"Brutalität des Fußballs": Wehen Wiesbaden hadert mit Misere

Der SV Wehen Wiesbaden hat sich in den letzten Wochen überraschend schnell aus dem Aufstiegskampf verabschiedet. Vier Niederlagen am Stück haben dafür gesorgt, dass Cheftrainer Daniel Scherning nun erst einmal Aufbauarbeit leisten muss. Der 42-Jährige ordnete die aktuelle Phase der "Brutalität des Fußballs" unter.

"Weiß nicht, wo es hingeht"

Fünf Spiele, vier Niederlagen und nur einen Zähler geholt – die Wiesbadener haben sich überraschend zum formschwächsten Team der Liga entwickelt. Dabei schien die Mannschaft von Daniel Scherning auf einem guten Kurs zu sein, um die Aufholjagd im Aufstiegsrennen zu schaffen. Aber jetzt ist Platz 3 bereits zwölf Punkte entfernt, weshalb andere Themen in Wiesbaden überwiegen. "Ich weiß nicht, wo es hingeht. Das werden die nächsten Wochen zeigen. Wir müssen jetzt erst einmal den Reset-Knopf drücken", hob Scherning bei "MagentaSport" hervor.

Als Sportler und als Mannschaft müsse man auch mal eine Talfahrt verdauen. Trotzdem entwickelten sich die letzten Wochen zum Debakel für die ambitionierten Hessen. "Im Moment erleben wir die Brutalität des Fußballs alle drei Tage", zog Scherning sein Fazit nach der Englischen Woche, in der Wiesbaden nicht immer das schlechtere Team gewesen war. Trotzdem hagelte es Niederlagen. "Wir sind nicht fehlerfrei, und im Moment ist das dann eine Phase, wo der Gegner die Kleinigkeiten, die wir ihm anbieten, brutal ausnutzt", fasste der SVWW-Coach zusammen. So ist der Aufstiegszug längst abgefahren.

"Das ist dann auch Teil der Wahrheit"

Bezeichnend für die Misere der Wiesbadener war vielleicht das 1:2 bei Viktoria Köln. "Mit der Roten Karte für Köln und dem Anschlusstreffer für uns war das ein Spiel auf ein Tor, bei dem wir es heute nicht geschafft haben, dann auch etwas Zählbares mitzunehmen. Das ist natürlich sehr, sehr bitter", musste Scherning einsehen. Insgesamt habe seine Mannschaft wieder nicht schlecht gespielt, aber besonders vor der Halbzeitpause gepennt. Lucas Wolf (41./44.) überlistete den SVWW in dieser Phase.

"Wir haben hier 85 gute Minuten an den Tag gelegt. Und fünf schlechte Minuten. Das ist dann auch Teil der Wahrheit, dass uns das im Moment Punkte kostet und dazu führt, dass wir Spiele verlieren", so Scherning abschließend. Die Art und Weise des Auftritts hinterließ die Zuversicht, dass sich das Blatt auch schnell wieder für die Wiesbadener drehen kann. Doch jetzt geht es nur noch um Aufbauarbeit für die neue Saison. Am Sonntagabend (19:30 Uhr) ist der SVWW dazu im eigenen Stadion gegen Waldhof Mannheim gefordert.

   

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