Auch ohne Ultimatum: Kwasnioks FCC braucht Punkte

Zunächst wurde es als Endspiel für Trainer Lukas Kwasniok deklariert, dann stellte der FC Carl Zeiss Jena vor dem Kellerduell gegen den Chemnitzer FC allerdings klar: der Fußballlehrer hat das Vertrauen. Und trotzdem ist ein Sieg für die Thüringer Pflicht, daran gibt es keine Zweifel. Weil es den Chemnitzern aber kaum besser geht, ist der Überlebenskampf eröffnet.

"Am Ende soll die Null stehen"

Es ist das absolute Kellerduell der Liga: Carl Zeiss Jena reist zum Chemnitzer FC. Nur ein Punkt aus acht Spielen sprang für die Thüringer heraus, eine Selbstverständlichkeit ist der Verbleib von Lukas Kwasniok an der Seitenlinie nicht. Der 38-Jährige genieße das "uneingeschränkte Vertrauen", ein Dreier ist unabhängig von der Personalie aber überlebenswichtig. Kwasniok sieht sein Team vorbereitet: "Es wird weniger auf Taktik und Aufstellung, sondern viel mehr auf Einstellung und Willen ankommen."

Die Tradition zwischen den beiden Vereinen ist riesig, zum 90. Mal treffen sie im Ostduell aufeinander. Doch nicht weniger groß sind die Probleme, die beide Teams in der laufenden Saison haben. Die des FCC sind sogar noch ein Stück weit größer, nicht nur wegen des weiten Abstandes zum rettenden Ufer. Mit nur vier eigenen Treffern, dafür aber 17 Gegentoren, haben die Thüringer das mit Abstand unausgewogenste Verhältnis. "Am Ende des Spiels soll die Null stehen. Wir wollen endlich das erste Mal in dieser Saison zu Null spielen", lautet der Wunsch des Cheftrainers, der zumindest einen Punkt garantieren würde.

Volkmer weiterhin fraglich

Hinzu kommt bei Jena aktuell das Verletzungspech. Dominik Volkmer, geholt als neuer Kapitän und Stabilisator der Abwehr, spielte nur beim 1:1-Unentschieden gegen Magdeburg – seitdem fehlt der Innenverteidiger aber wegen einer Schultereckgelenkssprengung. Nun war der 23-Jährige aber wieder im Training, garantieren kann Kwasniok allerdings nichts: "Stand Donnerstag halte ich es für möglich. Er hat die Trainingseinheiten alle absolviert, hat heute beim Trainingsspiel mitgewirkt. Und jetzt müssen wir sehen, wie er körperlich reagiert."

Immerhin stand mit Julian Günther-Schmidt der Vizekapitän schon gegen 1860 München wieder auf dem Platz, der Stürmer war zuvor auch fraglich gewesen. Gegen Chemnitz wird "JGS" aber wieder dabei sein – im Gegensatz möglicherweise zu Anton Donkor. Der meldete sich wiederum wegen eines grippalen Infektes vom Training ab, eine Entscheidung für den Spieltagskader steht noch aus. Wichtig ist im Endeffekt für den FCC auch nicht, wer die Kohlen aus dem Feuer holt – hauptsache, es geschieht möglichst schon gegen Chemnitz.

   
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