KFC Uerdingen bricht Trainingslager in Italien ab

Aufgrund der schlechten Platzbedingungen zieht der KFC Uerdingen die Notbremse und bricht sein Trainingslager in Italien ab – einen entsprechenden Bericht der "Westdeutschen Zeitung" bestätigte der KFC am Vormittag. Demnach wird die Mannschaft bereits am Dienstagabend zurück nach Deutschland fliegen und die Vorbereitung ab Mittwoch im niederländischen Venlo fortsetzen.

Platz kaum bespielbar

Hart, sandig und viele kleine Unebenheiten: Die Bedingungen, die der KFC Uerdingen auf dem Rasenplatz im "Stadio Communale" im italienischen Ort Gavorrano am Montag vorgefunden hat, waren alles andere als optimal. Entsprechend groß war der Frust bei den Spielern: "Was für ein Platz. Wir sind doch keine A-Jugend oder ein Kreisligist", schimpfte Selim Gündüz. Nach Angaben des Vereins soll der Platz durch starke Regenfälle im November und den aktuellen nächtlichen Minustemperaturen "zu sehr gelitten" haben. Trotz intensiver Bemühungen sei es dem  Greenkeeper nicht möglich gewesen, den Rasen in einen "trainingstauglichen Zustand" zu bringen, heißt es weiter.

Direkt nach der ersten Einheit haben sich Manager Stefan Effenberg, Teamchef Stefan Reisinger, Trainer Daniel Steuernagel und der Mannschaftsrat in einer Art Krisensitzung zusammengefunden haben. Anschließend hatte sich Effenberg auf die Suche nach einer Lösung gemacht – allerdings ohne Erfolg. In der Nacht von Montag auf Dienstag fiel daher die Entscheidung, das Trainingslager in Italien nach nur zwei Tagen wieder abzubrechen. "Es ist extrem schade", äußert sich Geschäftsführer Niko Weinhart. "Wir werden nun aber an einem anderen Ort wieder angreifen und uns für die Rückrunde professionell vorbereiten." Dabei wollten die Krefelder eigentlich noch bis zum kommenden Dienstag in der Toskana bleiben.

KFC zieht es nach Venlo

Doch ohne einen vernünftigen Rasenplatz ist eine seriöse Vorbereitung kaum möglich – und eine alternative Anlage in der Region um Gavorrano fand Effenberg scheinbar nicht. Und so geht es nun vorzeitig zurück nach Deutschland. In den nächsten Tagen wird der KFC im niederländischen Venlo trainieren und dort sein Trainingslager abhalten. Wie lange sich der ambitionierte Klub dort aufhalten wird, ist bisher nicht bekannt. Dafür kündigte der KFC zwei Testspiele gegen namhafte Gegner an.

An ein Training in der heimischen Grotenburg ist derzeit dagegen kaum zu denken. Der Platz ist aufgrund starker Regenfälle in den letzten Wochen nicht bespielbar, sodass der KFC zuletzt immer wieder auf andere Plätze in der Nachbarschaft ausweichen musste. Das war auch der Grund, warum es die Krefelder nach Italien zog. Jedoch waren die Bedingungen in Gavorrano scheinbar noch schlechter als in der Grotenburg. Während 18 der 20 Drittligisten entweder nach Spanien/Portugal oder in die Türkei reisten und dort beste Platzbedingungen vorfanden, müssen die Uerdinger nun kurzfristig umplanen und verlieren dadurch wertvolle Zeit. Keine optimale Situation im Hinblick auf die restliche Saison. 

 
  • Wuddz

    ….sehr despektierlich diese Aussage, auch Kreisligisten und A-Jugendliche haben einen Anspruch auf gepflegte Rasenplätze… wer ist dann für die Planung für das Trainingslager verantwortlich…wer auf einen Acker ein gepflegtes Kurzpassspiel beherrscht, der ist sicherlich für höheres berufen…

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