"Der Glaube daran ist wieder da": Würzburg beendet Auswärtsfluch
Erster Auswärtssieg der Saison, wichtige "Big Points" und eine angenehme Heimfahrt: Die Würzburger Kickers setzten sich bei Fortuna Köln mit 2:1 durch. Tarsis Bonga hatte daran entscheidenden Anteil.
"Das kann Mut machen"
Zur Abwechslung gab es für die Würzburger Kickers mal eine Heimfahrt, "bei der mehr gelacht werden darf", freute sich Tarsis Bonga am Mikrofon von "MagentaSport". Der Stürmer hatte mit einem Assist und seinem Treffer zum 2:1-Erfolg im Kellerduell mit Fortuna Köln erheblichen Anteil am Auswärtssieg. Die erste Führung leitete der 29-Jährige mit einer Balleroberung und dem entscheidenden Pass ein. "Ich glaube, dass wir sehr gefährlich sein können, wenn ich mit Tempo auf die Kette zulaufen kann", analysierte er. Zugleich freute er sich, dass Elios Muteba "den so platziert abgeschlossen hat. Für ihn waren es keine einfachen Wochen. Das kann Mut machen".
Allerdings verloren die Kickers in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit den Faden. "Wir haben gemerkt, dass die Fortuna mehr Druck machen möchte. Wir haben es nicht geschafft, die Bälle hinter die Kette zu bekommen. So konnten sie immer schnell wieder aufziehen", erklärte Bonga. Auch zu den beiden Strafstößen hatte er eine Einordnung: "Es waren taktische Fehler und ein bisschen fehlende Cleverness." Ebrahim Farahnak foulte zweimal, doch nur einmal wurde es bestraft. Den zweiten Strafstoß parierte Marko Rajkovacic.
"Musste nicht mal hochspringen"
"Da muss ich ein Lob aussprechen. Ich weiß, er wird immer mal wieder von Hipper-Fans kritisiert", sagte Cheftrainer Michael Schiele über seinen Torhüter. So ging Schiele mit einem 1:1 und einigen Bauchschmerzen in die Pause. Für ihn war es äußerst fraglich, "ob wir die 45 Minuten so durchhalten. Aber wir haben wenig zugelassen". Und schließlich nutzten die Kickers eine Standardsituation zum Sieg. Besonders dürfte Schiele freuen, dass Franjic diese vorbereitete, nachdem er zuvor von ihm eingewechselt worden war. "Ich hatte zuvor ein bisschen Pech mit meinen Entscheidungen, nun lag ich mal richtig", resümierte Würzburgs Trainer.
Ein besonderes Lob hatte Torschütze Bonga ebenfalls parat: "Matthias Lust (Co-Trainer; d. Red.) bereitet mit uns vor jedem Spiel ein, zwei Ideen vor. Das war zudem eine sensationelle Ecke. Ich musste nicht mal hochspringen." Durch den Auswärtssieg schlugen die Kickers gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen war der erste Saisonsieg in der Fremde wichtig, damit "der Glaube daran wieder da ist. Die Jungs sind zuletzt hart mit sich ins Gericht gegangen". Zum anderen waren es "Big Points" gegen einen direkten Konkurrenten. Doch: "Nun gilt es, zuhause nachzulegen." Hoffenheim II ist am Sonntag der nächste Gegner. Bis dahin darf die Mannschaft die Heimfahrt "auch mal genießen".