Bericht: Kaiserslautern schuldet Großaspach 120.000 Euro

Das Insolvenzverfahren beim 1. FC Kaiserslautern wirkt sich nicht nur auf Geldgeber, sondern auch auf andere Vereine aus. Bei der SG Sonnenhof Großaspach sollen die Roten Teufel einem "Bild"-Bericht zufolge noch mit 120.000 Euro in der Schuld stehen.

Zwei Raten für Hercher-Transfer stehen aus

Hintergrund ist Transfer von Philipp Hercher, der im Sommer 2019 vom Dorfklub auf den Betzenberg gewechselt war. Bei der Ablösesumme verständigten sich beide Klubs auf 175.000 Euro, die der FCK offenbar in drei Raten zahlen konnte. Bislang soll jedoch nur die erste Rate in Höhe von rund 58.000 Euro geflossen sein, auf die übrigen knapp 125.000 Euro wartet die SG Sonnenhof demnach noch.

Laut der "Bild" soll der Drittliga-Absteiger bereits den DFB eingeschaltet haben. Doch die Chancen, dass Großaspach die ausstehende Zahlung erhalten wird, dürften eher gering sein. Aufgrund des Insolvenzverfahrens reiht sich der Dorfklub – genau wie beispielsweise auch alle Dauerkarten-Inhaber – in die lange Liste der rund 18.000 Gläubiger ein und wird am Ende des Verfahrens wohl nur einen geringen Teil der noch ausstehenden Summe erhalten. Und eine Bevorzugung einzelner Gläubiger scheint rechtlich ausgeschlossen zu sein.

Carl Zeiss Jena wohl nicht betroffen

Ein ähnlicher Fall wurde zuletzt auch in Bezug auf den FC Carl Zeiss Jena bekannt, der noch auf 100.000 Euro für den Transfer von Timmy Thiele wartet, bekannt. Doch da die Profiabteilung bei Thieles Wechsel zum FCK vor zwei Jahren noch nicht in die erst im Herbst 2018 gegründete und nun von der Insolvenz betroffene 1. FC Kaiserslautern GmbH Co. KGaA ausgegliedert war, wurde der Transfervertrag seinerseits mit dem 1. FC Kaiserslautern e.V. geschlossen, wie FCC-Geschäftsführer Chris Förster gegenüber der "Ostthüringer Zeitung" bestätigt.

Beide Klubs sollen sich laut Förster auf einen Zahlungsplan über diese Saison geeinigt haben. Bei Hercher dürfte die Lage anders aussehen, denn zum Zeitpunkt des Transfers im Sommer vor einem Jahr gehörte die Profiabteilung bereits zur GmbH Co. KGaA.

   
  • Libero

    Um mal etwas mehr Sachlichkeit und Fakten in die Diskussion
    zu bringen: die Rechtslage im Insolvenzverfahren ist eindeutig so, dass man
    alle Gläubiger von Forderungen, die vor dem Insolvenzfall entstanden sind,
    gleich behandeln muss. Darüber wachen der Insolvenzverwalter und im Zweifel die
    Gerichte.
    Der 1.FC Kaiserslautern darf derzeit also nicht die ausstehenden Raten an Großaspach
    in voller Höhe zahlen, so ärgerlich und unfair das viele (inklusive mir selbst)
    auch empfinden.

    Was aber möglich ist: nach Ende des Planinsolvenzverfahrens
    und Fortführung des Geschäftsbetriebs bei einer Sanierung ist die 1.FCK GmbH
    frei, zu handeln wie jedes normale Wirtschaftsunternehmen und kann dabei
    durchaus auch Großaspach eine Zuwendung in Höhe der ausstehenden Raten für
    Hercher zukommen lassen. Man muss es nur anders deklarieren, z.B. könnte man ein
    Freundschaftsspiel in Großaspach vereinbaren und der 1.FCK beteiligt sich über
    die normale Summe hinaus mit den noch offenen 125.000 € oder so etwas ähnliches…

    In meiner Firma gab es vor ein paar Jahren einen vergleichbaren
    Fall. Die Firma ging kurzfristig in die Planinsolvenz und durfte dann noch
    nicht mal mehr ihren Mitarbeitern die offenen Reisekosten für Dienstreisen erstatten, wofür wir Mitarbeiter
    in Vorleistung gegangen waren.
    Das fanden viele sehr ungerecht und die Geschäftsleitung hat darauf gesagt:
    rechtlich war es nicht möglich, im laufenden Insolvenzverfahren die Reisekosten
    zu erstatten, aber man wolle danach eine faire Regelung für die Mitarbeiter
    finden. Das geschah dann auch ca. ein halbes Jahr später in Form einer Treueprämie,
    die jeder Betroffene in Höhe der offenen Reisekostenvorauszahlungen bekommen
    hat.

