Baumgart: "Können uns nicht beschweren, wenn er pfeift"

Mit einem 2:0-Sieg in Chemnitz grüßt der SC Paderborn zumindest vorübergehend wieder von der Tabellenspitze. Zwei nicht gegebene Elfmeter für den CFC erhitzen jedoch die Gemüter, sodass SCP-Trainer Steffen Baumgart nach der Partie ehrlich zugab, das nötige Glück gehabt zu haben.

Antwi-Adjej kontert antwortet auf Chemnitzer Proteste

Als Steffen Baumgart die Bilder der Hintertorkamera sah, konnte der SCP-Trainer bei "Telekom Sport" zugeben, in der 30. Minute mit dem Glück im Bunde gewesen zu sein. Schiedsrichter Tobias Fritsch ließ die Partie in dieser Szene weiterlaufen, obwohl Paderborns Sebastian Schonlau den Ball vor dem frei im Strafraum lauernden Daniel Frahn mit dem Oberarm wegbugsierte. Im Gegenzug stellte der aktuelle Tabellenführer durch Christopher Antwi-Adjej auf 1:0.

"Wenn er pfeift, können wir uns nicht beschweren. Es war eine schlechte Bewegung von ihm", sprach Baumgart nach dem Spiel über Schonlaus Aktion, stellte aber klar, dass es müßig sei, darüber zu diskutieren, in welche Richtung das Spiel mit einem vermeintlichen Chemnitzer Führungstreffer gelaufen wäre. Chemnitz-Trainer David Bergner nahm die Szene nach dem Spiel achselzuckend zur Kenntnis: "Er hat es nicht gepfiffen. Wenn man die Szene sieht, kann man schon sagen, dass es ein Handelfmeter ist."

Bergner: "In den letzten 20 Minuten nur hinterhergelaufen"

Dass Schonlau auch bei einer weiteren Aktion in der zweiten Halbzeit im Strafraum gegen Frahn alles andere als souverän aussah, zeigt die glücklichen Umstände, mit denen der SCP im Bunde war. "Bei dieser Aktion hätte es auch Elfmeter geben müssen, womit wir dann die zweite Luft bekommen hätten", kommentierte Bergner auf der Pressekonferenz nach Abpfiff. Über den verdienten Sieg des SC Paderborn täuschten die beiden Szenen jedoch nicht hinweg. Gerade in der zweiten Halbzeit dominierten die Ostwestfalen die Heimelf. "Am Ende geht der Sieg von Paderborn in Ordnung. Gerade in den letzten 20 Minuten sind wir nur hintergelaufen", musste Bergner nach intensiven 90 Minuten anerkennen.

Gleichzeitig war der CFC-Coach mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht unzufrieden: "So wie wir uns heute präsentiert haben, bin ich guten Mutes für die nächsten Begegnungen." In der Tabelle bleiben die Himmelblauen nach der siebten Liga-Niederlage in Folge jedoch weiterhin Vorletzter und drohen den Anschluss zum rettenden Ufer frühzeitig zu verlieren. Gewinnt Münster am Sonntagnachmittag in Meppen, beträgt der Rückstand bereits fünf Punkte.

   
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