Alles, was ihr zum 32. Spieltag wissen müsst

Topspiel am Freitag, Erster gegen Sechster sowie Kellerduelle am Samstag. Doch lieber ein Duell zweier großer, fanstarker Traditionsklubs am Sonntag? Oder soll es der Abschluss des Spieltages am Montag sein? Der Tisch spannender Duelle ist am 32. Spieltag wieder reichlich gedeckt. Keiner Partie kann zumindest für eine Seite die Bedeutung abgesprochen werden. Sei es im Rennen um die 2. Liga oder im Tabellenkeller. liga3-online.de wirft einen genaueren Blick auf die anstehende Runde.

Die Ausgangslage

Die SV Elversberg ist zurück in der Erfolgsspur, erkämpfte sich ein 3:2 gegen Viktoria Köln und steht nun schon zehn Punkte vor dem Relegationsplatz. Dabei haben die Saarländer sogar noch eine Partie in der Hinterhand. Es läuft alles auf einen Durchmarsch der Truppe von Trainer Horst Steffen hinaus. Dank eines 2:1-Erfolgs gegen den VfB Oldenburg ist der SV Wehen Wiesbaden wieder Zweiter. Dynamo festigte mit einem 2:1-Sieg gegen Rot-Weiss Essen den vierten Rang. Während der 1. FC Saarbrücken nach einem 0:2 noch ein 2:2 beim FSV Zwickau holte, kassierte der VfL Osnabrück durch das 0:3 beim TSV 1860 München einen Rückschlag im Aufstiegsrennen, liegt nun fünf Zähler hinter dem Relegationsplatz. Genau wie auch weiterhin der SV Waldhof.

Im Tabellenkeller setzte die zweite Mannschaft Borussia Dortmunds ein Ausrufezeichen, zerlegte den MSV Duisburg in dessen Stadion mit 5:0. Die Zebras sind nun auch wieder mitten im Abstiegskampf. Auch der Hallesche FC ließ mit einem 5:2 gegen Erzgebirge Aue aufhorchen und verließ die Ränge in der gefährdeten Zone. Trotz Führung holte Zwickau nur einen Punkt, musste wie Bayreuth (1:4 gegen Verl) und der VfB Oldenburg einen Dämpfer verkraften. Beim SV Meppen gehen nach 0:3 gegen den FC Ingolstadt allmählich die Lichter aus. Als Letzter rangieren die Emsländer acht Punkte hinter dem rettenden Ufer.

 

Fünf Spiele im Fokus

Topspiel am Freitagabend: Überholt der FCS vor heimischem Publikum die SGD?

Einen viel besseren Auftakt in den Spieltag hätte es nicht geben können. Der Fünfte aus Saarbrücken empfängt die einen Platz besser postierten Dynamos aus Dresden. Der FCS ist seit sechs Partien ungeschlagen und liegt drei Punkte hinter den Sachsen. Mit einem Sieg, der höher als mit einem Tor Unterschied ausfällt, würden beide Mannschaften die Plätze tauschen. Saarbrücken würde den Schwung mitnehmen, wäre weiter kräftig im Rennen dabei.

Setzen sich die Gäste durch, würden diese zumindest über Nacht auf Rang zwei springen, wären dem Aufstieg wieder einen Schritt näher und würden Saarbücken auf sechs Zähler distanzieren. Der Klub aus Elbflorenz zeigte sich nach der Heimpleite gegen Bayreuth erholt, gewann in Osnabrück und gegen Essen. Für Dynamo spricht auch die Stärke auf fremden Plätze. Nur die SV Elversberg ist ein paar Tore besser (bei einem Spiel weniger), holte wie Dresden 30 Punkte. Die SGD benötigte 15 Anläufe. Der FCS hat zu Hause hingegen Mühe, schaffte 25 Punkte in 15 Partien und liegt auf Rang neun der Heimtabelle.