    Im vorliegenden Fall mit der Ablösesumme für Hercher
    plädiere ich für eine ähnliche Lösung, dass der 1.FCK nach Ende des
    Insolvenzverfahrens Großaspach für die entstandene Ungerechtigkeit entschädigt.

    Das schreibe ich als Fan und Vereinsmitglied des 1.FC Kaiserslautern und werde
    mich für eine solche Lösung im Sinne des sportlichen Fairplay zwischen den
    Vereinen einsetzen

  • Detlef Heins

    verschuldet ohne Ende, Spieler holen auch ohne Ende
    Wie passt das zusammen? Ja ich weiß Corona Schlupfloch
    dfb Lieblingskind, da kann man schon mal über einiges hinwegsehen….
    Neuanfang in Kreisklasse wäre der richtige Weg

  • Zorn Gottes

    An alle die es nicht so ganz verstehen. Es tut mir ja sehr sehr leid, aber selbst mit dem Punkteabzug wäre Lautern nicht abgestiegen.

    • JR910

      Sportlich und rechnerisch ist das richtig.
      Ich hatte immer große Achtung vor den ,, Roten Teufeln" und dem Betzenberg.
      Was jetzt durch DFB und eure Vereinsführung veranstaltet wird ist an Verachtung nicht zu überbieten.
      Hinzu kommt die Arroganz einiger eurer Fans. Diese haben kein Rückrat, keine Ehre und schon gar kein Schamgefühl.
      Euer Verein ist gerade dabei sich jeglichem Respekt zu zerstören.
      Daran ist aber nicht Corona schuld!

  • Schmitti

    Das schlimme in meinen Augen ist nicht, das Lautern Insolvenz angemeldet hat. Das schlimme ist, das die Millionen einnehmen, die sie einfach wieder in eine neue Mannschaft investieren, statt damit Forderungen der Gläubiger zu bedienen. Das ist moralisch höchst verwerflich, selbst wenn das rechtlich korrekt sein sollte. Das der DFB diesem Gebaren noch Tür und Tor geöffnet hat, indem der Punktabzug ausgesetzt wurde, das setzt dem ganzen die Krone auf. Klar, Corona hat allen Vereinen zugesetzt. Aber Lautern ist ja nicht erst seit Corona Pleite, sondern die leben schon seit Jahren über ihre Verhältnisse. Hätte das Land RP mit Beck nicht jahrelang die Hand über den Verein gehalten, es darf bezweifelt werden, ob Lautern heute überhaupt noch 3. Liga wäre.
    Ich bin grundsätzlich Fan von Ttraditionsvereinen. Aber trozdem (oder gerade deshalb) hoffe ich, das Lautern scheitern wird. Allein schon, damit dieses Handeln keine Nachahmer findet.

  • flierfy

    Wilhelmshaven musste einst wegen dem Nichtzahlen einer Ablösesumme zwangsabsteigen. Wenn man den gleichen Massstab hier anlegt, müsste Kaiserslautern mal mindestens mit einen Transfer-Bann belegt werden. Aber wie ich vermute, sind einige Vereine gleicher als andere, und es wird nichts weiter passieren.

    • Sterneneisen

      Mal abgesehen davon, dass ein himmelweiter Unterschied zwischen einer Weigerung, die Ablöse zu bezahlen, und einem Insolvenzverfahren, d. h. Zahlungsunfähigkeit, besteht: Der Zwangsabstieg vom SV Wilhelmshaven war nicht rechtens. Demzufolge muss man auch nicht den DFB sinnfrei an falscher Stelle kritisieren. Viel mehr sind es die unsinnigen Regeln, die mit der Aussetzung des Punkteabzugs noch unsinniger wurden.

