Bis zu neun Ausfälle: FCS mit mehreren Änderungen gegen Verl

Nach den beiden Derby-Niederlagen gegen Mannheim und Kaiserslautern will der 1. FC Saarbrücken beim Auswärtsspiel gegen den SC Verl (Freitag, 19 Uhr) Wiedergutmachung betreiben und zurück in die Spur, muss dabei jedoch auf bis zu neun Spieler verzichten.

Trio noch fraglich

Nein, zu beneiden ist FCS-Coach Uwe Koschinat derzeit nicht. Erst zwei Derby-Pleiten in Folge, nun eine angespannte Personallage. Sicher ausfallen werden neben dem gelb-gesperrten Dominik Ernst und den Langzeitverletzten Steven Zellner (Außenmeniskuseinriss), Boné Uaferro (Achillessehnenriss) und Jonas Hupe (Meniskusriss) auch Minos Gouras (Corona) und Sebastian Jacob (Mittelohrentzündung). Zudem konnten Robin Scheu (nach Verhärtung im Oberschenkel), Mario Müller (nach Kapselverletzung im Fußgelenk) und Sebastian Bösel (nach muskulären Problemen) nur Teile der Trainingswoche absolvieren, werden am Freitag aber im Kader stehen.

Wie Koschinat auf der Pressekonferenz am Donnerstag berichtete, hätten sich Müller und Scheu trotz ihrer Blessuren einsatzbereit gezeigt: "Das beweist, dass die Mannschaft zusammenhält." Mindestens drei Änderungen (Ernst, Gouras und Jacob) wird Saarbrückens Übungsleiter gegenüber dem 0:2 gegen den FCK in jedem Fall vornehmen müssen. "Es können sich nun auch Spieler zeigen, die bisher weniger gespielt haben. Das ist auch eine Chance", sagte der 50-Jährige und zeigte sich überzeugt, "dass sie die Chance am Zopfe packen werden". Einer dieser Kandidaten ist Marius Köhl, für die rechte Abwehrseite kommt zudem Lukas Boeder in Frage. Auch Dennis Erdmann, der zuletzt außen vor war, reist mit, wobei Koschinat klarstellte: "Ich möchte ihn nur bringen, wenn er körperlich bei 100 Prozent ist." Derzeit sei der 30-Jährige dabei, seine Defizite diesbezüglich "knallhart aufzuarbeiten".

Grimaldi ist einsatzfähig

Es gibt aber auch gute Nachrichten aus personeller Sicht: Während Luca Kerber nach Gelb-Sperre zurückkehrt, konnte Adriano Grimaldi nach einer Sehnenscheidenentzündung im Fußknöchel wieder alle Einheiten in dieser Woche mitmachen. Eine Tatsache, über sich die Koschinat "maximal erleichtert" zeigte. Gleiches galt bezüglich der negativen Ergebnisse einer am Mittwoch durchgeführten Corona-Testreihe, sodass Gouras der einzige Ausfall bleibt. "Die Corona-Situation beeinflusst die Arbeit natürlich, weil man nie weiß, ob jemand kurzfristig ausfällt. Insofern ist nun eine gewisse Beruhigung da."

Das Ziel für die Partie am Freitag ist trotz der Personalsorgen klar: "Wir wollen den Negativtrend der letzten beiden Spielen stoppen und ein anderes Gesicht zeigen", so Koschinat. Und die Chancen, dass die Saarländer beim SCV in die Spur zurückkehren, stehen nicht schlecht: Zum einen hat Verl die letzten drei Partien allesamt verloren, zum anderen konnten die Ostwestfalen nur zwei von acht "Heimspielen" gewinnen. Dennoch warnte Koschinat: "Sie haben in dieser Saison schon zu absoluten Highlight-Spielen beigetragen und verfügen über eine spielstarke Mannschaft." Mit einem Sieg würde der FCS vorerst auf Rang drei vorrücken, im Falle einer weiteren Niederlage könnte der Kontakt zu den Spitzenplätzen vorerst abreißen. Ein durchaus richtungsweisendes Duell also.

   
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