Frust beim KFC: Schlechte Platzbedingungen in Italien

Während die meisten Drittligisten für ihr Trainingslager nach Spanien oder in die Türkei gereist sind, weilt der KFC Uerdingen seit Sonntag in Italien. Allerdings sind die Trainingsbedingungen alles andere als optimal, was für Frust bei den Spielern sorgt. Teamchef Stefan Reisinger ist derweil noch aus einem anderen Grund bedient.

Krisensitzung nach erster Einheit

“Was für ein Platz. Wir sind doch keine A-Jugend oder ein Kreisligist". Selim Gündüz war einem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge mächtig sauer, als er verletzt vom Platz musste. Denn so schön die Landschaft in der Toskana auch sein mag: Die Bedingungen, die der KFC Uerdingen im "Stadio Comunale" in Gavorrano vorfindet, sind miserabel. Hart, sandig und viele kleine Unebenheiten – so beschreibt die "Westdeutsche Zeitung" den Zustand des Rasens.

Direkt im Anschluss an die Einheit sollen sich Manager Stefan Effenberg, Teamchef Stefan Reisinger, Trainer Daniel Steuernagel und der Mannschaftsrat in einer Art Krisensitzung zusammengefunden haben. Anschließend habe sich Effenberg auf die Suche nach einer Lösung gemacht, heißt es. Ob der KFC weitere Einheiten im "Stadio Comunale" absolvieren wird? Fraglich. Besonders bitter: Der KFC war eigentlich ins Trainingslager gefahren, um unter besseren Bedingungen trainieren zu können als in der heimischen Grotenburg. Das Gegenteil war am Montag der Fall.

Nicht alle fit

Reisinger war zudem noch aufgrund einer anderen Tatsache nicht erfreut. Offenbar sind einige Akteure ihrem individuellen Trainingsplan in der Winterpause nicht ausreichend nachgekommen. "Darüber bin ich enttäuscht, das ist höchst unprofessionell", schimpft Reisinger in der "Rheinischen Post" und stellt klar: "Das geht natürlich nicht, deshalb haben wir das auch sanktioniert. Wir wollen erfolgreich arbeiten, da ist die Fitness eine Grundvoraussetzung."

Was den Teamchef ebenfalls nicht erfreute: Mit Franck Evina, Osayamen Osawe, Tom Boere, Jan Kirchhoff und Manuel Konrad verpassten gleich fünf Spieler die erste Trainingswoche verletzungsbedingt.

Mohammad ohne Zukunft

Khalil Mohammad ist unterdessen gar nicht erst mit nach Italien gereist. Der 27-jährige Mittelfeldspieler spielt schon seit dem vergangenen Sommer keine Rolle mehr und soll sich nun nach einem neuen Verein umschauen. Seit seinem Wechsel zum KFC vor eineinhalb Jahren kam Mohammad nur dreimal zum Einsatz, in dieser Saison stand er keines einziges Mal im Kader. Sein Vertrag läuft noch bis zum Saisonende. Klar ist aber: Eine Perspektive hat er beim KFC Uerdingen nicht mehr.

 
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