  • Fat Tony

    Das ist die Zukunft des Fußballs in Deutschland. Es wird alle Vereine treffen, die nach jahrelangem Saus und Braus in der DFL dann in der 3. Liga am Hungertuch des DFB nagen müssen. Statt sich auf Drittliga-Niveau zu begeben, wird versucht mit Zweitliga-Mitteln den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen, notfalls auf Pump.
    Da sollte der DFB bei Einreichung der Lizenz-Unterlagen viel genauer hinschauen und mehr Sicherheiten verlangen.

    • Detlef Heins

      Zustimmung nur sind nicht alle vor dem dfb gleich
      FCK wird schon fürsorglich behandelt, warum auch immer…………

  • Falk Schmiedeknecht

    Ich möchte hiermit in aller Form alle Hansa-Fans um Nachsicht bitten, dass ich die finanziellen Aktivitäten ihres Vereins gestern auch nur in die Nähe von K’lautern geschrieben habe.
    Ich habe offensichtlich, ich saachmal, Labskaus mit etwas verglichen, was optisch vielleicht ähnlich, aber genau am anderen Ende des Ernährungsprozesses entsteht.

    Mea Culpa.

  • Mark Twert

    Ich kenn mich da ja nicht so aus, aber könnten Jena, Großaspach und andere Gläubiger auf Grund bestehender Verträge nicht einen Gerichtsvollzieher nach Lautern schicken, das Geld aus den Verkaufserlösen von Pick & Co. pfänden und wenn nichts zu holen ist wird der Saftladen dicht gemacht. Die tanzen doch der Gerechtigkeit auf der Nase rum.

    • Günther1987

      Die Gerechtigkeit kommt wenn sie wegen einem Tor nicht Aufsteigen

    • Friedrich Herschel

      Um genau das, dass alle Gläubiger Gerichtsvollzieher behelligen etc. zu vermeiden gibt es Insolvenzverfahren.

    • Michael Vogel

      Jena hat den Transfervertrag für Thiele noch mit dem eV abgeschlossen, nicht mit der insolventen
      KGaA und soll das Geld jetzt bekommen, angeblich wurde Ratenzahlung vereinbart (kein Scherz)

  • Lauter’er

    Selber Schuld, wer kann der hat…

    • MD’ler

      Ekliger Verein, Pfui…

      • 1recherchieren2reden

        Der Nutzer ist offensichtlich kein Lautern Fan sondern versucht offensichtlich zu provozieren. Das merkt man nicht nur an seinen Aussagen sondern auch daran, dass kein FCK Fan sich freiwillig "Lauter’er" nennen würde, da uns das selbst auf die Nerven geht. In unserem Dialekt heißt es schlichtweg "Lautrer". Also lasst euch nicht von Internet Rambos provozieren, wobei ich auch unter jedem Lautern Beitrag die selben Anhänger anderer Vereine wiederfinde, deren einzige Aufgabe es zu sein scheint, gegen den FCK zu schießen ohne dabei zu recherchieren.

        Abschließend noch ein Wort zum Autor Julian Koch. Ich lese sehr gerne Artikel zum FCK und freue mich auch über die Häufigkeit. In letzter Zeit sind jedoch einige Recherchefehler aufgekommen. Bitte bei Unsicherheiten lieber erstmal abwarten. Ist in keinster Weise böse gemeint. Gruß 🙂

      • Tobi

        Ich finde es durchaus lobenswert und auch nachvollziehbar, dass Sie eine Lanze für Ihren Verein brechen. Allerdings erschließt sich mir gerade nicht, woher die Sympathiekundgebungen für Kaiserslautern kommen sollten bei diesen zweifelhaften Machenschaften. Ja ich weiß alles legal und abgesegnet, aber meinen Sie nicht auch dass ordentlich und seriös wirtschaftende Vereine oder deren Anhänger dies etwas anders, auch unter dem Aspekt der Wettbewerbsverzerrung sehen? Ich lasse mich da gern belehren, aber wenn ich persönlich keine finanziellen Mittel und Schulden habe, kann ich kein Geld zum Fenster rauswerfen oder zum persönlichen Vorteil verwenden. Ja doch kann ich natürlich, aber das müssen andere nicht so gut finden wie ich selber.

