Aufstieg! Diese 21 Sommer-Abgänge spielen jetzt erstklassig
Sechs Monate nach seinem Abschied aus der 3. Liga gehört Said El Mala zu den größten Shootingstars im Fußballgeschäft. Und der ehemalige Nachwuchsspieler von Viktoria Köln ist nicht der einzige Akteur, der den Sprung in den erstklassigen Bereich geschafft hat. Insgesamt 21 Drittliga-Spieler der letzten Saison spielen im In- und Ausland auf höchster Ebene. liga3-online.de gibt eine Übersicht.
Neben El Mala auch Oppie etabliert
Said El Mala ist mit Sicherheit ein besonderes Beispiel für den Durchbruch eines Drittliga-Spielers, denn der 19-jährige Außenstürmer ist inzwischen weltweit bekannt. Wenige Monate nach seinem endgültigen Wechsel von der Viktoria zum 1. FC Köln wird sein Marktwert bereits auf 40 Millionen Euro geschätzt – weil El Mala in 15 Bundesliga-Partien schon sechs Tore und drei Vorlagen erzielte und sich damit für die deutsche Nationalmannschaft qualifizierte. Unter Julian Nagelsmann kam der 19-Jährige zwar noch nicht zum Einsatz, aber ein Kandidat für die Weltmeisterschaft 2026 ist El Mala allemal.
Eine ebenfalls gute Entwicklung ließ sich bei Louis Oppie verzeichnen, der in der ersten Hälfte des Jahres mit Arminia Bielefeld noch in der 3. Liga spielte – und im DFB-Pokalfinale. Inzwischen hat sich der Außenverteidiger beim FC St. Pauli etabliert, indem er 15 Bundesliga-Partien mit den Kiezkickern sammelte. Ein Schritt, der Ex-Dresdner Dmytro Bogdanov beim 1. FC Union Berlin noch nicht gelungen ist.
Benfica zahlt sechs Millionen für Cabral
Die Drittliga-Profis sind nicht nur in der deutschen Bundesliga gefragt. Sidny Cabral wechselte – ebenfalls von Viktoria Köln – ablösefrei zum portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora. Dort blieb der Außenverteidiger jedoch nur sechs Monate, denn jetzt legte Benfica Lissabon eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro auf den Tisch, um den 23-Jährigen zu verpflichten. Ein geschätzter Marktwert von zwei Millionen Euro ist sicherlich noch nicht das Ende der Fahnenstange für den ehemaligen Kölner.
Dass die Marktwerte wirklich nur geschätzt sind, ist bei den letzten Schlagzeilen um Mateo Biondic offensichtlich. Der frühere Verler wechselte zu Saisonbeginn fest zu Eintracht Trier in die Regionalliga Südwest – und nun im Winter nach Belgien zu Champions League-Teilnehmer Union Saint-Gilloise. Der belgische Markt war ohnehin beliebt bei den Drittliga-Akteuren: Stuttgart II verlieh Eliot Bujupi zum KVC Westerlo (fünf Einsätze), der VfL Osnabrück verkaufte Bryang Kayo an Oud-Heverlee Leuven (null Einsätze). Das Ex-Viktoria-Duo Enrique Lofolomo (Zulte Waregem/elf Einsätze) und Zoumana Keita (RSC Anderlecht/sieben Einsätze) sammelt ebenfalls erstklassige Erfahrungen im Nachbarland.
Kubatta und Greil in Österreich erfolgreich
In verschiedene europäische Nachbarländer verschlug es zahlreiche Akteure. David Kubatta (von Dynamo Dresden zur WSG Tirol) ist Stammspieler in Österreichs Spitzenklasse geworden, genauso wie auch Patrick Greil (vom SV Sandhausen zum SCR Altach). Gerade Greil schüttelte seinen Abstieg mit den Hardtwäldern schnell ab und schoss bereits sieben Tore für den neuen Klub. In den Niederlanden konnte Braydon Manu nach seinem Leih-Ende in Osnabrück wiederum wenig Akzente setzen und blieb daher noch ohne Einsatz.
Wahid Faghir (vom VfB Stuttgart II zum Vejle Boldklub) sucht sein Glück in Dänemark, kommt dort aber nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. Ähnlich ergeht es Baran Mogultay (von Borussia Dortmund II zu Alanyaspor), der sein Debüt in der türkischen Süper Lig am letzten Spieltag vor der Winterpause feierte. In Lettland kam Ex-Sandhausener Edvinas Girdvainis regelmäßig beim FK Liepaja zum Einsatz, aber die Virsliga-Saison 2025 endete im letzten November. Weiter geht es erst im März wieder.
Kovacevic schießt Tore am Fließband
Franko Kovacevic (von Wehen Wiesbaden zum NK Celje) blüht in Slowenien auf. In der Prva Liga, Europa League Quali, UECL Quali, Conference League und dem Pokal Slovenije kam der Mittelstürmer insgesamt 28 Mal zum Einsatz – und schoss 25 Tore. Der Marktwert des 26-Jährigen wird inzwischen auf 1,3 Millionen Euro geschätzt und dürfte bei der Quote noch weiter wachsen. Jan-Christoph Bartels (von Waldhof Mannheim zu DAC Dunajska Streda) hat weniger Glück in der Slowakei, wo er aktuell als Ersatztorwart auf der Bank sitzt.
In Zypern ist Ex-Hachinger Emanuel Taffertshofer bei Akritas Chlorakas aktiv und wurde in der Winterpause bereits mit einer Rückkehr in die 3. Liga zu 1860 München in Verbindung gebracht. In der gleichen Liga spielt auch David Lelle, der als ehemaliger Nachwuchsspieler von Borussia Dortmund II schon zehn Spiele bei Aris Limassol absolvierte. Der frühere Angreifer von Erzgebirge Aue, Omar Sijaric, kam in Kroatien unter. Bei HNK Rijeka spielt er jedoch keine größere Rolle.
Goppels exotische Aufgabe in Indonesien
Ba-Muaka Simakala zählt wiederum zu den Unterschiedsspielern in der Premyer Liqa von Aserbaidschan. Bei Araz-Nakhchivan erzielte der Flügelstürmer schon sieben Tore und drei Vorlagen in 15 Erstliga-Partien, wodurch sich sein Marktwert auf 750.000 Euro erhöhte – ein Spitzenwert, wie ihn Simakala in seiner Karriere nur zu seinen besten Zeiten in Osnabrück erreichte.
Das exotischste Abenteuer wählte Thijmen Goppel im Sommer, als er vom SV Wehen Wiesbaden zu zum Bali United FC in Indonesien wechselte. Der Niederländer sammelte sieben Scorerpunkte in der Super League, wo er einen geteilten dritten Platz unter den wertvollsten Spielern der Liga hält. Rund 600.000 Euro ist der Außenbahnspieler nach wie vor wert, was er zuvor schon mit zahlreichen Toren und Vorlagen in der 3. Liga unter Beweis stellte.