Neuendorf bestätigt: DFB plant Bundestag für RL-Reform

Der DFB will auf einem außerordentlichen Bundestag über das sogenannte Kompassmodell abstimmen. Das bestätigte DFB-Präsident Bernd Neuendorf am Samstag und zeigte den Weg für den Entscheidungsprozess auf.

"Der DFB ist gefordert"

Seit Monaten ringen die Regional- und Landesverbände um eine Lösung für die ungerechte Aufstiegsregelung in den Regionalligen, konnten sich bislang aber nicht auf eine Reform einigen. Unter der Woche war durchgesickert, dass sich der DFB nun höchstselbst für die angestrebte Reform einsetzen will. "Wir alle haben den Anspruch, dass Meister aufsteigen müssen. Es kann nicht sein, dass in der Regionalliga fünf Meister gekürt werden, aber am Ende nur vier in der 3. Liga landen", unterstrich Neuendorf.

Um dies zu ändern, wurden verschiedene Modelle ausgearbeitet. Bei der Abstimmung der Vereine der 3. Liga sowie der Regional- und Oberligen erhielt Ende Juni das Kompassmodell im Norden, Nordosten und Westen die Mehrheit. Der Südwesten und Bayern sprachen sich für andere Alternativen aus. Eine verfahrene Situation, die der DFB nun lösen will. "Die Menschen würden es nicht verstehen, wenn wir jetzt achselzuckend zur Tagesordnung übergehen. In so einer Situation ist der DFB gefordert."

Bundestag im Dezember 2026 oder Anfang 2027

Neuendorf kündigte an, dass das DFB-Präsidium im September über die Einberufung eines außerordentlichen Bundestages entscheiden soll. Dieser soll entweder im Dezember 2026 oder Anfang 2027 stattfinden. Dort sollen die Delegierten darüber abstimmen, "ob dieses Modell zum Zuge kommt", sagte Neuendorf mit Bezug auf das Kompassmodell. Er sieht den Verband in der Verantwortung, das Heft in die Hand zu nehmen. "Entscheidend ist, dass wir einen Weg aufzeigen, der uns sehr zeitnah zu einer Lösung führt, zu einem Votum des Bundestages, das dann auch verbindlich für alle ist und unter dem Strich sagen können: Meister müssen aufsteigen."

 

   

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