Bericht: Carl Zeiss Jena will wegen Pyro-Strafen vor Gericht ziehen

24.900 Euro soll der FC Carl Zeiss Jena für die Vorfälle in den Heimspielen gegen Sonnenhof Großaspach und Union Berlin (DFB-Pokal) vor einem Jahr zahlen. Doch der Verein wehrt sich – und will sogar bis vor ein ordentliches Gericht ziehen.

Schiedsgericht als letzte DFB-Instanz

Erst am Montag wurde der FCC mit 8.150 Euro zur Kasse gebeten, nachdem FCC-Anhänger bei der Partie gegen 1860 München am 18. Mai bengalische Feuer und Raketen gezündet hatten. Rechtskräftig war das Urteil zunächst nicht, ohnehin befinden sich die Thüringer mit dem DFB derzeit in einem Rechtsstreit.

Weil der Klub eine Summe von 24.900 Euro aus dem Vorjahr nicht zahlen will, klagte er sich bereits durch alle Instanzen. Nun geht es vor das Ständige Schiedsgericht – die letzte Instanz auf DFB-Ebene. Lehnt der Verband auch dort den Einspruch des FCC ab, will Carl Zeiss nach "Bild"-Angaben vor ein ordentliches Gericht ziehen. Diesen Weg ist bisher noch kein Verein aufgrund von Pyro-Strafen gegangen.

"Keine Strafe ohne Schuld"

Geschäftsführer Chris Förster geht es dabei um den Grundsatz "Keine Strafe ohne Schuld". Demnach müsse ein eigenes Verschulden vorliegen, um für das Abbrennen von Pyrotechnik durch die eigenen Fans zu einer Strafe verurteilt zu werden.

"Der DFB möchte uns für einen Vorfall bestrafen, den Personen in unserer Veranstaltungsstätte verursacht haben. Wie üblich haben wir alles in unserer Macht stehende getan, um das Abbrennen von Pyrotechnik zu verhindern, hatten jedoch keine Möglichkeit, dieses Fehlverhalten zu unterbinden", hatte der FCC-Geschäftsführer bereits im Herbst letzten Jahres begründet. Ausgang offen. Insgesamt wurde Jena in der vergangenen Saison zu einer Strafe in Höhe von 66.310 Euro verurteilt und belegt damit den zweiten Platz in der Strafentabelle.

   
Back to top button