Aue unter Druck: "Haben einiges wiedergutzumachen"

Schon vor dem vergangenen Wochenende war der Fehlstart des FC Erzgebirge Aue perfekt, die 1:5-Klatsche gegen Wiesbaden setzte nochmal einen drauf. Beim Auswärtsspiel in Saarbrücken stehen die Veilchen nun unter Druck – und wollen es unbedingt besser machen.

"Werden ein anderes Gesicht zeigen"

Sie waren mächtig aufgebracht, die Fans des Zweitliga-Absteigers nach dem Spiel gegen Wiesbaden am vergangenen Sonntag. Kein Wunder, waren die Sachsen doch völlig überfordert und deutlich unterlegen. "Wir haben einiges wiedergutzumachen", weiß Kapitän Dimitrij Nazarov. "Egal was passiert, wir dürfen nicht wieder zusammenfallen", sagt der 32-Jährige. Die Niederlage sei aufgearbeitet und "knallhart analysiert" worden. "Ich hoffen, dass wir die richtigen Lehren daraus gezogen haben. Wir werden ein anderes Gesicht zeigen", verspricht der Offensivspieler. Die Aufgabe beim noch ungeschlagenen 1. FC Saarbrücken werde zwar "sehr schwer", doch Nazarov will "positiv" an die Aufgabe herangehen.

Die Marschrichtung von Trainer Timo Rost ist klar: "Wir fahren dorthin, um zu punkten." Damit das gelingt, wird der 43-Jährige von seinem bevorzugten offensiven Spielstil abweichen: "Es ist wichtig, dass wir stabiler werden. Die Defensive muss das Fundament sein." Rost weiß: "Nur mit Ballbesitz wirst du keine Spiele gewinnen. Unser Fußball muss nicht schön, sondern effektiv sein." Offensichtlich hat die herbe Pleite gegen Wiesbaden zu einem Umdenken beim Fußballehrer geführt, hatte er in den bisherigen Spielen doch den spielerischen Ansitz gewählt. Doch es gelte, die Liga anzunehmen. "Wir dürfen nicht von einer Kackliga sprechen und denken, dass wir etwas besseres sind", stellte der FCE-Coach klar.

Rost kündigt Veränderungen an

Zwangsläufig werde es in der Startelf "Veränderungen geben müssen", so Rost. "Wir brauchen Jungs auf dem Platz, die auch wollen, so zu spielen, wie wir das möchten." Scheinbar war das zuletzt nicht bei allen Akteuren der Fall. Trotz aller Kritik von außen bat der 43-Jährige aber darum, "die Kirche im Dorf" zu lassen. "Die Ergebnisse werden kommen. Dass zu Beginn nicht alles so laufen wird, wie wir uns das vorgestellt hatten, war nach dem großen Umbruch zu erwarten."

Allzu lange sollte die Eingewöhnungsphase allerdings nicht mehr dauern, schließlich sind die Spitzenplätze schon acht Punkte entfernt. 1860 München liegt als Tabellenführer sogar bereits zehn Zähler vor den Veilchen. Ein Sieg beim FCS käme daher zu richtigen Zeit. Dafür müsste Aue der Koschinat-Elf allerdings den ersten Gegentreffer in dieser Saison einschenken. Personell kann der FCE derweil aus dem Vollen schöpfen, selbst Omar Sijaric ist nach langer Leidenszeit (Hodenkrebs) zurück. "Wir warten noch auf Spielgenehmigung der Ärzte", so Rost. Marvin Stefaniak habe derweil voll mittrainiert und steht für die Partie beim FCS somit zur Verfügung. Im Ludwigsparkstadion wird sich dann zeigen, wie Aue mit dem Druck umgeht.

   
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