Allerletzte Chance für Osnabrück in Offenbach

Von Burghausen nach Offenbach – von der Niederlage zum Sieg? Am Samstag geht es für den VfL Osnabrück um die nunmehr allerletzte Chance, sich doch nochmal in den Aufstiegskampf mit einzumischen. Aber auch für die Kickers Offenbach wäre ein Sieg immens wichtig, um sich nochmal Hoffnung auf Platz 3 machen zu können. Spannend wird es allemal – Samstag, 10.03.2012, 14.00 Uhr im Sparda-Bank-Hessen-Stadion.

Die Verfolger der Verfolger

Sie sind die "Verfolger der Verfolger", die Kickers Offenbach (Platz 8) und der VfL Osnabrück (Platz 10). Für Offenbach sind es sechs, für den VfL sieben Punkte Rückstand auf den umkämpften Relegationsplatz. Vor ihnen stehen mit Erfurt (40 Punkte), Chemnitz (41), Heidenheim (42) und Burghausen (43) wohl die ärgsten Konkurrenten für den SSV Jahn Regensburg (43 Punkte) um Platz 3. Um nochmal ran zu kommen an diese Verfolgergruppe brauchen beide Teams unbedingt drei Punkte, was aus dieser Begegnung ein klassisches "Sechs-Punkte-Spiel" macht. Für beide Mannschaften gab es unter der Woche jeweils eine 2:0-Niederlage, Osnabrück hatte in Burghausen das Nachsehen, Offenbach verlor in Unterhaching. Für beide Vereine ist es also nun wohl wirklich die letzte Chance, doch nochmal oben angreifen zu können. Für beide Teams verbleiben noch zwölf Spiele, in denen sie sechs bzw. sieben Punkte aufzuholen haben. Nicht unmachbar, aber eine große Portion Glück und vorallendingen viele Dreier sind von Nöten, um das Ziel Platz 3 zu erreichen.

In Osnabrück stirbt die Hoffnung zuletzt

VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz ist überhaupt erst der Auslöser gewesen, warum man sich heute noch um den Aufstieg kümmert. Ein Aufbaujahr sollte es sein, es hätte alles so schön und ruhig sein können. Nichts da, Wollitz kam und krempelte die Lila-Weißen um. Einer der wohl emotionalsten und kämpferischsten Trainer Deutschlands, der die Osnabrücker wieder zurück in die 2. Bundesliga führen will, hat natürlich noch längst nicht die Hoffnung aufgegeben. Zumindest Platz 4, die DFB-Pokal Qualifikation, die nach dem frühen Ausscheiden im Verbandpokal noch nicht erreicht ist, soll am Ende bei der Aufholjagd herausspringen. Seine Emotionalität brachte "Pele" Wollitz zuletzt in der Pressekonferenz nach der Partie bei Wacker Burghausen zum Ausdruck, als ein Journalist danach fragte, ob er denn schon mit Torwart Manuel Riemann gesprochen hätte, der am vergangenen Mittwoch augenscheinlich nicht seinen besten Tag erwischt hätte. Wollitz war daraufhin stocksauer, machte deutlich, dass er der gesamten Mannschaft individuelle Fehler vorwerfe, aber keineswegs einen einzigen Spieler da herauspicken und so für schlechte Presse sorgen wollen würde. Diese "individuellen Fehler", wie Wollitz sie beschreibt, wie bspw. die neue alte aufgekommene Abschlussschwäche, müssen unbedingt wieder abgestellt werden, gegen Wacker wurden einige hochkarätige Chancen vergeben. Auch Torwart Riemann sollte lieber wieder seine Normalform annehmen – er hatte den VfL schon vor zahlreichen Niederlagen in dieser Saison bewahrt.

Fakten zum Spiel

Bei den Kickers Offenbach fehlen Christopher Lamprecht und Elton da Costa verletzungsbedingt, die Osnabrücker haben weiterhin die Ausfälle von Neppe, Porcello, Gardawski und Wegkamp zu beklagen, auch Hansen muss nach seinem sich gegen Heidenheim zugezogenen Muskelfaserriss pausieren. Abwehrchef Hudec kann nach abgesessener Gelb-Sperre wieder auflaufen. Es ist also alles angerichtet für einen Kampf um den Anschluss an die Verfolgergruppe des Relegationsplatzes. Kickers Offenbach gegen VfL Osnabrück, Anpfiff ist am Samstag, 10.03.2012, um 14.00 Uhr im Offenbacher Sparda-Bank-Hessen-Stadion.

FOTO: Flohre Fotografie

   
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