Aufstiegszug für die Würzburger Kickers wohl abgefahren

Dass die Würzburger Kickers mit den Top-Teams der Liga durchaus mithalten können, haben die Unterfranken in den vergangenen Wochen unter Beweis gestellt. Für ganz oben reicht es jedoch nicht – das zeigte sich am Samstag beim 1:3 in Rostock deutlich.

"Mischung aus Unvermögen, Pech und fehlender Konsequenz"

So spielten die Kickers zwar gut mit und waren gegen den F.C. Hansa auch das bessere Team, nutzten aber nur eine der zahlreichen Torchancen. "Eine Mischung aus Unvermögen, Pech und fehlender Konsequenz", urteilte Janis Nikolaou, der den Würzburger Treffer erzielte, in der "Main-Post". Für den 24-Jährigen steht fest: "Wir müssen aus weniger Chancen mehr Tore machen." Anschauungsunterricht erhielten sie am Samstag vom F.C. Hansa, der deutlich weniger Möglichkeiten hatte, diese dafür aber eiskalt nutzte. Auf Seiten der Kickers hätte allein Orhan Ademi das Spiel komplett zugunsten des Zweitliga-Absteigers drehen können, vergab aber jeweils kläglich. Es war ein Nachmittag zum Verzweifeln für den FWK, zumal Hansa gleich mehrfach auf der Linie klärte.

Zug in Richtung Aufstieg wohl abgefahren

Auch deshalb musste Trainer Michael Schiele auf der anschließenden Pressekonferenz "erstmal schlucken." Einen Vorwurf wollte der 39-Jährige seiner Mannschaft zwar nicht machen, dennoch war ihm deutlich anzumerken, wie sehr er mit dem Ergebnis haderte. Zum einen aufgrund der reihenweise versiebten Torgelegenheiten, zum anderen aufgrund des schwachen Abwehrverhaltens bei den Gegentoren, die jeweils nach Standardsituation fielen. "Das war naiv", so Schiele. Dennoch hätten die Kickers das Spiel eigentlich gewinnen müssen, "aber es hat nicht sollen sein", gab sich Schiele diplomatisch. In der Tabelle belegen die Kickers nun den zehnten Platz, der Zug in Richtung Aufstieg dürfte angesichts eines Rückstands von zehn Punkten auf Platz drei abgefahren sein. Warum es für die Spitzenplätze nicht reicht, wurde am Samstag offensichtlich.

 

   
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