Alles, was ihr zum 14. Spieltag wissen müsst

Dann lasst uns doch mal ein paar Adventstürchen öffnen und den Nikolaus begrüßen. Spieltag 14 wartet auf uns, eingebettet in Nachholspiele, für manche Mannschaften geht es also durchaus stressig weiter. Und auch das Coronavirus beschäftigt uns weiter. Hier gibt es alle Infos zum kommenden Wochenende.

Der Spieltag

Die Ausgangslage

An der Spitze geht es nicht mehr ganz so selbstverständlich zu wie in den vergangenen Wochen. Gut, ein Verein sticht hervor: Dynamo Dresden surft die Erfolgswelle und wird dabei von Spiel zu Spiel sicherer, lässt die geballte Qualität in seinen Reihen zur Entfaltung kommen. Kaum einer will in dieser Phase gerne gegen die SGD spielen – einer muss aber. In diesem Fall der KFC Uerdingen. Die übrigen aus der Spitzengruppe – Saarbrücken, Ingolstadt, 1860 München – haben allesamt nicht gewonnen. So weit, so bekannt: In der 3. Liga wird der Aufstiegskampf immer mal wieder Züge eines Schneckenrennens annehmen.

Denn auch der Letzte hat in dieser Liga gute Chancen, die Topfavoriten zu ärgern. Dem SV Meppen ist das in einem typischen "Schweinespiel" bei passendem Sauwetter am Montag gelungen, als er Ingolstadt mit 2:0 niederrang. Schon ist die Lage im Emsland nicht mehr ganz so düster, die drei Nachholspiele des SVM müssen trotzdem Punkte bringen. Davor auf den untersten Plätzen in aufsteigender Reihenfolge: Duisburg, Magdeburg – und Meister FC Bayern II. Das kommt überraschend. Doch die FCB-Reserve wird gar nicht spielen können, denn ihr kommender Gegner, der Tabellen-16. FSV Zwickau, ist nach einem Corona-Ausbruch im Team nun unter Quarantäne gestellt worden.

 

Vier Spiele im Fokus

Blau-weißes Kellerduell: 1. FC Magdeburg gegen den SV Meppen

Platz 18 gegen Platz 20 – will man da überhaupt einschalten? Für uns stellt sich die Frage überhaupt nicht. Magdeburg und Meppen kämpfen beherzt gegen die derzeit prekäre Situation, haben zuletzt ordentlich gespielt und beide gewonnen: der FCM in Zwickau, Meppen in Ingolstadt. Im vergangenen Jahr gelang Magdeburg noch der erste Saisonsieg und damit ein echter Befreiungsschlag, als die Elbestädter mit 3:1 im Emsland gewannen. Nicht nur dieses Ergebnis führt zu einer kuriosen Gesamtbilanz. Sechsmal trafen die beiden Vereine erst aufeinander, viermal in der eingleisigen 3. Liga. Seine drei Siege holten die Gastgeber vom Freitagabend stets in der Fremde – daheim haben sie in 270 Minuten gegen Meppen noch nicht ein einziges Tor erzielt. Das sollte sich in dieser Woche ändern, sonst droht aufgrund des direkten Duells ziemlich schnell der neuerliche Absturz auf den letzten Platz.

Hält die SGD-Serie? Dynamo Dresden gegen den KFC Uerdingen

Dort, wo auch der KFC Uerdingen gerne stünde, hat Dynamo Dresden vorerst den Anker gelegt: Mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg in Duisburg haben sich die Mannen um Trainer Markus Kauczinski auf dem zweiten Platz festgesetzt – und den Ingolstädter Patzer in Meppen sicher wohlwollend aufgenommen. Dabei hat es die SGD derzeit nicht einmal nötig, auf die Konkurrenz zu schauen, ist sie doch selbst das Maß der Dinge: Fünf der vergangenen sechs Spiele wurden gewonnen, nur Tabellenführer 1. FC Saarbrücken stoppte Dresden in dieser Zeit. Der KFC Uerdingen ist dagegen seit drei Spielen harm- und sieglos, ein klarer Rückschlag, denn momentan ist Uerdingen graues Mittelfeld. Im ersten Duell der beiden Vereine seit 2004 helfen den älteren Krefelder Fans sicher die Erinnerungen an den Europapokal der Pokalsieger 1986: Das berühmte "Wunder von der Grotenburg", als Uerdingen einen zwischenzeitlichen 1:5-Rückstand nach Hin- und Rückspiel binnen einer Halbzeit in ein 7:5 drehte, geschah schließlich gegen Dynamo Dresden.

