Beister über KFC: "Aufstieg soll nicht der letzte gewesen sein"

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Die Aufstiegsfeierlichkeiten mit Uerdingen liegen erst wenige Wochen zurück, da sagt KFC-Angreifer Maximilian Beister der dritten Liga schon wieder den Kampf an. Im Interview mit dem "kicker" spricht der Stürmer über seine Leidenszeit vor dem Wechsel gen Krefeld und seine langfristigen Ambitionen mit dem KFC.

Beister: "Habe Fehler gemacht und muss Rechnung tragen"

Er war schon fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, nur um dann wie ein Phoenix aus der Asche aufzuerstehen: Mit elf Treffern in 15 Regionalliga-Partien und seinem wichtigen Tor im Hinspiel der Aufstiegsrelegation gegen den SV Waldhof Mannheim meldete sich Maximilian Beister eindrucksvoll zurück. "Ich wollte es in erster Linie mir, aber ein Stück weit allen noch mal zeigen, die mich abgeschrieben haben", betont der Angreifer im Interview mit dem "kicker".

Vom Bundesligaprofi beim HSV und dem 1. FSV Mainz 05 über Leihgeschäfte zu Fortuna Düsseldorf, 1860 München und Co. bis hin zur Arbeitslosigkeit im Sommer 2017: Vor seinem Wechsel an die Grotenburg hatte der 27-Jährige die Höhen und insbesondere Tiefen des deutschen Profifußballs kennengelernt. "Das war mit die schwierigste Zeit in meiner Karriere. und ich habe erfahren, wie knallhart das Fußballgeschäft ist. Am Ende war klar, dass es nicht weitergeht", resümiert Beister, der auch zugeben muss: "Ich habe Fehler gemacht und für diese auch die Rechnung tragen müssen. Nicht alles, was man hört und liest, entspricht der Wahrheit. Aber das liegt hinter mir."

Entscheidung pro KFC und gegen Asien

Um genau zu sein rund fünf Monate liegt diese Zeit nun hinter Beister, der Mitte Januar 2018 an der Tiergartenstraße anheuerte. Ein immenser Glücksfall für beide Parteien, wie sich bekanntlich herausstellen sollte. "Ich habe mich am Ende bewusst für eine Herausforderung entschieden, wo ich ein gutes Gefühl hatte, wieder wichtig zu sein und dem Verein bei seinen Zielen helfen zu können. In Uerdingen habe ich wieder Spaß am Fußball gefunden und richtig viel Kraft und Selbstvertrauen getankt", weiß der gebürtige Göttinger seinen aktuellen Arbeitgeber zu schätzen.

Dabei war Beister offenbar derart überzeugt von dem Projekt KFC, dass er sich sogar "trotz zweier Angebote aus Asien letztlich für die spannendere Aufgabe bei einem Traditionsverein" entschied. Was seine persönliche Zielsetzung und die des Vereins nach dem Aufstieg in die Drittklassigkeit anbelangt, hat der Linksfuß abschließend klare Vorstellungen: "Ich bin jetzt 27 und will noch ein paar Jahre auf dem höchstmöglichen Niveau spielen. Sowohl der Verein als auch ich haben den Wunsch, wieder an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen und Profifußball auf einem Top-Niveau zu spielen. Dieser Aufstieg soll ja nicht der letzte gewesen sein."

 
  • Thomas Horstmann

    Die Mitarbeiter in diesem Oligarchenclub sind ja alles andere als bescheiden..Vorsicht: Hochmut kommt vor dem Fall!

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