      • Pupi

        Ungleichbehandlung
        der Gläubiger ist per Gesetz verboten. Der FCK darf Großaspach mit
        dieser Forderung nicht anders behandeln als Quattrex mit Forderungen in
        Millionenhöhe. Auch wenn es mir beim Dorfklub mehr wehtut als beim
        Kredithai. So ist das leider in einem Insolvenzverfahren, jeder kriegt
        prozentual gleich viel, daran ändert auch ein Punktabzug nix.

        Das ist schon mal der erste Aspekt dahinter. Der zweite:

        Auch hinterm FCK stehen Arbeitsplätze, die es über das Insolvenzrecht zu sichern gilt. Wenn der FCK verschwindet, verschwinden Arbeitsplätze in der Region, ein Stadion steht leer und auf die Stadt kommen noch mehr Kosten zu, als das sowieso schon der Fall ist. Fakt ist auch, der FCK ist zum Aufsteigen verdammt um mit diesem Betonklotz am Bein wirtschaftlich zu gesunden. Das wissen die Gläubiger, das wissen die Investoren, das weiß eigentlich jeder der sich mit der Materie befasst hat. Das Geld, das jetzt ausgegeben wird, ist das von Investoren, die das Geld nur geben, weil sie wissen, dass es nicht für den Schuldenschnitt herhalten muss. Ohne Schuldenschnitt hat der FCK also gar nichts und Großaspach (und all die anderen) geht genauso leer aus.

        Der dritte:

        Eine Insolvenz ist nicht forcierbar – sowohl die vorsätzliche Herbeiführung, als auch die Verschleppung einer Insolvenz sind Straftaten. Der FCK wäre in Liga 3 früher oder später in die Insolvenz gegangen, ob mit oder ohne Punktabzug. Corona hat das ganze nun eben nach vorne gezogen. Wäre der Verdacht da, würde die Staatsanwaltschaft jetzt bereits ermitteln. Von daher kann man sicher sein, dass sich hier alles im Rahmen des Legalen bewegt.

        Also bitte. Es ist schlecht für alle Beteiligten und der FCK geht hier auch nur mit einem blauen Auge raus. Aber diese Insolvenz war alternativlos und der FCK ist nicht wirklich dafür zu belangen, dass er jetzt versucht das beste hier rauszuholen indem er als Unternehmen den wirtschaftlich sinnvollsten Weg geht.

        Oder was wäre dein Vorschlag an dieser Stelle?

      • Tobi

        Das klingt jetzt sicher hart, aber ich bin der Meinung dass Kaiserslautern in dieser 3.Liga nichts mehr zu suchen hat u.a. auch auf Grund des wirtschaftlichen Missmanagements. Es ist unbestreitbar so dass Arbeitsplätze anhängig sind aber in dieser 3.Liga haben viele Vereine dasselbe Problem, sprich das finanzielle Überleben.
        Es stört mich dass Schommers u.a. von tollen wirtschaftlichen Möglichkeiten spricht, dass der FCK unverfroren bei anderen Vereinen wildert und Spieler verpflichten will die eben auch bezahlt werden müssen (z.B. unseren Terrence Boyd). Man macht weiter und Merk & Co klopfen irgendwelche Sprüche. Da rede ich jetzt mal nicht von den hier avisierten Ausständen ggü. anderen Vereinen denen das Wasser bis zum Hals steht.
        1recherchieren2reden hat hier zwar auf die Traditionsvereine verwiesen aber dieser Punkt hin oder her hat meiner Ansicht nach überhaupt keine primäre Bedeutung.
        Die fiktive Vorstellung, alle Vereine wirtschaften oder agieren auf gleicher Basis wie Kaiserslautern verursacht großes Unbehagen.

      • Pupi

        Dann vermischst du aber Dinge. Das hat dann nichts mit der Insolvenz zu tun, sondern damit, dass Investoren hier Geld reinpumpen. Dann darfst du diesen Maßstab bei jedem Verein anwenden, der Investorengelder nimmt.

      • muschaka

        Der Fehler war doch schon die Verpflichtung der Spieler, die man sich ganz offensichtlich nicht leisten kann. Es ist doch nun schon seit mehreren Jahren bekannt, dass die 3.Liga ein finanzielles Loch ist und trotzdem war man nach dem Abstieg noch bereit Ablösesummen auf den Tisch zu legen.

