Burger-Eigentor: Magdeburg unterliegt FCI in Unterzahl spät

Beim Spiel zwischen Ingolstadt und Magdeburg deutete, obwohl der FCM ab der 25. Minute in Unterzahl agierte, schon alles auf ein torloses Remis hin – ehe ein bitteres Eigentor von Magdeburgs Burger in der 85. Minute für eine späte Niederlage der Elbstädter sorgte.

Magerkost und Platzverweis: Gjasula fliegt

FCI-Übungsleiter Tomas Oral tauschte nach der empfindlichen 1:4-Auswärtsniederlage gegen Mannheim dreimal das Personal: Niskanen ersetzte den verletzten Preißinger (Schlüsselbeinfraktur), Schröck und Elva liefen statt Antonitsch und Kaya von Anfang an auf. Auf der Gegenseite entschied sich Magdeburg-Coach Thomas Hoßmang im Vergleich zum 1:1 in Kaiserslautern für Bittroff, Kath und Gjasula anstelle von Ernst, Koglin und Malachowski. Beide Mannschaften waren vom Anpfiff weg zunächst einmal auf Sicherheit bedacht, sodass die Zuschauer bis auf einen strammen, von Ingolstadts Buntic entschärften Schlenzer durch Magdeburgs Kath (13.) in der Anfangsviertelstunde nur spärlich Offensivaktionen beider Teams bewundern durften. Magdeburg wirkte insgesamt zielstrebiger und tat gerade in der Anfangsphase mehr fürs Spiel, ohne sich dabei jedoch nennenswerte Hochkaräter herauszuspielen.

Mitten in der starken und kontrollierten Phase schwächten sich die Elbestädter jedoch selbst: Gjasula trat zunächst Stendera auf den Fuß und sah Gelb (22.), um nur vier Minuten später ungestüm gegen Ingolstadts Gaus zu Werke zu gehen (26.). Gelb-Rot gegen den 34-Jährigen und fortan rund 70 Minuten Unterzahl für den FCM. Das Spiel suchte weiterhin vergeblich nach der ersten richtigen Torchance und wurde hitziger, Kath rannte in vollem Tempo in Ingolstadts Franke, der danach verletzungsbedingt durch Bilbija ersetzt werden musste (35.). Ingolstadt erarbeitete sich nach dem Platzverweis zwar mehr Feldanteile, blieb in der Offensive jedoch noch jegliche Bemühungen schuldig. Magdeburg hingegen zog sich nun etwas mehr zurück und verbuchte nur noch zwei Fernschüsse durch Bittroff (37.) und Jacobsen (41.), bevor Schiedsrichter Lars Erbst die beiden Teams in die Kabine bat.

Bitteres Burger-Eigentor belohnt FCI-Überlegenheit

Auch der zweite Durchgang startete äußerst chancenarm, bis auf einen völlig verzogenen Abschluss von Stendera nach einer FCI-Ecke (50.) taten sich keine nennenswerten Chancen hüben wie drüben auf. Allerdings merkte man den Ingolstädtern an, dass sie sich nun deutlich mehr vorgenommen hatten, man den Ball vermehrt durch die eigenen Reihen zirkulieren lassen und die Überzahl gegen eine bislang sehr stabile Magdeburger Defensive ummünzen wollte. Und so gehörte auch die erste richtig gute Tormöglichkeit den Gastgebern: Elva schraubte sich nach einer Stendera-Ecke hoch, köpfte aus fünf Metern jedoch nur in die Arme von FCM-Schlussmann Behrens (62.). Und ebenjener Elva sollte auch die nächste gute Gelegenheit für den FCI verbuchen, sein strammer Distanzschuss aus der Drehung klatsche jedoch nur an den linken Torpfosten (67.). Die Hausherren erhöhten nun die Schlagzahl, Behrens parierte stark gegen Stendera (68.) und Bilbija (70.). Magdeburg war um Entlastung bemüht und monierte nach 73 Minuten ein Foulspiel von Kutschke, der Burger im Mittelfeld wegcheckte. Schiedsrichter Erbst ließ die Karte jedoch stecken. Vom FCM kam offensiv – vermutlich der schwindenden Kräfte in Unterzahl bedingt – nichts mehr, während der FCI immer mehr an der blau-weißen Defensive verzweifelte, Elvas Schuss konnte kurz vor dem Einschlag noch abgewehrt werden (82.).

Und gerade, als eigentlich alles schon auf ein torloses Remis am Ende des Sonntags hindeuten wollte, brachte ausgerechnet Magdeburgs Burger die eigenen Mannen um den Lohn: Der eingewechselte Eckert-Ayensa scheiterte frei vor Behrens am klasse parierenden Magdeburger Schlussmann, der Abpraller flipperte jedoch derart unglücklich an Burgers Körper, dass dieser sich nicht mehr in Luft auflösen und den Einschlag verhindern konnte (86.). Ein äußerst bitteres, wenn auch angesichts der Ingolstädter Drangphase nicht gänzlich unverdientes Gegentor. Den Magdeburgern rannte nun die Zeit davon, sodass die Elbestädter binnen weniger Minuten die Ingolstädter Führung nicht mehr egalisieren und die späte Niederlage nicht mehr verhindern konnten. Durch den Heimsieg wahren die Ingolstädter weiterhin alle Aufstiegsambitionen und klettern mit nun 20 Zählern auf den zweiten Tabellenplatz. Der 1. FC Magdeburg hingegen muss nach einer kurzen Hoffnungsphase von vier Punkten aus zwei Spielen wieder eine Niederlage im Kampf gegen den Abstieg verschmerzen und verbleibt mit acht Punkten auf dem vorletzten Rang.

Aufgrund der Englischen Woche dürfen die beiden Teams schon am kommenden Mittwochabend wieder ran. Für den FC Ingolstadt geht es ins rund 85 Kilometer entfernte München zum bayrischen Duell mit der Reserve des deutschen Rekordmeisters. Der 1.FC Magdeburg empfängt zeitgleich um 19 Uhr den F.C. Hansa Rostock.

   

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