Ärger in München: 1860-Firma mahnt Löwen-Fans ab

Kurz vor Saisonende gibt es beim TSV 1860 München mal wieder Unruhen abseits des Fußballplatzes. Denn der ehemalige Geschäftsführer Anthony Power hat Anhänger des Vereins für die Verwendung des Löwen-Logos abgemahnt. Die Auseinandersetzung soll nun außergerichtlich geklärt werden. 

Abmahnung für Fan-Zusammenschluss und Fanklub

Zuletzt war es verhältnismäßig ruhig geworden um Löwen-Investor Hasan Ismaik und den ehemaligen Geschäftsführer Anthony Power, der damals vom Jordanier zum Verein geholt wurde. Doch nun gibt es mal wieder Ärger mit der Fanszene. Denn die Merchandising GmbH des TSV 1860, deren Geschäftsführer Power mittlerweile ist, hat den Zusammenschluss "Löwenfans gegen Rechts" (LfgR) und einen Fanklub des Vereins abgemahnt, weil sie das Löwen-Logo des Vereins verwendet hatten. Bei dem Fanklub handelt es sich dabei laut der "Abendzeitung" um die "Donau Löwen ’79".

LfgR kündigten Anti-Ismaik-Shirts an 

Der Fanklub und die LfgR hatten wohl Fanartikel des Vereins an der Merchandising GmbH vorbei verkauft. Das größere Problem ist aber, dass die LfgR außerdem angekündigt hatte, zukünftig auch Anti-Ismaik-Shirts verkaufen zu wollen. Dem Investor sind die offensichtlichen Antipathie-Bekundungen im Stadion sowieso schon seit längerem ein Dorn im Auge, nun soll auch die Verwendung des Vereinsemblems in diesem Zusammenhang untersagt werden.

Das ist möglich, weil die Merchandising Firma die Nutzungsrechte für das Wappen besitzt. Für das Verhältnis mit den Fans ist die Abmahnung, die nun außergerichtlich aus der Welt geschafft werden soll, aber kontraproduktiv. Zuletzt hatten schon die Geschäftsführer Michael Scharold und Günther Gorenzel in einer Stellungnahme über die "immer aggressivere Stimmung und immer größere Gräben in unserer Fanlandschaft" geklagt und daran appelliert, nicht für weitere Eskalationen zu sorgen. Dabei hatten sie auch bereits die LfgR und ihre T-Shirts im Blick. Die Abmahnung war nun anscheinend der nächste Schritt.

   
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