      • Pupi

        Der Aufstieg ist wirtschaftlich leider die einzige Chance für den FCK, ansonsten ist das FWS nicht finanzierbar. Natürlich wurde in den 10 Jahren zuvor extremes Missmanagement betrieben, das steht außer Frage. Natürlich wurde hier viel zu oft bereits in Liga 2 alles auf eine Karte gesetzt. Die, die daran Schuld tragen sind über alle Berge, dafür kann der FCK in seiner jetzigen Form tatsächlich wenig.

        Keiner der Verantwortlichen, die den FCK in die Insolvenz geführt haben ist mehr da. Glaub mir, denen würde ich gerne das selbe sagen, was so mancher User hier von sich gibt.

      • Philipp Schramm

        Das mag richtig sein, das die Verantwortlichen längst über alle Berge sind. Der Unterschied zwischen K’lautern und anderen Vereinen, die ebenfalls Insolvenz beantragen mussten, sind diese allesamt mit Punktabzug, Lizenzverweigerung oder gar Zwangsabstieg belegt worden.
        K’lautern hat jetzt einfach die Gunst der Stunde genutzt, weil sie jetzt eben weder Punktabzug, Lizenverweigerung oder Zwangsabstieg zu befürchten haben.
        Das ist das, was viele hier ziemlich sauer aufstößt, das K’lautern sich "sanieren" kann, ohne irgendwas befürchten zu müssen.
        Ich wage es sogar zu behaupten, wenn Corona nicht wäre, hätte der FCK auch kein Insolvenzverfahren eröffnet.
        Und ich bin der gleichen Meinung, wie @Tobi . Wenn man als Verein insolvent ist, dann kann und sollten man nicht noch Ablösesummen für Spieler von anderen Vereinen zahlen wollen. Zumal besagter Terrence Boyd wohl eher in Halle bleiben möchte, als wechseln zu wollen. Nicht umsonst hat er sich selbst mit dem Willen einer vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Halle ins Gespräch gebracht. Erst im Anschluß hat Ralf Heskamp die Verhandlungen mit Boyd bestätigt.

      • 1recherchieren2reden

        Hallo Tobi,
        natürlich verstehe ich den Unmut, allerdings sehe ich eben auch, dass ein Großteil davon durch die Medien geprägt wird. Ich bin ein großer Anhänger von Traditionsvereinen und war daher auch um Jena besorgt als ich erstmals davon gehört hatte. Allerdings darf lautern sich nicht aussuchen welche Gläubiger sie bezahlen. Da sich bisher aber kein einziger Verein selbst an die Öffentlichkeit gewendet hat, zeigt doch dass der FCK scheinbar bemüht ist diesen Vereinen bestmöglich entgegen zu kommen. Öffentlich kommunizieren darf man das ganze aus oben genannten Gründen übrigens nicht. Heißt aber auch Leidtragender ist erneut vor allem Quattrex. Ich persönlich bin kein Fan dieses Unternehmens, da können Sie gerne selbst mal recherchieren und sich Ihre Meinung bilden. Aus deren Sicht kann ich aber verstehen, dass man nicht besonders angetan ist. Aus Sicht unbeteiligter Fans frage ich mich dennoch warum das Thema gerade so im Fokus steht. Wäre es euch lieber wir hätten einen Mäzen der für die Schulden aufkommt? Vor Jahren standen solche Klubs noch in der Kritik. Ich habe gemeinsam mit den Löwen gegen ihren gesungen. Jetzt sind wir der gehasste Verein der Nation weil wir ein Kreditunternehmen nicht ausbezahlen? Faktisch hat kein Verein der dritten Liga in den letzten Jahren ein insgesamt so hohes Transferplus zu verzeichnen wie der FCK. Selbst wenn man das ganze im Verhältnis zum jährlichen Etat sieht. Mit einem Mäzen könnte der Klub also weitaus mehr investieren und die Angebote waren da. Überall liest man, dass andere Klubs finanzlöcher durch ihren Mäzen ausgleichen. Keinem einzigen dieser Klubs gönne ich eine Abhängigkeit von einem Investor, im Gegenteil allen Traditionsklubs wünsche ich schnelle rehabilitation. Ich persönlich sehe jedoch nicht warum sich andere Fans so angegriffen fühlen wenn wir diesem Unternehmen Geld Schulden. Der Wettbewerb wäre mit einem Mäzen weitaus verzerter und das was beim FCK gerade durchgemacht wird ist sicherlich kein Zuckerschlecken.

