Berzel meldet sich zu Wort: "1860 wird ein Herzensverein bleiben"

Nach drei Jahren und 80 Einsätzen endete Zeit Aaron Berzels bei 1860 München in diesem Sommer. Umziehen musste er für seinen neuen Arbeitgeber nicht. Künftig läuft der Innenverteidiger für Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München auf. Gegenüber der "Abendzeitung" sprach Berzel von seinem neuen Klub, persönlichen Ambitionen – und der andauernden Verbundenheit zu den Löwen.

Neue Aufgabe, alte Verbundenheiten

Aaron Berzel wäre gerne ein Löwe geblieben – so viel ist bekannt. "Es ist ja kein Geheimnis, dass Sechzig München und Aaron Berzel einfach gut zusammengepasst haben. Ich hatte da drei richtig geile Jahre. Der TSV 1860 wird für mich auch immer ein Herzensverein bleiben", blickt der 28-Jährige zurück. Im Sommer endete die Liaison: Aufgrund finanzieller Unsicherheiten bot 1860 dem Defensivspezialisten keinen neuen Vertrag an. Ein Umstand, der bei Berzel nicht wirklich auf Gegenliebe stieß.

Böses Blut möchte er jedoch keines erzeugen: "Ich bin lange genug im Geschäft, dass ich weiß, dass so etwas passieren kann. Natürlich hatten die Löwen zu diesem Zeitpunkt kein Budget, aber es wurde mir auch keine Perspektive aufgezeigt, dass es noch irgendwie klappen könnte." Die Beziehung zu den Sechzigern und ihren Anhängern bleibt ohnehin eine positive. Zumal Berzel längst eine neue Aufgabe gefunden hat. Bei Türkgücü München soll er als erfahrener Mann vorangehen, schielt dementsprechend auch auf das Kapitänsamt: "Die Spieler, die schon da waren, haben uns sehr gut aufgenommen. Und auch das Mannschaftsklima ist top. Jetzt gilt es natürlich, die Automatismen einzustudieren. Aber ich mache mir gar keine Sorgen." 

"Ich möchte mich nochmal verabschieden"

Das Engagement bei Türkgücü bedeutet für Berzel nicht nur ein neues, deutlich ruhigeres Umfeld, sondern im neuen Spieljahr auch Stadtderbys mit den Löwen. Plötzlich wird der gebürtige Heidelberger nicht mehr mit Freunden wie Sascha Mölders zusammenspielen, sondern gegen sie verteidigen. Ein Problem sei das nicht. Im Gegenteil: Berzel freut sich auf das Wiedersehen. "Ich möchte mich gerne nochmal von allen Leuten verabschieden und mich für die drei gemeinsamen Jahre bedanken. Ich denke, das haben die Fans verdient – und ich auch." 

   
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