Alemannia: Verwirrung um Kautionsfonds und Punkteabzug

Am gestrigen Donnerstag vermeldete der Deutsche Fußball-Bund (DFB), dass dem Drittligaabsteiger Alemannia Aachen vor dem letzten Spieltag der 3. Liga drei Punkte abgezogen werden. Der Grund dafür ist, dass der Verein Ende April 200.000 Euro aus dem DFB-Kautionsfonds in Anspruch genommen hatte, "um die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs bis Saisonende zu gewährleisten. Da der Betrag nicht bis zum 15. Mai zurückgezahlt wurde, werden der Alemannia durch den DFB-Spielausschuss nach der DFB-Spielordnung drei Punkte abgezogen", so der DFB in seiner Mitteilung.

Vorgehensweise ist in der Wirtschaft üblich

Nun nahm der Bundesligist der Saison 2006/2007 auf seiner Homepage offiziell Stellung und weist die Vorwürfe zurück: "Hierzu stellen wir fest, dass die Alemannia das Geld aus dem Fonds mit Ansprüchen des Vereins gegen den DFB verrechnet hat, denn die Alemannia Aachen GmbH erhält vom DFB im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 423.110 Euro aus den Fernsehgeldern", heißt es in der Stellungnahme. Der DFB wurde laut Vereinsangaben bereits im Vorfeld darüber informiert und "eine entsprechende Abrechnung ist dem DFB fristgerecht am 15. Mai 2013 zugestellt worden…". Darüber hinaus wurden auch die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses der Alemannia Aachen GmbH über diese Vorgehensweise informiert. Diese Prozedur sei möglich, da die Erfüllung eines Anspruches durch Aufrechnung im Gesetz vorgesehen und im Wirtschaftsleben üblich sei, so der Verein.

FOTO: Lennart Ebersbach

 

 

   
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