Alle 93 Minuten ein Tor: Schuler ist die FCM-Entdeckung

Baris Atik ist beim 1. FC Magdeburg nicht nur der Top-Star, sondern auch schon wieder der Top-Scorer der bisherigen Saison. Doch der offensive Mittelfeldspieler bekommt ungeahnte Konkurrenz. Sommer-Neuzugang Luca Schuler steht seinem Teamkollegen kaum in etwas nach, obwohl er gar kein spezielles Erfolgsgeheimnis mitgebracht hat. Ein Unbekannter ist er aber schon längst nicht mehr.

"Wenig Zucker, viel trinken"

Die Schalker Talentschmiede hat schon manchen Profifußballer hervorgebracht. Beispielsweise US-Stürmer Matthew Hoppe, den die Königsblauen in diesem Sommer nach nicht einmal einer ganzen Saison für drei Millionen Euro verkaufen konnten. Eine Marktwertsteigerung, die Luca Schuler in seiner Karriere möglicherweise noch bevorsteht – letzte Saison spielte der heutige FCM-Stürmer schließlich noch zusammen mit Hoppe in der Regionalliga. Dass der 22-Jährige ebenfalls einen Torriecher eingebaut hat, erfreut jetzt die Magdeburger.

"Aktuell habe ich einen Lauf. Wenn es einmal läuft, dann machst du die Dinger rein und denkst gar nicht groß nach", erklärt Schuler gegenüber der "Bild"-Zeitung. Angesichts einer Statistik von fünf Toren und zwei Vorlagen in acht Liga-Spielen ist das schon ein Lauf, der in die Kategorie 'Beachtlich' fällt. Dabei hatte der Neuzugang vom FC Schalke 04 II in der letzten Saison nur neun Treffer in ganzen 32 Partien verzeichnet. Was hat sich verändert? "Ein spezielles Geheimnis habe ich nicht. Aktuell versuche ich mich einigermaßen gesund zu ernähren – wenig Zucker, viel trinken – der Rest ist trainieren und harte Arbeit", so Schuler.

Schuler der konstanteste Knipser

Ein Torziel habe sich der 22-Jährige nicht gesetzt, aber die aktuelle Quote würde er gerne beibehalten. Momentan trifft Schuler alle 93 Minuten – damit ist er der zuverlässigste Akteur der Liga mit mehr als zwei Toren. Zum Vergleich: HFC-Angreifer Michael Eberwein (fünf Tore/97 Minuten) und Tolcay Cigerci von Viktoria Berlin (sechs Tore/106 Minuten) liegen hinter dem FCM-Stürmer. Aber die beiden haben auch keinen Baris Atik hinter sich, wie Schuler betont: "Klar, die Liga und die Gegner sind natürlich stärker, aber auch die Mitspieler sind besser. Wie Baris Atik die Dinger durchsteckt, ist schon Wahnsinn. Dann muss ich letztendlich nur vorm Tor cool bleiben." Und das gelang bisher ausgezeichnet.

   
  • KL-Ost

    Schon erstaunlich, wie viele Spieler aus unserer Jugend kommen, teilweise nie ein Spiel für die 1. Mannschaft gemacht haben und dann irgendwann bei anderen Vereinen aufblühen. Da sollte man sich auch mal fragen, ob da nicht irgendwas falsch läuft bei der Nachwuchsarbeit.

    • JR910

      Der FCK war ja anscheinend nicht der einzige Verein der seine Fähigkeiten nicht
      erkannt hat. Vielleicht waren sie aber zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so ausgeprägt.
      Ich bin froh, dass er jetzt bei uns ist. Hier scheint es im Augenblick zu passen.

      • KL-Ost

        Sei euch gegönnt und ja, es scheint sehr gut zu passen. War auch nicht speziell nur auf Schuler bezogen. Kann das natürlich genauso wenig beurteilen, wie ausgeprägt seine Fähigkeiten damals schon waren. Es ist nur sehr auffällig bei uns in den letzten Jahren, dass Talente scheinbar zu oft verkannt werden. Bestes Beispiel: Nicklas Shipnoski – der wurde auch bei uns ausgebildet und hat bei den Profis nie wirklich ne Chance bekommen. Rest der Geschichte ist bekannt.

      • JR910

        Wie schon angedeutet, nicht immer funktioniert es.
        Bei Fortuna muss er erst den Durchbruch schaffen, denn 6 Liga Einsätze mit im
        Schnitt 32 min. Spieldauer ist noch nicht überragend.
        Es muss halt alles passen, im gesamten Umfeld.

    • Sterneneisen

      Ganz einfach: Man setzt um des schnellen Aufstiegswillen die eigene Jugend hintenan. Man holt in KL eben lieber 'fertige' Spieler anstatt solche zu entwickeln.

      Das ist eben eine Strategie. Beide Wege können in den Abgrund oder eben in die nächste Liga führen.

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