Alarm beim FSV: "Zu schwankend und zu wechselhaft"

Nach der 1:2-Niederlage gegen den KFC Uerdingen in letzter Minute trudelt der FSV Zwickau weiter durch die Saison. Bislang konnte das Team von Trainer Joe Enochs noch keine konstanten Leistungen aufbauen, was Sportchef Toni Wachsmuth nun alarmiert.

Sportdirektor spricht Klartext

Dreimal sicherte Toni Wachsmuth als Aktiver den Klassenerhalt für den FSV Zwickau, in seinem ersten Jahr als Sportdirektor der Schwäne schlägt der ehemalige Innenverteidiger nun Alarm: "Wir sind zu schwankend und zu wechselhaft in den Leistungen. Jeder Einzelne muss mehr Konstanz reinbringen." Gegenüber der "Bild"-Zeitung betont der Ex-Profi, dass man eigentlich "mit Wucht, Energie und Leidenschaft" auftreten wolle – gerade in den Heimspielen.

Insbesondere in der ersten Hälfte war davon nichts zu erkennen, wie auch Trainer Joe Enochs am Mikrofon von "Magenta Sport" kritisierte: "Aufgrund der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein, dass wir nicht höher hinten liegen." Enochs vermisste "Bissigkeit und Zielstrebigkeit" und ärgerte sich über den "lethargischen Auftritt" in den ersten 45 Minuten. Nach der Pause schlugen die Zwickauer dann zurück und drehten die Partie beinahe, einzig das Aluminium rettete die Uerdinger in der 73. Minute nach einem Schuss von Fabio Viteritti.

"Verunsicherten Gegner stark gemacht"

Dennoch jubelten die Gäste am Ende, ein Standard in der Nachspielzeit verhagelte dem FSV die Laune. Der Druck der Zwickauer kam zu spät. "Das haben wir viel zu lange vermissen lassen und stattdessen einen verunsicherten Gegner stark gemacht. Das darf uns nicht passieren", schimpfte Wachsmuth und schlug damit in dieselbe Kerbe, wie sein Trainer. "Nachdem wir ausgeglichen haben, hatten wir ordentliche Torchancen. Aber lassen auch ordentliche Torchancen zu. Es war ein sehr offenes Spiel gewesen", gestand Enochs ein, dass der Ausgang zu seinen Ungunsten am Ende höchst unglücklich wirkte.

Aber: "Ich bin froh, dass wir die Chancen haben. Natürlich hält ihr Torwart zweimal gut." Der US-Amerikaner versucht bei seinem Team, das bislang drei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen sammelte, das Positive herauszustellen. Ohne dabei das Wesentliche aus dem Auge zu verlieren: "Wir hatten Chancen, in denen in die Mitte geflankt wurde und keiner da war. Diese Wege müssen wir gehen." Dann sollte es den Zwickauern auch gelingen, konstantere Ergebnisse einzufahren. Denn trotz einer Schelte von der sportlichen Leitung weiß auch Enochs, dass er gleichermaßen verantwortlich ist: "Letztendlich sitzen wir alle in einem Boot." Am kommenden Samstag gastiert der FSV beim formstarken F.C. Hansa Rostock.

   
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