"Spielen uns selbst in die Scheiße rein": SSV-Frust nach erneuter Pleite
Auch eine Führung sowie eine 65-minütige Überzahl haben dem SSV Jahn Regensburg nicht für den zweiten Saisonsieg gereicht, stattdessen setzte es bereits die dritte Niederlage. Der Frust darüber war groß, da die Niederlage unnötig war.
"Nervt mich auch kolossal"
Als Lucas Hermes nach 56 Minuten das 1:0 für den Jahn erzielte, sprach vieles für die Regensburger. Schließlich war der MSV Duisburg bis zu diesem Zeitpunkt kaum im Spiel. Doch das änderte die Jahnelf dann höchstpersönlich selbst. "Du bringst dich im Spielaufbau in Schwierigkeiten, wo du überhaupt nicht in der Not bist, den Ball nach vorne zu spielen und wo du das Geschehen mit zwei Kontakten verlagern kannst", ärgerte sich Trainer Sascha Hildmann bei "MagentaSport" über die Entstehung des Gegentreffers zum 1:1 nach 71 Minuten, als sich die Hausherren auskontern ließen. "Du spielst dich selbst ins Pressing rein und lässt einen Konter zu. Das ist für mich nicht nachvollziehbar und nervt mich auch kolossal, weil wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben."
Seine Mannschaft habe "alles unter Kontrolle gehabt" und hätte es in Überzahl "cleverer runterspielen" müssen, haderte Hildmann. Und als wäre ein Gegentreffer nicht schon ärgerlich genug gewesen, kassierten die Oberpfälzer in der 81. Minute auch noch einen zweiten und gaben die Partie damit endgültig aus der Hand. "Das darf nicht passieren", ärgerte sich der Jahn-Coach und sprach von einer "ganz bitteren Niederlage", die "total vermeidbar" gewesen sei. "Wir haben uns die Niederlage heute selbst zuzuschreiben. Und das tut total weh."
"So ein Spiel darfst du nie und nimmer verlieren"
Auch Felix Strauss monierte, dass sich das Team "selbst in die Scheiße reingespielt" hätte. "Ich werde noch einige Stunden brauchen, um zu verstehen, warum wir das Spiel aus der Hand geben." Einen Erklärungsansatz hatte der 25-Jährige aber bereits: "Das 1:1 hat uns die Energie genommen." Das sei auch auf dem Platz wahrnehmbar gewesen. "Ich weiß nicht, warum. Da müssen wir dranbleiben. So ein Spiel darfst du nie und nimmer verlieren."
Zwar gratulierte er den Zebras dafür, "dass sie alles geben, zu Zehnt verteidigen und das Spiel gewinnen. Aber wir haben das Spiel hergegeben. Und das darf uns so einfach nicht passieren. Das war völlig unnötig." Durch die dritte Niederlage im vierten Spiel sind die Regensburger in der Tabelle auf den viertletzten Rang abgerutscht. Im Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen am nächsten Samstag muss nun unbedingt der zweite Saisonsieg her. "Das wird ein heißes Spiel mit einer heißen Stimmung. Aber vielleicht ist es jetzt genau das richtige Spiel für uns", blickte Hildmann voraus. Angehen wollen die Regensburger die Partie "genauso wie heute" – mit dem Unterschied, das Spiel dann nicht wieder aus der Hand zu geben.