Bis zu 13 Ausfälle drohen: FCK mit Personalsorgen vor Derby

Mit fünf Punkten aus den letzten drei Partien hat der 1. FC Kaiserslautern den Rückstand zum rettenden Ufer bereits verkürzt, noch fehlen aber drei Zähler. Diese wollen die Roten Teufel am Samstag im Derby gegen den 1. FC Saarbrücken einfahren, haben allerdings mit großen Personalsorgen zu kämpfen.

Neun Ausfälle sicher, Quartett fraglich

Wie im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstagmittag bekannt wurde, werden mindestens neun Spieler sicher ausfallen: Die gesperrten Anil Gözütok (Rot) und Alex Winkler (Gelb-Rot), der erkrankte Adam Hlousek sowie die verletzten Marius Kleinsorge (Leisten-OP), Hikmet Ciftci (Muskelbündelriss), Kevin Kraus (Muskelfaserriss), Dominik Schad (Wadenbeinbruch), Lukas Gottwalt (Verrenkungsbruch des Sprunggelenks) und Lukas Spalvis (Knorpelschaden). Darüber hinaus stehen hinter den Einsätzen von Kapitän Jean Zimmer (Adduktorenprobleme), Tim Rieder (Hüftprellung), Felix Götze und Marvin Senger (beide muskuläre Probleme) noch Fragezeichen.

Im Worst-Case müsste der FCK damit auf gleich 13 Spieler verzichten, darunter dann fast die komplette Abwehr: Denn von den zehn etatmäßigen Verteidigern stehen nach aktuellem Stand nur Hendrick Zuck, Philipp Hercher und Youngster Leon Hotopp, der allerdings noch ohne Profieinsatz ist, sicher zur Verfügung. Entsprechend könnte es zu einer Umstellung auf Dreierkette kommen: "Wir denken darüber nach", bestätigte Antwerpen, schränkte aber gleichzeitig ein: "Dann müssten wir drei Innenverteidiger aufbieten, entsprechend sind wir noch weit davon entfernt. Zwei Innenverteidiger werden auf jeden Fall dabei sein." Die gute Nachricht: Carlo Sickinger ist nach auskuriertem Muskelbündelriss wieder ins Training eingestiegen. "Er hat sich gut präsentiert", sagte Antwerpen. Eine Option für 90 Minuten ist der 23-Jährige aber noch nicht.

Antwerpen dankt den Fans

Trotz der Personalsorgen ist indes klar: "Wir wollen das Spiel am Samstag gewinnen", sagte Antwerpen wenig überraschend, denn etwas anders bleibt den Roten Teufeln in der aktuellen Situation auch kaum übrig. Dass der FCK Derbys könne, "haben wir in Mannheim gezeigt", erinnerte sich der Übungsleiter an den überzeugenden 2:0-Sieg zu seinem Endstand zurück. Eine ähnlich kämpferische Leistung werden die Pfälzer auch am Samstag benötigen, schließlich kommt Saarbrücken als Tabellenfünfter auf den Betzenberg und ist dementsprechend favorisiert. "Wir werden elf Spieler auf den Platz bekommen, die so motiviert sind und da richtig einen raushauen. Das muss unser Anspruch sein."

Die Akkus seien nach der kräftezehrenden Englischen Woche wieder aufgeladen, wie Antwerpen bestätigte. Zusätzliche Motivation zieht der FCK aus über 100 aufmunternden E-Mails, die die Fans in den letzten Tagen an den Verein schickten und in der Kabine ausgelegt wurden. "Wir spüren, wie sehr die Fans hinter uns stehen, das pusht uns und gibt uns Kraft. Das ist einfach überragend, das zeigt was diesen Verein hier ausmacht." Der Provokation einiger FCS-Anhänger schenkte Antwerpen derweil keine große Beachtung: "Wir ziehen Motivation aus der sportlichen Rivalität." Mit einem Sieg im Derby – es wäre erst der dritte Heimsieg in dieser Saison – würde der FCK bei den Fans so manche Wogen aus dieser Saison glätten – und zeitgleich im Rennen um den Klassenerhalt bleiben.

 
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