Chris Löwe droht Saison-Aus: Holt Dynamo einen Ersatz?

Schon seit Mitte Oktober fällt Dynamo-Verteidiger Chris Löwe mit einem Außenbandriss im Knie aus. Ob der 31-Jährige in dieser Saison überhaupt nochmal zum Einsatz kommen wird, ist ungewiss. Möglicherweise wird der Tabellenführer einen Ersatz verpflichten.

"Halten die Augen und Ohren offen"

Als sich Löwe im Spiel gegen Zwickau verletzte, war zunächst lediglich von "mehreren Wochen" Pause die Rede, der Verteidiger hoffte gar noch auf ein Comeback bis zum Jahreswechsel. Daraus wird jedoch nichts, denn wie sich bei einer Kontrolluntersuchung im Dezember herausstellte, ist das Knochenödem größer statt kleiner geworden. Eine schnelle Rückkehr auf den Platz deutet sich daher weiterhin nicht an. "In den kommenden zwei bis drei Wochen finden weitere Untersuchungen statt, die dann darüber Aufschluss geben sollen, ob wir mit Chris Löwe in dieser Saison noch als Spieler auf dem Platz planen können", sagt Sportchef Ralf Becker gegenüber der "Sächsischen Zeitung". Nicht ausgeschlossen also, dass die Saison für Löwe vorzeitig beendet sein könnte.

Vorerst steht mit Jonathan Meier nur noch ein weiterer Linksverteidiger zur Verfügung. Zwar könnten auch Max Kulke und Paul Will auf der linken Verteidiger-Position aushelfen, doch falls Löwe tatsächlich längerfristig sollte, wird Dynamo möglicherweise nochmal auf dem Transfermarkt tätig. "Wir halten die Augen und Ohren offen, falls sich irgendwas ergibt, was zu uns passt", so Trainer Markus Kauczinski gegenüber der Zeitung. Denn ein Risiko im Kampf um die direkte Zweitliga-Rückkehr werden die Sachsen angesichts der guten Ausgangslage (acht Punkte vor Platz 3) kaum eingehen wollen.

Hartmann-Comeback frühestens im Februar

Zumal Löwe nicht der einzige Spieler ist, der derzeit ausfällt. Auch Marco Hartmann steht nach einer Muskelansatzverletzung im rechten Knie und einem Knochenmarködem noch nicht wieder zur Verfügung. Wie Becker der Zeitung sagte, werde es "noch etwas länger dauern". Wenn alles optimal läuft, könnte er "Anfang Februar auf den Trainingsplatz zurückkehren".

Bei Sebastian Mai könnte es, nachdem er einen Innenbandriss im Knie auskuriert hat, schon in der kommenden Woche soweit sein. Luka Stor wird der SGD nach einem Muskelfaserriss dagegen noch einige Zeit fehlen, für die Partie bei Türkgücü München (Montag, 19 Uhr) muss zudem auch Patrick Weihrauch aufgrund von Schmerzen im Sprunggelenk passen. Christoph Daferner, der beim Testspiel gegen FK Jablonec (2:1) geschont wurde, soll derweil zum Einsatz kommen können.

   
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