        Ich bin niemand der alles bejaht und Leute die mich kennen würde das gerade doppelt unterstreichen. Allerdings bin ich mir sicher, dass falls corona bleibt, bald mehrere Vereine solche wege einschlagen müssen. Ich fände es sehr schade wenn die Entwicklung vermeintlicher Partien einer Brause Firma gegen eine Suchmaschine/Paketlieferant oder sonstiges durch den Virus beschleunigt wird.

      • liga3-online.de

        Wenn Dir Fehler auffallen, darfst du uns diese gerne mitteilen – entweder hier, oder per Mail. Dann können wir umgehend darauf reagieren.

    • Günther1987

      Willst das jetzt unter jeden artikel knallen????
      Wegen Fans wie Ihnen, bekommen dann normale FCK Fans Probleme

      Kenne genug die das alles was zurzeit auf dem berg passiert nicht gut heissen.

    • Michael

      Ihr habt nix und ihr könnt nix. Und wert seid ihr schon dreimal nix.

    • Tobi

      Ihrer zweifelhaften Ausführung folgend, sind Sie ein Spiegelbild ihres Vereins… arrogant und überheblich.

  • Günther1987

    Jena und der Sonnenhof gingen auf den Teufel zu und sind leider in der Hölle gelandet.
    Sollte ein Warnschuss an alle anderen Vereine sein mit dem FCK keine Ratenzahlung zu vereinbaren.
    Wenn die Investoren Ihre kohle nicht bekommen ist das das Risiko das sie eingehen aber wenn Vereine diese nicht bekommen ist das meiner Meinung nach eine Sauerei, man hat Jena und Aspach gute spieler weggenommen, beide Teams sind abgestiegen und jetzt zahlt man nicht einmal die ausstehenden Raten.

    Das aller schlimmste ist das man Thiele aus Jena kauft der nichtmal bezahlt ist und man diesen schon wieder weiterverkauft hat.

  • Michael Vogel

    Tja, Millionen für die Transfers von Grill, Pick und Kühlwetter erhalten, aber die Gläubiger bedienen ist für die Hinterpfälzer trotzdem keine Option. Die vom DFB geschaffene Lex-Kaiserslautern macht es möglich.

    • Olaf H.

      Asoziales Verhalten! Mochte den Verein noch nie besonders, ab jetzt ist er auf meiner roten Liste!

      • Pupi

        Das H. scheint jedenfalls nicht für hell zu stehen. Ungleichbehandlung der Gläubiger ist per Gesetz verboten. Der FCK darf Großaspach mit dieser Forderung nicht anders behandeln als Quattrex mit Forderungen in Millionenhöhe. Auch wenn es mir beim Dorfklub mehr wehtut als beim Kredithai. So ist das leider in einem Insolvenzverfahren, jeder kriegt prozentual gleich viel, daran ändert auch ein Punktabzug nix.

      • Olaf H.

        Das H. steht für, ach lassen wir das.

        Mir geht es nicht um eine Ungleichbehandlung, auch sind mir Jena wie Aspach egal.

        In allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens empfinde ich "solch" eine Art von Insolvenz als asozial. Persönlich halte ich es nach dem Motto, "Wer Schulden macht muss sie begleichen oder dafür gerade stehen".

        Der FCK macht dies nicht! Auch wenn das alles gesetzlich, vom DFB abgesegnet und legitim ist, Es bleibt moralisch verwerflich.

        Und am verwerflichsten finde ich es, direkt nach Einleitung der Insolvenz "groß" aufzurüsten. Ich zeige auf niemandem mit dem Finger, möchte nur das man darüber mal nachdenkt. Wenn mein Verein dies machen würde, ich wäre mehr wie enttäuscht und sauer.

      • Pupi

        Ich frage es auch hier nochmal: Soll der FCK jetzt aus Solidarität diese Saison nur Spieler abgeben und dann absteigen? Ist dein Verständnis von Fairness erst dann erfüllt, wenn der Verein abgemeldet werden kann und die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle für immer heim fahren dürfen?

        Der FCK bekommt nur neues Geld zum Ausgeben, wenn der Schuldenschnitt steht. Steht der nicht, ist auch kein Geld da. Also gehen alle leer aus, ist das dann die Fairness?

