Bericht: Biankadi weiterhin vom Karlsruher SC umworben

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Bereits Ende Mai war das Interesse des Karlsruher SC an Merveille Biankadi vom F.C. Hansa Rostock bekannt geworden, zuletzt wurde es um einen möglichen Transfer jedoch ruhiger. Doch wie die "Badischen Neusten Nachrichten" am Montag melden, buhlt der KSC nach wie vor um den 24-Jährigen. Knackpunkt ist aber die Ablösesumme.

Hansa fordert offenbar 550.000 Euro

Mit zehn Toren und fünf Vorlagen gehörte Biankadi in der vergangenen Saison nicht nur zu den absoluten Leistungsträgern beim F.C. Hansa, sondern war hinter Cebio Soukou zudem zweitbester Scorer. Entsprechend ist das Interesse des Karlsruher SC am pfeilschnellen Flügelspieler nicht überraschend, Gespräche zwischen beiden Vereinen sollen laufen.

Dabei sitzt der F.C. Hansa allerdings am längeren Hebel, steht Biankadi doch noch bis 2020 unter Vertrag – entsprechend müsste der Zweitliga-Aufsteiger Geld auf den Tisch legen. Im Raum steht angeblich eine Summe von 550.000 Euro, die Rostock derzeit aufruft. Offenbar zu viel für den KSC. Bei "transfermarkt.de" wird der 24-Jährige mit einem Wert von 375.000 Euro taxiert. Gegenüber den "Norddeutschen Neusten Nachrichten" (NNN) erklärt Sportvorstand Martin Pieckenhagen den Flügelspieler für "unverkäuflich" und stellt klar: "Wir haben doch mehr davon, wenn er in der neuen Saison für uns eine Menge Tore schießt." Eine offizielle Anfrage soll laut Pieckenhagen noch nicht vorliegen.

Poker läuft

Dennoch dürfte der Poker weitergehen, zumal bis zum Ende der Transferperiode am 2. September noch reichlich Zeit ist. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass sich beide Vereine in den nächsten Wochen aufeinander zu bewegen werden. Die Frage ist dabei auch: Was will Biankadi?

Abgeneigt sein dürfte der 24-Jährige nicht, stellt in den "NNN" aber auch klar: "Ich bin zufrieden hier und habe Spaß mit den Jungs. Außerdem habe ich noch einen Vertrag." Beim KSC müsste er sich zudem gegen Marc Lorenz durchsetzen, während er bei Hansa definitiv gesetzt ist. "Ich gehe jetzt nicht alle drei Tage in das Büro von Herrn Pieckenhagen, um einem Wechsel zu forcieren", so Biankadi. "Mein Beraterteam macht das auch nicht. Dazu fühle ich mich zu wohl hier. Letztlich muss man sehen, was passiert." Knüpft er an die starke Vorsaison an, dürften die Vereine im kommenden Sommer Schlange stehen.

   

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