karriere schon einiges gesehen. Nach Stationen bei der TSG Hoffenheim, der AC Florenz, RB Leipzig und Celtic Glasgow läuft er in dieser Spielzeit erstmals in der 3. Liga auf – für den MSV Duisburg. Nach elf Spieltagen ordnet er seine neue Situation ein.

Länderspielpause zur richtigen Zeit

Compper entwickelte sich im Ruhrgebiet schnell zur Stammkraft. Bislang fehlte der Routinier auf dem Platz keine Sekunde. Weder in der Liga noch im DFB-Pokal. Während der MSV dort souverän mit 2:0 gegen Greuther Fürth gewann, ist Compper auch mit den bislang gezeigten Leistungen im Ligabetrieb – die Meidericher rangieren auf dem vierten Tabellenplatz – einverstanden, wie er im Interview mit dem "Kicker" betont: "Ich glaube, vor der Saison hätte das jeder angesichts des großen Umbruchs sofort unterschrieben. Der Abstand zu den Aufstiegsplätzen beträgt nur zwei beziehungsweise drei Punkte. Wir liegen gut im Rennen."

Und das, obwohl Duisburg zuletzt zweimal in Folge mit 1:3 gegen Meppen und Chemnitz unterlag. "Wir haben sechs Gegentore kassiert, es hätten auch mehr sein können", gibt der Innenverteidiger die ungenügende Defensivarbeit unumwunden zu, freut sich deswegen über die nun gegebene Länderspielpause, denn da könne man "einige Dinge justieren".

Compper schätzt Faktor Fans

Dass der MSV trotzdem in Schlagweite zu den Aufstiegsrängen liegt, hat zwei Gründe: Zum einen hat das gesamte Führungsquintett in den vergangenen Wochen Federn lassen. Beispielsweise konnte keine der ersten fünf Teams in der Tabelle am 11. Spieltag einen Sieg einfahren, demnach schaffte es keine Mannschaft, sich abzusetzen. Und zum anderen profitiert Duisburg noch vom starken Saisonstart mit 19 Punkten aus neun Spielen (6/1/2). Woran das lag? "Wir haben mit dem Trainer die Spielidee des Vereins und damit das System gut umgesetzt", so Comppers Antwort.

Ebenfalls ein großer Faktor beim MSV Duisburg, wie Compper schon noch kurzer Zeit weiß: die Anhänger. "Uns ist es auch gelungen, die Fans zu begeistern. Man darf nicht vergessen, dass die Enttäuschung der Zuschauer nach dem Abstieg groß war." Die nächste Chance dazu haben Compper und Co. Am 18. Oktober. Dann kommt es nämlich zum Traditionsduell mit dem 1. FC Kaiserslautern (19 Uhr).

 

   
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