Braune statt Raeder: MSV-Coach überrascht mit Torwartwechsel

Wenn MSV-Stammtorwart Vincent Müller ausfiel, dann wurde er bislang stets von Lukas Raeder vertreten. Am Montagabend stand jedoch überraschend Eigengewächs Maximilian Braune im Tor der Zebras. Cheftrainer Torsten Ziegner begründete seine Entscheidung nach dem Spiel – und sprach dem 19-Jährigen ein großes Lob aus.

"War nicht immer Torhüter"

Viele MSV-Fans staunten sicherlich nicht schlecht, als die Nummer 24 auf der Anzeigetafel in der Schauinsland-Reisen-Arena aufblitzte – und das auch noch für die Startelf. Sofort war klar, dass Eigengewächs Maximilian Braune an diesem Abend den Kasten der Zebras hüten wird. Stammtorhüter Vincent Müller, in der Vorwoche mit Schulterproblemen verletzt ausgewechselt, war nicht rechtzeitig bei 100 Prozent. In diesem Fall wäre eigentlich mit Lukas Raeder zu rechnen gewesen, zumal der bisherige Ersatzmann den 3:2-Sieg in Saarbrücken sicherte.

"Die Entscheidung für Max war gar nicht so einfach", erläuterte Ziegner nach Spielschluss in der Pressekonferenz. "Lukas Raeder ist immer unsere Nummer 2 auf dem Spielberichtsbogen und hat letzte Woche ein sehr, sehr starkes Spiel gemacht. Trotzdem haben wir geglaubt, dass wir aufgrund der Mannheimer Pressingsituationen ganz viele Bälle hinten herausspielen müssen. Da ist Max einfach richtig gut in dieser Beziehung. Er kommt vom Feld, war nicht immer Torhüter." So kam schließlich der 19-Jährige zu seinem Pflichtspieldebüt.

Spaß und Lob trotz Niederlage

"Leider haben wir heute verloren. Nichtsdestotrotz war es schön, vor dem Publikum hier zu debütieren. Es hat trotzdem mega Spaß gemacht", resümierte Braune nach Spielende, obwohl er dreimal hinter sich greifen musste. Die Entscheidung fiel bereits am Vortag, wie der 19-Jährige einblicken ließ: "Gestern nach dem Abschlusstraining, kam der Trainer auf mich zu und hat gesagt, dass ich ranmuss, wenn es bei Vinnie nichts wird." Ein Lob von Ziegner für den "jungen Kerl mit viel Potential" gab es oben drauf, denn von Unsicherheiten waren beim Debütanten nichts zu sehen. "Die Bälle, die zu halten waren, hat er gehalten", so Ziegner.

In den vergangenen Jahren konnte sich der MSV oftmals auf seine Torhüter verlassen, von Georg Koch über Tom Starke bis Mark Flekken standen stets starke Keeper zwischen den Meidericher Pfosten. Dass ein Eigengewächs den Sprung schafft, hat vergleichsweise Seltenheitswert – und doch ist Braune nun neben Raeder, der ebenfalls die MSV-Jugend durchlief, und Marcel Lotka (Borussia Dortmund II) bereits der dritte Torhüter mit einem Einsatz in dieser Saison, der aus der Torwartschule der Zebras kommt. In Essen steht zudem noch Raphael Koczor unter Vertrag.

   
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