        Ich verstehe deinen Ansatz. Wir reden hier aber von einem Unternehmen. Die Insolvenz ist eine alternativlose Maßnahme, die weder verschleppt noch vorsätzlich herbeigeführt werden darf. Die Leute die über Jahre Misswirtschaft betrieben haben sind längst über alle Berge, ja arbeiten sogar selbst beim DFB mittlerweile. Diese Insolvenzkiste funktioniert so auch nur weil Investoren da sind, die danach den Spielbetrieb finanzieren und natürlich wollen die dann ihr Invest maximieren. Mit diesem Stadion kannst du nicht in Liga 3 bleiben, das ist nicht finanzierbar.

      • Michael Vogel

        Pupi, ohne Corona hätte es keine Planinsolvenz und keinen Schuldenschnitt gegeben. 9 Punkte Abzug hätte der FCK niemals in Kauf genommen.

      • Pupi

        Wenn du dem FCK bzw dessen Verantwortlichen tatsächlich die Straftat der Insolvenzverschleppung öffentlich vorwerfen willst, dann sollte das glaube ich stichhaltiger begründet werden.

        Falsche Verdächtigung ist nach §164 StGB übrigens auch nicht ganz ohne, von daher sollte man aufpassen, was man genau von sich gibt.

        Jedenfalls sucht man sich eine Insolvenz nicht aus. Ist ein Ende der Zahlungsfähigkeit absehbar (andersherum: droht die Zahlungsunfähigkeit!), so ist ein entsprechender Insolvenzantrag zu stellen. Das sucht man sich nicht einfach aus.

      • Sterneneisen

        Stichhaltig begründen muss er hier gar nichts – wir sind hier nicht vor Gericht, sondern in einem Forum. Aus einer Meinung falsche Verdächtigung zu machen, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Wer glaubt, das der FCK Insolvenz angemeldet hätte bei der sonst üblichen Regel (9 Pkt. Abzug), glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten und Armleuchter mit Laternen an den Gliedmaßen umherziehen.

        Welche Register hier FCK-Trolle ziehen, um die Unsittlichkeit, den Mangel an Moral zu verteidigen, ist atemberaubend.

      • Pupi

        Dass der Weihnachtsmann den geistigen Eiterpickel, den du hier in aller Öffentlichkeit ausdrückst liked, spricht Bände. Wende dich doch an die zuständigen Behörden, wenn du wirklich Substanz in deinen kruden Behauptungen siehst, die prüfen das gerne für dich. Vielleicht haben sie ja Mitleid mit dir.

        Dein Beitrag stinkt bis hier nach Angstschweiß, Angst, dass Boyd doch zum FCK wechselt und aus dieser Emotion heraus meinst du die Wahrheit für dich gepachtet zu haben.

        Komm klar.

      • Sterneneisen

        Wie, was? Kannst du bitte deinen Post mal ordnen? Unverständlich, was du hier schreibst.

        In jedem Fall scheint der Stachel, dass Boyd sich gegen euch entschieden hat, ganz schön tief zu sitzen :) aufwachen, der FCK ist tief gesunken, so tief, dass selbst der HFC attraktiver für Top-Spieler der 3. Liga sein kann.

      • Philipp Schramm

        Boyd wird nicht zu euch wechseln. Sonst hätte er es längst gemacht. Stattdessen strebt er selbst eine vorzeitige Vertragsverlängerung beim HFC an.
        Komm du langsam klar, das man halt nicht immer jeden Spieler bekommt, den man haben möchte.

      • Philipp Schramm

        Das was der FCK macht, ist Insolvenzverschleppung. Seit Jahren in tiefroten Zahlen und ausgerechnet jetzt,m wo man nichts befürchten muss, will sich der FCK "sanieren"?

        Das stinkt doch zum Himmel.
        Jeder andere Verein hätte bei den Schulden keine Lizenz für die 3. Liga bekommen.

        Jedenfalls sucht man sich eine Insolvenz nicht aus. Ist ein Ende der
        Zahlungsfähigkeit absehbar (andersherum: droht die
        Zahlungsunfähigkeit!), so ist ein entsprechender Insolvenzantrag zu
        stellen. Das sucht man sich nicht einfach aus.

        In diesem Fall hat es sich der FCK ausgesucht, weil es eben die perfekte Situation ist, ohne Punktabzug, Lizenzentzug und/oder Zwangsabstieg davon zu kommen.
        Ein Schelm, der böses denkt.

