Jetzt im Ticker: Topspiel in Darmstadt – Kellerduell beim FCS

Der 16. Spieltag wird am heutigen Samstag mit gleich neun Partien eröffnet (live im Ticker von liga3-online.de). Ganz besonders im Fokus stehen wird das Topspiel zwischen dem SV Darmstadt 98 und RB Leipzig. Mit nunmehr 27 Punkten nach 15 Spielen belegt Aufsteiger RB Leipzig den direkten Aufstiegsplatz zwei. Darmstadt 98 ist überraschend gut in die Saison gestartet und liegt derzeit auf einem beachtlichen dritten Tabellenrang. Für Spannung wird in dieser Partie also bestens gesorgt sein. RB-Coach Alexander Zorniger drückte auf der Pressekonferenz vor dem Spiele seine Vorfreude und zugleich auch seinen Respekt vor dem Kontrahenten aus.

„Darmstadt hat Qualität, um bis zum Ende oben mit dabei zu sein”

So erklärte er etwa: „Wir freuen uns auf Darmstadt. Meine Jungs strotzen vor Spielfreude. Wird ein Highlight-Spiel wie Heidenheim.” Zudem kennt er die prickelnde Atmosphäre im altehrwürdigen Stadion: “Sehr euphorisches Publikum am Böllenfalltor.” Vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt, konnte der SVD sich mit attraktiven Offensivfußball bis an die Aufstiegsplätze heranpirschen. Dort wird der ehemalige Bundesligist auch bleiben, wenn man den Worten von RBL-Coach Zorniger lauscht: „Darmstadt hat Qualität, um bis zum Ende oben mit dabei zu sein.” Besonders „Lilien“-Goalgetter Dominik Stroh-Engel hat es ihm besonders angetan. Mit 14 Treffern in 14 Ligaspielen  verkörpert der fast 28-Jährige die eingebaute Torgarantie. Dazu meint Leipzigs-Trainer folgendes: „Stroh-Engel ist sehr kopfballstark, aber auch dynamisch und technisch gut.”

Kellerduell zwischen Saarbrücken und Münster

Ein enges und spannendes Duell erwartet die Zuschauer auch in Saarbrücken, wo der FCS den SC Preußen Münster empfangen wird. Beide Mannschaften stehen überraschend im Tabellenkeller und müssen unbedingt gewinnen, um nicht den Anschluss an das gesicherte Tabellenmittelfeld zu verlieren. Ein konkurrenzfähiger Kader und ausreichende finanzielle Mittel ließen die Hoffnung zu Saisonbeginn bei beiden Teams auf das obere Tabellendrittel zunächst nicht unbegründet erscheinen. Dennoch gestaltet sich der tatsächliche Saisonverlauf für die Teams bislang anders. Angesichts des Abstiegskampfes, der sich inzwischen bei beiden Vereinen eingestellt hat, wurden bereits die Trainer gewechselt. Diese sind sich der Möglichkeit, nun gegen einen direkten Konkurrenten punkten zu können, bewusst. Mit einem Auswärtssieg möchte Preußens Trainer Ralf Loose die gedrückte Stimmung im Verein schnellstmöglich beenden: „Es muss ‘Klick’ machen, es muss mehr Feuer rein.“

Heidenheim will zuhause wieder gewinnen

Mit viel Feuer möchte auch der 1. FC Heidenheim sein Heimspiel gegen die SV Elversberg bestreiten. Nach zuletzt zwei Heimauftritten ohne Sieg und gar ohne Tor soll heute wieder ein Sieg folgen. Ein Treffer gegen Elversberg ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, was auch FCH-Coach Frank Schmidt weiß. „Wir treffen auf einen Gegner, der seine Stärken in der Defensive hat.“ Dies belegen die erst 15 Gegentreffer der Elversberger. Nur Darmstadt und Heidenheim können eine bessere Defensive vorweisen. Personell hat sich bei den Hausherren zum Spiel in Kiel nichts geändert. Neben Beermann und Feistle, die langfristig ausfallen, wird weiterhin auch Marcel Titsch-Rivero (Bauchmuskelverletzung) pausieren müssen.

Springt Chemnitz ins gesicherte Mittelfeld?

Weiter unten in der Tabelle hofft der Chemnitzer FC auf einen dreifachen Punkterfolg gegen Wehen Wiesbaden. Für den CFC ist die bisherige Saison so gar nicht den eigenen Vorstellungen verlaufen. Nach der Verpflichtung von hochkarätigen Spielern vor der Saison hatte man sich bei den Sachsen insgeheim sogar ein Mitmischen im Aufstiegskampf versprochen. Dem ist aber nicht so und man steht nun mit 17 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz und hat vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Der Gast Wehen Wiesbaden hat nach einem überaus starken Saisonstart derzeit auf dem siebten Platz mit Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

Hansa strebt dritten Sieg in Folge an

In Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen könnte heute auch wieder Hansa Rostock kommen. Hierfür wäre ein Sieg, es wäre der dritte in Folge, gegen den Tabellenletzten aus Burghausen nötig. Doch die schlechte Tabellenposition des Gegners gibt Hansa-Coach Andreas Bergmann keinen Grund dazu, überheblich zu werden: “Burghausen ist derzeit 20. und trotzdem lassen wir uns garantiert nicht von der Tabellensituation blenden. Die Truppe hat Darmstadt, vielleicht die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga, in Unterzahl geschlagen und ist motiviert”. Vor allem das schnelle Umschaltspiel über Müller und Thee haben den 54-Jährigen zuletzt überzeugt. Wenn die Kogge an die Leistung aus dem Spiel gegen Münster, das 1:2 gewonnen werden konnte, anknüpft, “werden wir das Spiel gewinnen”, gibt sich Bergmann optimistisch.

Personell geschwächte Erfurter reisen nach Dortmund

Optimistisch zeigen sich auch die Erfurter vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II. Nachdem Prestige-Sieg gegen den Chemnitzer FC am vergangenen Samstag ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Das Auftreten seiner Mannschaft gegen die Sachsen gefiel Trainer Walter Kogler und er fordert dieselbe Einstellung auch im Stadion Rote Erde von seinem Team. “Das wäre der Schlüssel, um auch auswärts mal wieder etwas zu erreichen”, sagte der 45-Jährige, der die zweiten Mannschaften als “technisch besonders hoch veranlagt” sieht. Personell muss er erneut umstellen. Nach seiner roten Karte wird Rechtsverteidiger Rafael Czichos zwei Spiele fehlen. Auch Innenverteidiger Stefan Kleineheismann muss aufgrund seiner fünften gelben Karte zusehen. Wahrscheinlich ist der Einsatz von Marco Engelhardt in der Innenverteidigung, Niklas Kreuzer wird auf die rechte Seite rücken und Luka Odak auf links ausweichen. In der Offensive wird wohl erneut Jonas Nietfeld seine Chance bekommen.

Zudem spielt der Hallesche FC bei den Stuttgarter Kickers, der SSV Jahn Regensburg gegen Holstein Kiel und die SpVgg Unterhaching gegen den VfB Stuttgart II.

 

Mitarbeit: Henning Klefisch, Richard Grossmann, David Hitzler, Christoph Lesk, Julian Koch// FOTO: GEPA Pictures

   
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