"Wir bleiben uns treu": Warum der FCS auch Rückschläge wegsteckt

Der 1. FC Saarbrücken hat erneut einen Rückstand gedreht und das Derby gegen den SV Waldhof Mannheim gewonnen. Florian Pick erklärte, warum der FCS auch nach Rückschlägen ruhig bleibt – und weshalb er sich trotzdem etwas anderes wünschen würde.

"Das ist mein Move"

Ein Rückstand im Ludwigsparkstadion? Für den 1. FC Saarbrücken derzeit kein Problem – so auch gegen den SV Waldhof Mannheim. Die Saarländer drehten die Partie dank der Treffer von Kai Brünker (25.) und Florian Pick (60.) – und holten damit die Punkte zehn bis zwölf nach Rückständen in dieser Saison – Spitzenwert zusammen mit Duisburg. Letzterer erinnerte mit seinem Tor an Arjen Robben: Von der Außenbahn zog er ins Halbfeld und schloss erfolgreich ab. "Das ist mein Move. Jeder, der meine Tore aus dem letzten Jahr kennt, weiß, was ich mache. Ich hatte heute schon davor zwei Aktionen dieser Art. Bei der zweiten hatte ich den Ball gut liegen, verziehe aber. Schon der hätte drin sein müssen", sagte Pick bei "MagentaSport". Die vergebene Chance "hat mich sehr aufgeregt. Deshalb habe ich mir vor dem Tor gesagt, dass ich mir das dieses Mal nicht nehmen lasse".

Warum Saarbrücken derzeit so gut mit Rückschlägen umgehen kann, erklärte Cheftrainer Argirios Giannikis: "Es ist ein Learning. Wir besinnen uns, wenn es schwierig wird, auf unsere Grundsätze. Wir kommen zusammen und holen uns, was uns Sicherheit gibt. So greifen die Abläufe wieder." Pick ergänzte: "Wir machen uns nicht verrückt und bleiben uns treu. Wir fangen nicht an, plötzlich Harakiri zu spielen." Trotz der erfolgreichen Aufholjagd hat der Kapitän einen Wunsch: "Dass wir auch mal in Führung gehen zu Hause. Ich will nicht wissen, was dann los ist. Dann kommen wir vielleicht mal so richtig in den Flow."

Partynacht? "Man muss mal schauen"

Nach dem Derbysieg herrschte zunächst "heute pure Freude. Es war schön, dass wir das, was wir letzte Woche verbockt haben, umbiegen konnten". Doch für Pick zählt nun der nächste Schritt: "Wir müssen das auswärts bestätigen. Wir wollen nicht gewinnen und dann wieder verlieren, sondern Kontinuität." Tatsächlich glichen die vergangenen fünf Partien einer Achterbahnfahrt: Auf ein Unentschieden folgten abwechselnd Sieg und Niederlage. "Wir haben eine junge, geile Truppe. Es geht darum, dass wir jede Woche in der Liga unser Maximum abrufen", so Pick.

Doch zumindest für den Sonntagabend könnten Feierlichkeiten anstehen. Giannikis wäre unter einer Bedingung damit einverstanden: "Die Mannschaft darf gern etwas machen, solange sie am Montagmorgen wieder zur Videoanalyse da ist. Denn am Freitag steht ein schwieriges Spiel beim Tabellenführer an." Entsprechend verhalten fiel auch Picks Antwort vor der Partie bei Viktoria Köln aus: "Man muss mal schauen, zumal wir auch Sonntag haben", sagte er schmunzelnd und schob hinterher: "Wir spielen ja schon wieder am Freitag und haben dementsprechend eine kurze Woche. Danach ist ja Länderspielpause, da können wir zusammen weggehen. Es wird also eher vertagt."

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button