Hansa-Jubel: "Das Ausrufezeichen, das ich mir gewünscht habe"

Sieben Punkte aus drei Spielen: Es läuft beim F.C. Hansa Rostock, der beim 4:2 in Saarbrücken am Sonntagnachmittag auch das zweite Auswärtsspiel in dieser Saison gewonnen hat. Trainer Daniel Brinkmann sprach von einem Ausrufezeichen.

"Super Reaktion" nach dem 1:1

Eigentlich hatte die Kogge zur Pause nach dem Treffer von Dajaku (32.) alles im Griff, kassierte dann aber nur 70 Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich und blieb damit wieder nicht ohne Gegentor. Doch wer dachte, Hansa würde nach dem Rückschlag vollkommen einbrechen, sah sich getäuscht. Innerhalb von nur 19 Minuten zog der FCH über Carstens (55.), Fatkic (60.) und Wallner (74.) wieder auf 4:1 davon. Trainer Daniel Brinkmann sprach bei "MagentaSport" von einer "super Reaktion", wenngleich das 1:1 "besser verteidigt" werden müsse. "Aber wir sind zu Recht wieder in Führung gegangen und am Ende der verdiente Sieger." 4:2 bei einem heimstarken Team wie dem FCS zu gewinnen, "ist das Ausrufezeichen, das ich mir gewünscht habe", hielt der 40-Jährige fest.

Ein Ausrufezeichen war der Auftritt auch deshalb, weil wie schon vor zwei Wochen gegen Mannheim gleich drei Treffer nach einem Standard fielen. Zweimal war die Kogge per Ecke erfolgreich, einmal vom Elfmeterpunkt. Warum die ruhenden Bälle der Kogge für die Gegner so schwer zu verteidigen sind? "Weil unsere Jungs mit Wucht kommen", hielt Brinkmann fest. "Dazu ist das Blockspiel immer ein gutes Mittel, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen." Dass es überhaupt zu den Standards gekommen war, lag auch daran, dass Hansa gelungen war, "die Statik des Gegners ein bisschen durchzuwirbeln".

Kopacz nach "turbulenter Woche" von Beginn an

Anteil daran hatte wiederum David Kopacz, der nur zwei Tage nach seiner Verpflichtung direkt in der Startelf stand. Der Offensivspieler blickte auf eine "turbulente Woche" zurück, in der alles "sehr schnell" gegangen sei. In Rostock sei er aber "super aufgenommen" worden – sowohl vom Umfeld als auch der Mannschaft. "Da wollte ich natürlich direkt etwas zurückgeben und zeigen, was ich kann." Auch Brinkmann war zufrieden mit dem Auftritt des 27-Jährigen: "Er hatte eine gute Präsenz, hat gut gegen den Ball gearbeitet und war auch ballsicher. Ein gelungenes Debüt." Ebenfalls zufrieden zeigte sich der Rostocker Coach trotz der beiden Gegentore auch mit der Defensive und sprach von einem "Schritt in die richtige Richtung".

Nach dem zweiten Auswärtssieg in Folge stehen nun sieben Punkte und Tabellenplatz 2 zu Buche. Im Gegensatz zu den letzten beiden Spielzeiten mischt die Kogge nun von Anfang an oben mit. Dass der Druck angesichts der großen Ambitionen nicht gerade klein ist, stritt Brinkmann nicht ab, betonte aber, Zeit genug gehabt zu haben, um sich daran gewöhnen zu können. Derzeit habe er daher "immer noch das Gefühl, dass ich nicht zur Arbeit fahre, sondern jeden Tag meinem Hobby nachgehe". Wichtig sei nun, direkt nachzulegen, "damit wir langsam in diesen Rhythmus und irgendwann in den Flow kommen. Und dann wird es vielleicht auch ein bisschen weniger Druck vom Gefühl." Dazu sollen auch im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden drei Punkte her.

 

   

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