"Nach wie vor unverständlich": Havelse übt erneut Kritik am DFB

Weil das Eilenriedestadion nach Ansicht des DFB weiterhin nicht drittligatauglich ist und in der Heinz von Heiden Arena nicht zwei Spiele binnen 24 Stunden stattfinden können, ist das Heimspiel des TSV Havelse gegen Fortuna Köln auf Antrag der Niedersachsen um sechs Tage verlegt worden. Im Zuge dessen übt der TSV erneut Kritik am DFB, nachdem es schon Ende August klare Worte gegeben hatte.

DFB widerspricht den Behörden

Auch wenn der TSV Havelse in den Zulassungsunterlagen zur neuen Saison ausschließlich die Heinz von Heiden Arena als Spielstätte angegeben hatte, war die Hoffnung groß, wie in der vergangenen Saison erneut im Eilenriedestadion spielen zu können. Zumal Stadt, Feuerwehr und TÜV nach Vereinsangaben bereits grünes Licht für die im Sommer zunächst ab- und dann wieder aufgebauten Zusatztribünen gegeben hatten.

Doch weil der DFB bei einem Vor-Ort-Termin im August mit Vertretern des Vereins, des Stadionbetreibers, der Feuerwehr, der Bauaufsicht sowie eines vom DFB hinzugezogenen Sachverständigen noch Mängel an den installierten Zusatztribünen festgestellt hatte, wurde aus dem Plan nichts. Auch nach wie vor sieht der Verband das Eilenriedestadion nicht als vollumfänglich drittligatauglich an, sodass die Partie gegen Fortuna Köln nicht in die letztjährige Spielstätte der Niedersachsen verlegt werden konnte, sondern auf einen anderen Termin verschoben werden muss – in der Heinz von Heiden Arena.

"Total unnötige Zusatzausgaben"

Sehr zum Ärger von Geschäftsführer Björn Benke: "Wir sind am Ende die Leidtragenden. Es ist für uns nach wie vor unverständlich, warum wir nicht in einem spielbereiten Stadion spielen können", sagt er in der "Neuen Presse". Ärgerlich ist der Umzug in die 96-Arena vor allem aus finanziellen Gründen. Die Miete für das Stadion des Zweitligisten soll angeblich doppelt so hoch sein wie für das Eilenriedestadion. Benke spricht daher von "total unnötigen Zusatzausgaben".

Auch das Heimspiel gegen Sonnenhof Großaspach muss der TSV am Samstag wieder in der Heinz von Heiden Arena austragen. Erst Mitte Oktober, wenn es gegen die Würzburger Kickers geht, soll es zurück in das Eilenriedestadion gehen. Zumindest, wenn die vom DFB beanstandeten Mängel bis dahin behoben sind. "Ob wir von den Mängeln überzeugt sind oder nicht, wir müssen sie beseitigen. Und das kann nur in der Länderspielpause passieren", so Benke. Anfang Oktober soll es nochmal einen Vor-Ort-Termin geben. Auch 96-Boss Martin Kind hatte im Hinblick auf die Stadionproblematik zuletzt Kritik am DFB geäußert. 

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button