Landespokal: Würzburg dreht Rückstand in Unterzahl und siegt

Nach einem harten Stück Arbeit und in Unterzahl sind die Würzburger Kickers ins Viertelfinale des bayerischen Landespokals eingezogen. Gegen den Fünftligisten TSV Neudrossenfeld schien bereits früh alles in die richtige Richtung zu laufen, bis Embaye schon früh nach einer Notbremse vom Feld musste. Mit vereinten Kräften wurde später sogar ein Rückstand noch gedreht und die Partie mit 5:2 gewonnen. 

Eine rote Karte stellt alles auf den Kopf

Gegen den Fünftligisten warf Kickers-Trainer Michael Schiele die Rotations-Maschine an und veränderte seine Startformation auf neun Positionen im Vergleich zur 0:3-Niederlage in der Liga beim MSV Duisburg. Dennoch gingen die Kickers als Favorit ins Spiel, übernahmen von Beginn an die Kontrolle und erzielten mit einem der ersten Angriffe die Führung. Meisel nahm einen langen Ball von Ochs im gegnerischen Sechzehner super mit und lupfte ihn über den TSV-Keeper zum 1:0 in die Maschen (6.). So weit, so gut. Nur wenige Minuten später aber unterschätzte Embaye einen langen Ball, griff als letzter Mann zur Notbremse gegen Hrgota und flog mit glatt Rot vom Feld (11.).

Würzburg agierte nun nur noch zu Zehnt und vermochte den Vorsprung auf der Anzeigetafel nicht mehr lange zu halten. Ein Missverständnis zwischen Kiefersauer und Torhüter Rajkovacic nutzte Hofmann eiskalt auf und stellte auf 1:1 für Neudrossenfeld (24.). Und nur einen toll ausgeführten Konter später gelang Hrgota sogar die Führung für den Außenseiter (28.). Ein Schock für die Würzburger, den sie aber gut verkrafteten. Erst traf Berisha nach tollem Solo zum 2:2 (42.), dann rutschte TSV-Keeper Lauckner ein Schuss von Ochs durch die Arme und so ging Würzburg gar mit einem 3:2 in die Pause (45.+2).

Nischalke verschießt und entscheidet

Mit Beginn des zweiten Durchgangs und nun unter Flutlicht sollte sich das Spielgeschehen ein wenig beruhigen. Neudrossenfeld suchte in Überzahl zwar immer wieder den Weg nach vorne, Würzburg besaß aber genügend Qualität um die Angriffe frühzeitig zu stoppen und beschränkte sich ebenfalls nicht nur auf die Defensive, so dass sich beide Teams ein wenig neutralisierten. Nach 74 Minuten gab es dann mal wieder nennenswertes zu berichten, als den Würzburgern ein Elfmeter zugesprochen wurde. Nischalke nahm sich der Sache an, scheiterte aber an Keeper Lauckner (76.). 

Somit blieb es in der Schlussphase eng, die Überraschung lag weiterhin in der Luft. Bis Nischalke seinen Fauxpas dann doch noch ausbügelte. Steilgeschickt umkurvte er den gegnerischen Keeper und schob zum 4:2 ein, womit das Spiel nun vorzeitig entschieden war. Deppner sorgte in der Nachspielzeit gar noch für das 5:2 (90.+4). Nach einem harten Stück Arbeit ziehen die Würzburger Kickers somit doch ins Viertelfinale des Landespokals ein und dürfen weiter vom Titel und einer erneuten Teilnahme am DFB-Pokal träumen. In der 3. Liga geht es derweil am Sonntag gegen den VfB Stuttgart II weiter.

   

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