Zwickau lässt Wegkamp ziehen und will neuen Stürmer holen

Bereits vor einigen Tagen hatte sich der Wechsel von Zwickaus Gerrit Wegkamp zu Viertligist Preußen Münster angedeutet, nun meldeten beide Vereine Vollzug. Der bis Juni 2021 laufende Vertrag des 27-Jährigen wird zum 31. Dezember 2020 aufgelöst. 

Erst Stammspieler, dann Reservist

"Wir bedanken uns bei Gerrit für eineinhalb Jahre beim FSV Zwickau. Er war immer ein positiver Typ und für seine neue Aufgabe in der Heimat wünschen wir 'Wego' alles erdenklich Gute und viel Erfolg", so Sportchef Toni Wachsmuth. Wegkamp war im Sommer 2019 von den Sportfreunden Lotte nach Zwickau gekommen und gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den Stammspielern (36 Einsätze, sechs Tore). In der laufenden Saison war er jedoch nur Reservist und kam lediglich für 104 Minuten zum Einsatz – aufgeteilt auf sechs Spiele. Am Sonntag verbuchte er gegen Rostock mit 35 Minuten seinen längsten Einsatz. In sieben Partien gehörte der Angreifer, der insgesamt 45 Spiele für Zwickau bestritt, aber gar nicht erst zum Kader.

Mit dem Wechsel nach Münster kehrt Wegkamp (211 Drittliga-Spiele) nun in seine Heimat-Region zurück, wurde er doch im 45 Kilometer von Münster entfernten Ochtrup geboren. Die Adlerträger belegen nach dem Abstieg aus der 3. Liga derzeit den fünften Tabellenplatz in der Regionalliga West, der Rückstand auf Spitzenreiter Rot-Weiss Essen beträgt jedoch bereits 16 Punkte. Entsprechend wird Münster wohl auch in der kommenden Saison viertklassig spielen. Wegkamp soll derweil den Angriff ankurbeln, nachdem Münster in 20 Partien nur 28 Tore erzielt hat. "Seine Verpflichtung soll sich nicht nur in kurzfristigen Erfolgen niederschlagen, sondern sich auch als Vorgriff auf die nächste Saison auszahlen", so Preußen-Sportdirektor Peter Niemeyer.

Zwickau will nachlegen

Der FSV Zwickau will sich nach dem Abgang des Stürmers derweil "im Angriff noch einmal verstärken", wie Wachsmuth ankündigt. Angesichts von lediglich 14 Toren in 14 Partien können die Westsachsen einen treffsicheren Stürmer in der Tat gut gebrauchen. In den acht Heimspielen gelangen Zwickau gar nur fünf Tore. Die schwache Heimbilanz (acht Spiele, sechs Niederlagen) ist es auch, die Zwickau unter dem Strich in die Winterpause gehen lässt. Nach der Niederlage gegen Rostock schlug Trainer Joe Enochs Alarm.

   
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