Der nächste Südwest-Schlager: Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Saarbrücken

Waldhof Mannheim, der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Saarbrücken: Dieses Derby-Dreieck im Fußball-Südwesten ist nicht zu unterschätzen. Bislang duellierten sich bereits SVW und FCK sowie FCS und FCK – beide Spiele endeten 1:1-Unentschieden, Letzteres fand ja erst am vergangenen Wochenende statt. Nun also die dritte Episode, und sie verspricht abseits der tristen Rahmenbedingungen sportlich erneut viel. Da ist Waldhof, das für einige Experten unerklärlich noch in der unteren Tabellenhälfte herumdümpelt, aber auch noch zwei Zusatzspiele in der Hinterhand weiß. Und da ist Saarbrücken, Spitzenreiter, aber wie lange noch? Dreimal teilte der Aufsteiger – nicht vergessen, es ist noch immer ein Aufsteiger – zuletzt die Punkte, bespielt aber bis zum Hinrundenende auch noch viele Kellerkinder. Bei Waldhof droht enormes Stolperpotenzial. Für neutrale Fans wird sich der Wunsch nach hochwertigem Drittliga-Fußball aber sicherlich erfüllen.

Der achte MSV-Anlauf: 1. FC Kaiserslautern gegen den MSV Duisburg

Wieder eines dieser Duelle, die nach so viel mehr klingen als nach 3. Liga. Dabei wären beide Vereine Stand jetzt froh, im kommenden Spieljahr noch drittklassig sein zu dürfen: Lautern kann sich als 14. der Tabelle noch nicht nachhaltig von den unteren Rängen distanzieren, Duisburg steckt als Vorletzter ganz tief drin im Sumpf. "Stocksauer" war Trainer Gino Lettieri nach dem 0:3 gegen Dresden über die einfachen Gegentore, 24 haben die Zebras insgesamt schon kassiert. Wie gut, dass den MSV auf dem Betzenberg wohl kein Feuerwerk erwarten wird: Ganze vier Törchen hat Kaiserslautern in sechs Heimspielen bislang produziert, sich zuletzt daheim zu einem späten 1:0-Sieg gegen den VfB Lübeck gequält. Ansonsten teilen die Roten Teufel bekanntlich gerne ihren Punktertrag. Aber am Samstag wäre das, gerade gegen einen angeschlagenen Gegner wie Duisburg, einfach zu wenig.

 

Die mögliche Überraschung

VfB Lübeck beim FC Ingolstadt

Mit den Auswärtssiegen bei Viktoria Köln und dem SC Verl hat Aufsteiger Lübeck bereits für Aufsehen gesorgt – warum sollte dies nicht auch beim FC Ingolstadt gelingen? Gut: Der FCI dürfte innerhalb der genannten Partien als klarster Favorit durchgehen, das allein half ihm etwa beim 0:2 in Meppen kürzlich nicht viel: Der SVM rang Ingolstadt mit größtmöglicher Leidenschaft die Punkte ab – Lübeck hat diese Tugenden ebenfalls und wird sich das Spiel am Montag genau angeschaut haben. Alles andere als ein Geduldsspiel würde uns beim Duell des Vierten mit dem Dreizehnten doch sehr überraschen, zumal Lübeck durch Corona-Fälle zurückgeworfen wurde und der Trainingsbetrieb erheblich darunter gelitten hat. Chancenlos sehen wir den VfB aber nicht.

   
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