Fünfte Pleite in Folge: Jena verliert auch gegen Mannheim

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In einem einseitigen Duell ging der SV Waldhof Mannheim gegen den FC Carl Zeiss Jena mit 2:1 als Sieger vom Platz. Der Aufsteiger verpasste beste Torchancen und traf vier Mal Aluminium, musste aber – abgesehen von einem überraschenden Ausgleich – selten zittern. Jena kassierte dagegen die fünfte Pleite in Folge.

Blitzstart nach zwei Minuten

Jena unter Druck: Gegen Aufsteiger Mannheim mussten die ersten Punkte her, doch die Waldhöfer hatten da ein Mitspracherecht – Marian Sarr klärte in der ersten Minute zur Ecke für den SVW, die Hereingabe von Dorian Diring nickte Marcel Seegert prompt ein (2.). Das Nervenkostüm der Thüringer zitterte, die Mannheimer machten weiter Druck. Jan-Hendrik Marx marschierte über die rechte Seite, eine Hereingabe geriet an Diring und der wurde zu Fall gebracht – kein Elfmeter (8.). Diring blieb weiter ein Aktivposten, einen weiteren Schuss ließ FCC-Keeper Jo Coppens nach vorne abprallen und brachte Valmir Sulejmani damit zum erneuten Abschluss (12.). Nach rund einer Viertelstunde durfte sich Jena glücklich schätzen, dass das Spiel noch nicht entschieden war – ein Schuss von Marco Schuster klatschte zuvor an die Latte (14.).

Wenn Mannheim es nicht machte, dann versuchte es halt Jena: Sarr, der schon im Eröffnungsspiel mit zwei Eigentoren zur tragischen Figur wurde, köpfte einen Ball unpräzise zu seinem Keeper zurück – der Belgier fing das Spielgerät noch rechtzeitig ab (20.). Und dann plötzlich Daniele Gabriele: Der Stürmer versuchte es bei einer Hereingabe zunächst per Seitfallzieher, im anschließenden Chaos erhielt der Deutsch-Italiener erneut den Ball und netzte zum überraschenden Ausgleich ein (23.). Der Gegentreffer sorgte nicht nur im Ergebnis wieder für ausgeglichene Verhältnisse, auch auf dem Platz beruhigte sich das Geschehen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff dann die Riesenchance für Korte: Freistehend auf Höhe des Elfmeterpunktes zielte der Offensivspieler allerdings zu hoch (43.).

Mannheim verzweifelt beinahe

In den zweiten Abschnitt startete Jena besser: Pagliuca wurde bestens freigespielt, SVW-Keeper Scholz bekam beim Schlenzer des Schweizers noch die Hand dazwischen – Käuper befand sich beim Abpraller im Abseits (52.). Danach war wieder Mannheim um Kontrolle bemüht, Versuche von Christiansen (56.), Diring (59.) oder Sulejmani (61.) waren allerdings zu ungenau. Auf der Gegenseite wurde das Spielgerät in den Lauf von Gabriele gespielt, der den Ball jedoch nicht entscheidend berühren konnte (62.). Und die Mannheimer? Die verzweifelten beinahe an ihren Chancen: Nach einem weiteren Aluminiumtreffer bekam Jena den Ball nicht weg – Grösch wollte eine Hereingabe von Korte noch irgendwie klären, setzte das Spielgerät dabei aber erneut an den eigenen Pfosten und Sulejmani stand aus abseitsverdächtiger Position zum Abstauber parat (64.) – eine strittige Entscheidung.

Kurz danach hätte Sulejmani das Match bereits entscheiden können, bei einem Zwei-gegen-Eins-Duell der Mannheimer gelang es dem Stürmer jedoch nicht, FCC-Keeper Coppens auszutanzen, sodass der Belgier siegreich blieb (66.). Das Spiel flachte anschließend zusehends ab. Bei einem Konter der Jenaer kam die Kugel nicht mehr bei Käuper ein, ein Distanzsschuss vom eingewechselten Anton Donkor segelte weit drüber (77.). Mannheim verpasste es, den Deckel endgültig draufzumachen – sah sich aber auch kaum noch Gegenwehr entgegengesetzt. Bezeichnend: Erst verpasste Marx in der Mitte (81.), dann knallte Joker Koffi den Ball zum vierten Mal ans Aluminium (84.). Der SVW spielte die Partie locker herunter, feierte den ersten Auswärtssieg der Saison und bleibt damit ungeschlagen, während Jena nach der fünften Niederlage in Folge Letzter bleibt.

   

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