VfL will gegen den Primus wieder in die Spur

Nach einer bis dahin souveränen Rückrunde geriet der VfL Osnabrück zuletzt ins Stolpern und fingen sich erstmals seit Oktober wieder zwei Pleiten am Stück. Kurios: Auch damals hießen die Gegner Dresden und 1860. Auch gegen die SV Elversberg gab es eine Niederlage (1:4). Das soll nun natürlich verhindert werden, hieße eine erneute Pleite doch, dass der Relegationsrang nach dem Spieltag mehr als die aktuellen fünf Punkte entfernt sein könnte.

Nach fünf Partien ohne Sieg ist der Tabellenführer wieder da, holte zwei Siege gegen Verl und Köln. Zehn Punkte liegt die Mannschaft vor Rang vier und hat sogar noch eine Partie mehr zu absolvieren als die Konkurrenz, da die Partie gegen den MSV Duisburg noch nachgeholt werden muss. Deshalb kann der Aufsteiger recht entspannt ins Duell gegen den VfL gehen.

Der HFC ist zu Gast: Kellerduell in Bayreuth

Durch zwei Siege hatte sich die SpVgg Bayreuth wieder herangekämpft und die Abstiegsplätze verlassen. Das 1:4 am Sonntag gegen den SC Verl schmeckte aber überhaupt nicht. Ein Punkt liegt der Aufsteiger hinter Platz 16, den der Hallesche FC belegt.

Die Saalestädter bleiben unter Sreto Ristic weiter ungeschlagen, kassierten auch im neunten Spiel keine Niederlage. Da es mit dem 5:2 gegen Aue allerdings erst den dritten Sieg gab, fehlte bislang der Befreiungsschlag aus der Abstiegszone. Der könnte am Samstag gelingen, wenn auch die Partie in Bayern gewonnen werden kann. Vier Punkte wäre der ärgste Verfolger dann entfernt. Bei einer Niederlage würde Halle dagegen wieder unter den Strich rutschen.

Beide unter Druck: RWE empfängt den Waldhof

Dem befreienden 2:0 im Matsch gegen Freiburg II folgte die 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden. RWE kommt deshalb weiter nicht vom Fleck, ist nur fünf Punkte von der bedrohlichen Zone entfernt und deshalb am Sonntag gegen Waldhof Mannheim durchaus unter Druck. Denn auf eine Zitterpartie in der Schlussphase der Saison können sie an der Hafenstraße verzichten.

Doch auch der Gast aus der Kurpfalz kann die Partie alles andere entspannt angehen. Fünf Punkte sind es auf Dynamo Dresden. Damit der Abstand im Idealfall am Ende des Spieltages kleiner ist, muss ein Sieg her. Das Problem der Buwe ist bekanntlich die eklatante Auswärtsschwäche, die erst elf Punkte in 15 Spielen einbrachte. Auch in den vergangenen beiden Auswärtsspielen in Wiesbaden (0:3) und Saarbrücken (1:2) gabs keine Punkte.

Gelingt dem MSV in Köln die Wiedergutmachung?

Zehn Punkte liegt Viktoria Köln hinter Rang vier, nur die größten Optimisten würden der Viktoria noch Chancen im Aufstiegsrennen einräumen. Dafür ist die Zeit noch nicht reif. Viel mehr geht es darum, sich gut aus der Saison zu verabschieden, um in der kommenden Spielzeit über mehr nachdenken zu können.

Interessanter ist da, wie die Zebras auftreten werden. Seit fünf Partien gab es keinen Sieg mehr, stattdessen zuletzt das 0:5 zu Hause gegen Borussia Dortmund II, das richtig wehtat. Fünf Punkte sind es noch auf einen Abstiegsplatz. Da wirkt das Nachholspiel gegen Elversberg nicht wirklich beruhigend. Denn die aktuelle Form lässt nicht zu, daran zu glauben, gegen den Ersten würde es etwas zu holen geben.

   
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