"Kein Vorwurf an Hamadi": Fortuna Köln weiter ohne Heimsieg

Fortuna Köln hatte gegen die Würzburger Kickers die große Chance, den ersten Heimsieg einzufahren. Weil Hamadi Al Ghaddioui einen Elfmeter verschoss, stand der Aufsteiger nach dem Spiel aber wieder mit leeren Händen da.

"Das entscheiden die Jungs auf dem Platz"

Auch im sechsten Anlauf blieb die Fortuna ohne Heimsieg. Dabei war die Mannschaft von Trainer Matthias Mink drauf und dran, das Spiel nach dem frühen Rückstand zu drehen. In der 44. Minute gelang Romeo Aigbekaen per Elfmeter der Ausgleich. Nur drei Minuten später gab es wieder einen Strafstoß. Dieses Mal trat Al Ghaddioui an, aber er scheiterte am Würzburger Torwart. "Wir machen das nach Gefühl, weil wir eigentlich beide sicheres Schützen sind", erklärte der Unglücksrabe bei "MagentaSport", warum er die Verantwortung übernahm. "Hat heute leider nicht geklappt. Muss man den Mund abwischen und weitermachen", so der 36-Jährige.

Der Fehlschuss ärgerte Trainer Matthias Mink, der seinen Stürmer aber in Schutz nahm: "Schlussendlich entscheiden das die Jungs auf dem Platz selbst. Es ist kein Vorwurf an Hamadi." Allerdings war die vergebene Chance symptomatisch für die mangelnde Konsequenz der Kölner. "Aber wenn du dann kurz vor der Halbzeit das Momentum so auf deine Seite ziehst, musst du die Dinger machen und die machen wir aktuell nicht", konstatierte Mink. Zwar ist die Torflaute im eigenen Stadion beendet. Zu drei Punkten reichte es aber wieder nicht "Der Knoten ist geplatzt, aber drei Punkte haben wir trotzdem nicht. Das war unser klares Ziel, heute einen Heimsieg einzufahren. Das haben wir nicht geschafft", musste Al Ghaddioui feststellen.

"Täglich grüßt das Murmeltier"

Unter dem Strich bleibt, dass die Kölner es verpasst haben, einen Schritt aus dem Keller zu machen und am direkten Konkurrenten aus Würzburg vorbeizuziehen. Mit zehn Punkten bleiben die Südstädter auf dem vorletzten Platz, drei Zähler hinter einem Nichtabstiegsplatz. "Das war ein Sechs-Punkte-Spiel heute. Das wussten wir auch. Deswegen haben wir uns viel vorgenommen. Sehr bitter, dass wir das nicht ziehen", räumte der Stürmer ein und ergänzte: "Aber es hilft alles nichts. Man muss weitermachen, weiter Gas geben, an den Dingen ansetzen, die noch nicht so gut funktionieren."

Bei so vielen Rückschlägen ist es nicht einfach, den Kopf oben zu halten. Dennoch versuchte der Trainer nach dem Spiel, seine Schützlinge wieder aufzurichten. "Haltung zeigen, dranbleiben, Qualität verbessern. Wir haben genug Situationen gehabt. Es ist so ein bisschen 'täglich grüßt das Murmeltier'", meinte Mink, der einmal mehr die positiven Dinge aus dem Spiel mitnehmen muss: "Wir hatten viele Phasen, die auch gut waren. Da müssen wir einfach dranbleiben und den Punch entwickeln. Das ist unsere Aufgabe in den nächsten Tagen und Wochen." Für die Fortuna geht es am nächsten Samstag beim SV Waldhof Mannheim weiter.

   

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