    • 1recherchieren2reden

      Hallo Herr Vogel, kurze Frage von einem scheinbar unwissenden: Wo kam der DFB dem FCK denn in der aktuellen Lage entgegen? Welche Regel gilt einzig für Lautern und nicht auch für alle anderen Vereine? Ich bin sehr gespannt, falls uns das Virus nicht zeitnah verlässt, welche Gedanken Sie äußern wenn im nächsten Sommer dann einige andere Vereine ähnliche Schritte gehen müssen. Zumal die Einnahmen durch Grill dem FCK nicht zur Verfügung stehen. Lediglich Geld aus den Pick und Kühlwetter Einnahmen wurden dem Verein zugesichert, da diese nach Absteckung des Etats durch den Insolvenzverwalter erzielt wurden.

      Um Jena müssen Sie sich auch keine Sorgen machen, dort wurde bereits eine Regelung gefunden. Bei Großaspach bin ich nun selbst gespannt, bin mir aber sicher, dass auch diese am Ende einigermaßen zufrieden dem Schuldenschnitt zustimmen werden. Wenn Sie sich schon Sorgen machen, dann um die Kreditunternehmen und dem Teil der Fans die nicht freiwillig auf ihre Investitionen verzichten wollen.

      • Michael Vogel

        "Wo kam der DFB dem FCK denn in der aktuellen Lage entgegen?"

        Ernsthafte Frage? Wenn es für das Eröffnen eines Insolvenzverfahrens wie üblich 9 Punkte Abzug gegeben hätte, dann hätte der FCK eben dieses niemals eröffnet. Mehr als 20 Millionen Schulden waren schon vor Corona da, von daher ist das eine "Lex Kaiserslautern". Oder gibt es einen anderen Verein ausser dem Betrügerverein aus der Hinterpfalz, der diesen Weg gegangen ist?

      • 1recherchieren2reden

        Hallo Herr Vogel,

        Die Frage steht immer noch im Raum da diese Regelung nach wie vor für ALLE Vereine gilt, nicht nur für den FCK. Desweiteren finden Sie, wenn Sie sich für das Thema interessieren, auch einen Videobeitrag beim swr. Dort wird erörtert, dass man es sich nicht aussuchen kann ein Insolvenzverfahren zu eröffnen. Und nein, bisher hat nur der FCK das Insolvenzverfahren eröffnet und ich hoffe für alle anderen Klubs, dass dies so bleibt. Ich bin jedoch mit Hinblick auf die ansteigenden Infiziertenzahlen nach wie vor skeptisch.

      • muschaka

        Du sagst es doch selbst, Lautern ist der einzige große Club, der von der Regelung profitiert hat. Die Regelung hat also einem Verein geholfen und die restlichen Clubs der 3.Liga benachteiligt. Die Regelung war dafür gedacht, den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Wieso führten die Auswirkungen der Pandemie denn nicht bei anderen Vereinen zur Insolvenz? Könnte es vielleicht daran liegen, dass man vorher halbwegs vernünftig gewirtschaftet hat, sodass man nicht bei der erstbesten Krise bankrott geht. Wie lange hätte Lautern wohl ohne die Pandemie so weiter wirtschaften können?

      • Zorn Gottes

        Schau dir mal die Beiträge zu Duisburg an. Die wird es als nächstes Treffen, sollte weiter mit wenigen, bzw. ohne Zuschauer gespielt werden. Eine ganze Menge anderer Vereine die auf die Zuschauer angewiesen sind, wird es auch treffen. Nur Lautern ist jetzt der Verein der als erstes die Initiative ergriffen hat, jeder andere Verein hat ja auch die Möglichkeit dazu gehabt.

      • Zorn Gottes

        Ist halt wie der Name schon sagt, ein Vogel. Zieh mal 9 Punkte lautern ab und schau ob sie über oder unter dem Strich stehen. Du bist ein richter Hinterwäldler, bestimmt in Blau-Schwarz.

  • Chris Wessling

    Ab jetzt gibt es Transfers zu Kaiserslautern nur noch per Vorkasse 😂

    • Michael

      Das wird der DFB zu deren Gunsten schon regeln…

      • Detlef Heins

        leider wahr

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