Braunschweig: Kein finanzieller Aufstiegsdruck in diesem Jahr

Als Tabellensechster und mit nur drei Punkten Rückstand auf Platz eins hat Eintracht Braunschweig im Aufstiegskampf noch alle Möglichkeiten. Ein Zwang wäre die Rückkehr in die 2. Bundesliga aber nicht – zumindest noch nicht in diesem Sommer.

Wirtschaftlich stabil

Blickt man ein Jahr zurück, sieht man eine Eintracht, die zu diesem Zeitpunkt der Saison deutlich andere Probleme hatte als heute. In Braunschweig kämpfte man gegen den Abstieg in die Regionalliga und damit auch gegen eine finanzielle Katastrophe. Ein Vorgang, der sich heute bezahlt machen könnte, sollte es mit dem Aufstieg in die zweite Liga nicht kappen: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und bereits im Frühjahr 2019 einen Finanzplan für mehrere Jahre aufgestellt, der uns auch weitere Drittligaspielzeiten ermöglicht“, erklärte Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz: "Auf dieser Basis agieren wir seitdem. Das war und ist extrem wichtig für die Zukunft der Eintracht."

Man werde die aktuelle Saison zwar mit einem geplanten Defizit abschließen, allerdings weiterhin positives Eigenkapital aufweisen können: "Wir werden uns weiterhin konsequent an unseren Sparkurs halten und stehen daher nicht unter dem wirtschaftlichen Druck, zwingend am Ende der Saison aufsteigen zu müssen!"

BTSV sieht sich vorbereitet

Ein Umstand, der ein wenig Druck von der Mannschaft nehmen dürfte. Auch, wenn der BTSV natürlich grundsätzlich wieder in die zweite Liga möchte. Doch sollte es nicht direkt klappen, sei man aber vorbereitet: "Wir müssen es nicht auf Biegen und Brechen am Ende dieser Spielzeit. Wir können wirtschaftlich auch weitere Jahre in der 3. Liga verkraften und im sportlichen Bereich auch im nächsten Jahr einen Etat aufbieten, um eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen."

Man könne einen Aufstieg nicht erzwingen, habe ihn am Anfang der Saison auch nicht als Ziel ausgegeben. Die Erwartungshaltung im Umfeld hat sich im Vergleich zwar verändert – dennoch sei Vorsicht geboten: "Wir wollten mit den personellen Veränderungen auf der Trainer-Position und mit den Neuzugängen in der Winterpause im Rahmen unserer Möglichkeiten die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Wenn man sich die Spiele der Mannschaft in den vergangenen Wochen anschaut, sind die Leistungsschwankungen aktuell extrem groß. Deswegen sind wir zurzeit trotz des Heimsieges gegen den KFC Uerdingen gut beraten, uns auf die nächsten Spiele zu konzentrieren, und nicht was in den nächsten Monaten sein könnte."

   
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