Privater Vorfall: TSV 1860 löst Vertrag mit Martin Pusic auf

Aufgrund eines "Vorfalls im Privatleben" fehlte Martin Pusic dem TSV 1860 München beim Auswärtsspiel in Köln (1:2). Nun trennen sich die Wege endgültig, der bis 2021 laufende Vertrag wurde "im gegenseitigen Einvernehmen" aufgelöst, wie die Löwen am Dienstag bestätigten.

"Derzeit nicht möglich, mich auf Fußball zu konzentrieren"

Direkt am Montag suchte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel das Gespräch mit dem Stürmer, der ihm dabei mitteilte: "Aufgrund meiner privaten Situation ist es mir derzeit nicht möglich, mich auf Fußball zu konzentrieren und die Leistung zu bringen, die der Verein und die Fans sich von mir wünschen." Die Löwen machten daraufhin Nägel mit Köpfen und lösten den bis 2021 laufenden Vertrag auf. "Mit der Vertragsauflösung haben wir die für 1860 München beste Variante gewählt, denn wir brauchen stets Spieler, die mit Leib und Seele bei der Sache sind", betont Gorenzel. Pusic wünscht er für seinen weiteren Weg "alles Gute" und hofft, "dass er seine private Situation, die ihn derzeit stark belastet, gut übersteht. Denn bei allem Streben nach Punkten und Erfolg sollte immer der Mensch im Vordergrund stehen".

Nach Angaben des Vereins habe man sich mit Pusic darauf verständigt, dass er während der ursprünglichen Vertragslaufzeit für keinen anderen Verein im In- oder Ausland ohne entsprechende Abstandszahlung auflaufen könne. Genauere Hintergründe zu Pusic' privater Situation sind nicht bekannt.

Trennung nach drei Monaten

Der Österreicher, der am Freitag zurück in seine Heimat Wien gereist war, hatte erst Mitte September bei den Sechzigern unterschrieben und lief seitdem achtmal auf – ein Tor gelang ihm nicht. Nun trennen sich die Wege nach nicht mal drei Monaten wieder. "Ich wünsche dem TSV 1860 München, dem Team und ebenso den Fans alles Gute. Schade, dass ich es nicht erleben durfte, wie die Stimmung in einem ausverkauften Grünwalder Stadion ist", verabschiedet er sich.

   
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