Bestätigt! VfL verliert Daniel Scherning an Arminia Bielefeld

Jetzt ist es fix! Der VfL Osnabrück muss sich nach einem neuen Trainer umschauen. Daniel Scherning, der seit Sommer 2021 auf der Bank saß, zieht es zu Zweitligist Arminia Bielefeld, wo er die Nachfolge des am Mittwoch freigestellten Uli Forte antritt. Bereits am heutigen Donnerstagvormittag wird der 38-Jährige, der bis 2024 unterschrieben hat, erstmals das Training leiten. Wer ihn beim VfL ersetzt, ist noch offen.

Durchbruch am Mittwochabend

Schon im Laufe des Mittwochs hatte sich der VfL-Coach als Topfavorit bei den Ostwestfalen herauskristallisiert, zunächst hatte er aber noch abgewiegelt: "Ich bin Trainer beim VfL Osnabrück. Für mich ist Bielefeld aktuell kein Thema." Dennoch liefen zu diesem Zeitpunkt offenbar schon die Verhandlungen, ehe am Abend nach "Kicker"-Angaben der Durchbruch und die Einigung erfolgten. Bereits am heutigen Donnerstagvormittag wird Scherning unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstmals das Training der Arminia leiten und am Sonntag in Heidenheim sein Debüt feiern.

"Wir hatten einen offenen Austausch mit Daniel, nachdem Arminia Bielefeld auf ihn und auch auf uns zugekommen ist", berichtet Sportdirektor Amir Shapourzadeh. Mit der Freigabe für einen Wechsel habe der VfL dem Wunsch des 38-Jährigen entsprochen, "den wir inhaltlich für ihn persönlich nachvollziehen können". Gleichzeitig hätte der VfL "aber gerne" die im vergangenen Sommer begonnene Zusammenarbeit fortgesetzt, "sodass wir erst nach intensiver Abwägung der Gesamtsituation unter Einbeziehung von Gremienvertretern dem Wechsel zugestimmt haben", so Osnabrücks Sportdirektor.

Über die Ablösemodalitäten ist bislang noch nichts bekannt. Da sein Vertrag beim VfL aber noch bis 2023 lief, ist eine Ablösesumme fällig geworden. Diese dürfte im Bereich zwischen 300.000 und 400.000 Euro liegen, könnte sich unter bestimmten Bedingungen aber noch erhöhen.

Vergangenheit beim DSC

Dass Arminia Bielefeld sich für Scherning entschieden hat, hängt auch mit seiner DSC-Vergangenheit zusammen: Bereits zwischen 2006 und 2015 war er für die Bielefelder tätig, zunächst als Amateurspieler, dann als Scout sowie als Trainer der U23 und U19. Von 2017 bis 2021 fungierte der Fußballlehrer als Co-Trainer unter Steffen Baumgart beim SC Paderborn und stieg mit dem Klub von der 3. Liga bis in die Bundesliga auf. Dabei stand der gebürtige Paderborner auch in zwei Spielzeiten der 2. Bundesliga an der Linie und kann somit schon Erfahrung im Unterhaus aufweisen – wenn auch nicht als Chefcoach.

Den VfL Osnabrück übernahm Scherning im Sommer 2021 als seinen ersten Cheftrainer-Posten im Profifußball, spielte mit den Lila-Weißen in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg mit und wurde am Ende Sechster. Nach 45 Pflichtspielen und derzeit auf Platz zwölf stehend trennen sich die Wege nun. "Die Entscheidung ist mir wirklich alles andere als leichtgefallen", beteuert der 38-Jährige. Beim VfL habe er sich "total wohlgefühlt". Gleichzeitig biete sich ihm nun bei Arminia die Chance, "den nächsten Schritt in meiner persönlichen Entwicklung zu gehen. Für die Chance bin ich den Verantwortlichen beim VfL dankbar."

Er komme "mit großer Zuversicht" und "sehr viel Lust" zurück nach Bielefeld, wie er auf der Homepage des DSC zitiert wird. Es habe in den vergangenen Jahren immer wieder zahlreiche Kontakte zum DSC Arminia und in die Stadt gegeben, so der Ex-Profi. "Ich war immer total gerne bei Arminia. Jetzt schließt sich gewissermaßen der Kreis." Bei den Ostwestfalen, die er auf dem vorletzten Tabellenplatz übernimmt, folgt Scherning auf Uli Forte, der am Mittwoch nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen gehen musste. Einen Co-Trainer aus Osnabrück nimmt er nicht mit.

Nachfolger noch offen

Wer die Nachfolge von Scherning beim VfL Osnabrück antreten wird, ist noch offen. Shapourzadeh erklärt hierzu: "In Bezug auf die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers verfolgen wir einen klaren Plan, nehmen uns aber auch die notwendige Zeit, um die bestmögliche Entscheidung für den VfL zu treffen." Bis ein neuer Chefcoach gefunden ist, übernehmen die bisherigen Co-Trainer Tim Danneberg und Danilo de Souza und werden am Samstag auch beim Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden auf der Bank sitzen – mit einem klaren Auftrag: "Nun, nach zwei Niederlagen in Folge schnell wieder in die Erfolgsspur zu kommen", so Shapourzadeh.

   
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