Gewinnt der FCS auch das dritte Spiel? Vasiliadis fällt vorerst aus
Der 1. FC Saarbrücken, der vor der Saison bei vielen Beobachtern aufgrund des Kaderumbruchs als Wundertüte galt, ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Dazu kämpfte sich die Mannschaft von Cheftrainer Argirios Giannikis in der 1. Runde des DFB-Pokals bis ins Elfmeterschießen. Die Begegnung mit Rostock (Sonntag, 13:30 Uhr) wird zum Spitzenspiel.
"Nach wie vor in einem riesigen Umbruch"
Traditionsvereine wie der 1. FC Saarbrücken wissen, wie schnell sich der Wind bei Erfolgen und Misserfolgen drehen kann. Aus der Wundertüte, die viele beim FCS erwartet haben, ist nach zwei Siegen also gleich mal ein Geheimtipp geworden. Angesichts der schnell steigenden Erwartungshaltung atmete Cheftrainer Argirios Giannikis tief durch. "Wir müssen nicht, sondern wir wollen gute Leistungen zeigen", betonte der 46-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag konsequent. "Wir sind nach wie vor in einem riesigen Umbruch. Dass wir so früh diese Stabilität aufweisen, spricht für alle Beteiligten, inklusive der Spieler und allen, die daran gearbeitet haben. Das das ist nicht selbstverständlich. Und es ist auch nicht selbstverständlich, das beizubehalten."
Gegen Essen holte Saarbrücken zwei Tore auf, gegen Regensburg schlugen die Saarländer spät zu. Und im DFB-Pokal kämpfte sich der FCS leidenschaftlich ins Elfmeterschießen. "Aber Regensburg war anders als Hertha. Hertha ist anders als Rostock es sein wird", erklärte Giannikis, dass der Erfolg in den Details lag. "Das heißt, dass es unsere Herausforderung sein wird, dass wir unsere Abläufe, alles was wir uns generell erarbeitet haben, gegen eine andere Ausrichtung vom Gegner erneut unter Beweis stellen." Und das sei schwierig genug, wie der FCS-Coach betonte. Denn: "Das ist ein Prozess. Ein Prozess der weiteren Stabilisierung, ein Prozess des weiteren Zusammenwachsens. Und in diesem Prozess befinden wir uns weiterhin."
Vasiliadis erleidet Muskelverletzung
Personell muss Giannikis weiter auf Maurice Multhaup verzichten, der sich noch im Aufbautraining befindet. Zudem zog sich Sebastian Vasiliadis eine Muskelverletzung im Training zu, bei welcher der Cheftrainer auf eine weniger lange Ausfallzeit hofft. Entwarnung gab es bei Nikola Aracic, der nach Rückenbeschwerden wieder belastbar war. Reicht der Kader nun aus? "Wir stehen in der Verantwortung, den Kader immer zu optimieren und zu schauen, was möglich ist und was nicht", erklärte Giannikis, dass die Saarländer auf dem Transfermarkt nur noch handeln wollen, wenn alles passt. Also auch Faktoren außerhalb des Sportlichen: "Wir schauen sehr genau hin, was zur Mannschaft und zur Kabine passt. Wir haben eine gute Hierarchie, eine gute Struktur und eine gute Energie."
Diesen Umstand will Giannikis auch nicht leichtfertig verspielen, indem er das Gesicht der Mannschaft noch ändert. Zumal die Ergebnisse bislang für die Entwicklung sprechen – und jetzt kommt das nominelle Topspiel gegen Hansa Rostock. "Offensiv haben sie Qualitäten, defensiv suchen sie vielleicht noch ihre Stabilität", fasste Giannikis zusammen. "Ich glaube, sie werden sich treu bleiben. Die Ergebnisse zeigen einfach, dass alle Mannschaften ihre Qualität haben und die Liga sehr eng beisammen ist." Umso stärker betonte der FCS-Coach, dass seine Mannschaft auch nicht jedes Mal einen Rückstand aufholen wird. Aber das positive Gefühl soll im Saarland auch bei Rückschlägen überwiegen.