Bleibt er oder geht er? Körbers Leihe in Osnabrück endet

Mit der Verpflichtung von Nils Körber setzte der VfL Osnabrück zu Saisonbeginn eine Leih-Tradition zwischen den Pfosten fort. Nach Marvin Schwäbe und Marius Gersbeck ist Niedersachsens aktueller Fußballer des Jahres bereits das dritte Bundesliga-Talent in Folge, das den Kasten der Lila-Weißen hütet. Kehrt nun nach dem Aufstieg Konstanz auf der Position ein?

In einer Reihe mit Dzeko und de Bruyne

Mit Hannover-Torwart Michael Esser und Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst hatte er prominente Konkurrenz, mit Kevin de Bruyne oder Edin Dzeko noch prominentere Vorgänger – Nils Körber wurde jüngst zu Niedersachsens Fußballer des Jahres gekürt. Eine Ehre, die nicht häufig einem Osnabrücker zuteil wird und mit der Körber dennoch unmittelbar in die Fußstapfen von Marvin Schwäbe tritt, der sich die Auszeichnung 2016 für seine Leistung im Gehäuse des VfL verdiente.

Bei der Auswahl der Torhüter bewies Osnabrück in den vergangenen Jahren ein gutes Händchen – mit Schwäbe, Körber und Marius Gersbeck standen in den letzten vier Spielzeiten jeweils Bundesliga-Talente zwischen den Pfosten an der Bremer Brücke, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Sie alle wurden per Leih-Vertrag geholt, sodass keiner von Körbers Vorgängern noch beim VfL beschäftigt ist. Und auch bei Körber ist die Zukunft unsicher.

Herthas Pläne mit Körber

Denn die aktuelle Leihe des Schlussmannes in Osnabrück endet im Sommer. Der 22-Jährige hielt 17 Mal die Null, kassierte in den übrigen Partien nur 21 Gegentore. Er führt die Rangliste der "Weißen Weste" in der 3. Liga an und machte mit seinen Leistungen nicht nur in Niedersachsen auf sich aufmerksam. Bei Stammverein Hertha BSC besitzt Körber noch einen Vertrag bis 2020, was eine Fortsetzung des Leih-Geschäfts momentan unmöglich macht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, will Hertha mit dem Nachwuchs-Torhüter in jedem Fall verlängern.

Da Rune Jarstein im Berliner Kasten auch mit 34 Jahren noch gesetzt ist, hätte Körber kurzfristig wohl keine Chance beim Hauptstadt-Klub. Deswegen soll eine weitere Leihe nach vorheriger Vertragsverlängerung anstehen, damit Körber weitere Erfahrungen sammeln und die Hertha ihren Youngster aufbauen kann. Ein weiteres Jahr in Osnabrück ist angesichts der künftigen Zweitklassigkeit des VfL damit ein Thema, aber auch die Liga-Konkurrenten der Lila-Weißen haben ihre Fühler nach Körber ausgestreckt. Am Ende entscheiden Hertha und Körber, wohin der Weg des Keepers gehen soll – Osnabrück hat berechtigte Chancen, sitzt aber am kürzeren Hebel.

   
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