Seit drei Spielen sieglos: Warum es beim Waldhof derzeit nicht läuft

Groß war sie, die Euphorie beim SV Waldhof Mannheim nach dem Auftaktsieg gegen Fortuna Düsseldorf. Doch seitdem in drei Spielen nur noch ein Punkt dazukam, ist die Euphorie inzwischen Ernüchterung gewichen. liga3-online.de analysiert, warum es derzeit nicht läuft.

Schwache Chancenverwertung

Wie konnte der Waldhof dieses Spiel bloß verlieren? Diese Frage stand nach dem 0:1 gegen den SC Verl am Samstag im Raum. Denn spielerisch waren die Buwe dem Schlusslicht überlegen, verpassten es aber, ihre Chancen in Tore umzumünzen. Entweder stand Torhüter Timo Schlieck im Weg, oder aber die Mannschaft von Trainer Rui Mota ließ die letzte Genauigkeit vermissen. Allein Goncalo Gregorio hätte mindestens zwei Tore erzielen müssen, mehrfach fehlten nur Zentimeter. In den Spielen gegen Düsseldorf, Rostock und Havelse hatten sich die Buwe zuvor deutlich effizienter gezeigt.

Umgang mit Führungen

Betrachtet man die Tabelle nur nach den ersten 45 Minuten, wäre der Waldhof mit neun Punkten auf dem zweiten Platz. Denn sowohl in Rostock als auch beim TSV Havelse gingen die Buwe mit einer Führung in die Pause, verspielten diese im zweiten Durchgang aber noch. In beiden Duellen lag Mannheim zwischenzeitlich sogar mit zwei Treffern vorne – in Rostock gar doppelt. Doch während sich der SVW in Rostock von Standards überrumpeln ließ und allein zwei Gegentore nach Einwürfen kassierte, stellte Mannheim in Havelse nach dem 2:0 einfach das Spielen ein. Mota sprach im Nachgang von einer "sehr enttäuschenden Leistung" und war vor allem mit dem Einsatz überhaupt nicht zufrieden.

Startelf steht noch nicht

Dass es zu Saisonbeginn oftmals zu Wechseln in der Startelf kommt, ist zwar nicht ungewöhnlich – gerade nach größeren Umbrüchen. Doch beim Waldhof gab es vor den Partien bislang auffällig viele Wechsel auf entscheidenden Positionen. Vor Rostock musste der gegen Düsseldorf starke Mendes auf die Bank, gegen Havelse waren Polte, Ulbricht und Müller nicht mehr von Beginn an dabei und auch gegen Verl nahm Mota wieder drei Änderungen vor und ließ dieses Mal unter anderem Thalhammer auf der Bank. Auch das passende System scheint Mota noch nicht gefunden zu haben: Gegen Havelse ließ er im 4-3-3 spielen, gegen Verl im 4-4-2.

Wechsel verpuffen

Während die eingewechselten Spieler bei Tabellenführer MSV Duisburg bereits neun Scorerpunkte gesammelt haben (Liga-Spitze), steht beim SVW noch eine Null. Auch gegen Verl verpufften die Wechsel wieder, als Thill und Sarenren Bazee nach 61 Minuten auf den Platz kamen. Auch Boyd und Mickels konnten den Kurpfälzern in der Schlussphase nicht ihren Stempel aufdrücken. "Der Plan war, neue Energie und mehr Geschwindigkeit auf das Feld zu bringen", erklärte Mota im Nachgang, musste aber einräumen, "dass es nicht funktioniert hat". Stattdessen kam es gar zu einem Bruch im Spiel.

Fazit

Spielerisch hat der Waldhof bislang durchaus einen Schritt nach vorne gemacht. Die Mannschaft tritt mutiger auf als in den vergangenen Jahren, erspielt sich Chancen und kann Gegner phasenweise dominieren. Gleichzeitig fehlen noch die Konstanz und Reife, um gute Leistungen über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Hinzu kommen eine ausbaufähige Chancenverwertung sowie Probleme im Umgang mit Führungen. Die gute Nachricht aus Mannheimer Sicht: Viele der aktuellen Baustellen wirken korrigierbar. Entscheidend wird nun sein, dass die Buwe ihre spielerischen Fortschritte schnell auch wieder in Punkte ummünzen.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button