Transfer-Endspurt: Selimbegovic will "keine schlechte Nachrichten"
Alemannia Aachen ist souverän in die Saison gestartet – und stellte sich bei den bisherigen Auftritten gegen Verl (4:1) und Fortuna Köln (1:1) zumeist nur selbst ein Bein. Wegweisend sei der Start für Cheftrainer Mersad Selimbegovic allerdings noch nicht. Zumal das Transferfenster weiter geöffnet ist, weshalb das Zittern um die begehrten Profis am Tivoli anhält.
"Glaube nicht, dass da noch etwas passiert"
Im Frankenland wird ein Auge auf die Alemannia geworfen. Bereits seit geraumer Zeit wird Mika Schroers vom 1. FC Nürnberg umworben, und auch Faton Ademi steht bei der SpVgg Greuther Fürth hoch im Kurs. Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi bleibt standhaft – auch im Endspurt der Transferphase? "Ich glaube nicht, dass da noch irgendetwas passiert. Das hoffe ich zumindest, dass keiner mir mit einer Nachricht kommt, die mich nicht so erfreut", erzählte Cheftrainer Mersad Selimbegovic auf der Spieltags-Pressekonferenz vor der dritten Partie seiner Mannschaft. Was natürlich auffiel: In seinen Worten lag eine sehr lange Pause, wissend, dass die Aachener Top-Spieler mit Blick auf den nahenden Deadline-Day nicht an Begehrlichkeit verlieren werden.
Obwohl die Außenpositionen noch dünn besetzt sind, scheint Selimbegovic aber auch nicht mehr mit Neuzugängen zu rechnen. "Vielleicht gibt es da noch einmal eine Möglichkeit, vielleicht auch noch mal etwas in der Innenverteidigung, oder vielleicht im Sturmzentrum noch ein anderes Profil", listete der Cheftrainer auf, welche Positionen in der Breite noch frisches Personal gebrauchen könnten. "Aber es ist wirklich nicht so einfach. Die Parameter, die wir brauchen, die wir suchen und alles, was in das Gesamtpaket reinspielt, ist wirklich nicht so easy", beteuerte Selimbegovic.
"Von der Breite ist es vielleicht nicht optimal"
So macht Aachen mit einem kleinen, aber qualitativ ansprechenden Kader weiter. "Das, was wir jetzt im Moment haben – und das haben wir auch gesehen – ist sehr ordentlich", bekräftigte der Alemannia-Coach. "Von der Breite ist es vielleicht nicht optimal, das wissen wir auch. Aber wir gehen ganz normal damit um und haben auch keine Bange. Wenn das so bleibt, kriegen wir das auch irgendwie durch."
Zumal nach dem 1. September auch noch vereinslose Spieler verpflichtet werden können. Sollten allerdings Schroers und Ademi den Verein tatsächlich verlassen, dann dürfte auf dem Tivoli unter Garantie noch etwas passieren – angesichts der zu erwartenden Ablösesummen würden aber wohl auch die Einkaufspreise steigen. Die Kaderplanung der Aachener bleibt ein schwieriger Spagat, bei dem Selimbegovic außerdem noch Ausfälle kompensieren muss.
Wegmann erneut an der Hand operiert
Mehdi Loune (Gelb-Rot-Sperre) und Marius Wegmann, der nach einer Handverletzung erneut operiert werden musste, fallen sicher aus. Hinter weiteren Personalien stehen noch Fragezeichen. "Ein paar Jungs kommen zurück, ein paar versuchen es noch. Wir werden Samstag nicht alle zur Verfügung haben, aber es ist noch zu früh", wollte sich Selimbegovic nicht festlegen.
Ein eigenes Beinchen, wie beim Fehler im Spielaufbau gegen Verl, was zum Rückstand führte, oder eine personelle Schwächung wie durch den Platzverweis gegen Fortuna Köln, soll gegen den SV Meppen nicht mehr passieren. "Da müssen wir uns wirklich richtig, richtig gut vorbereiten und dürfen nicht denken, jetzt kommt ein Aufsteiger, und das wird einfach. Wer sowas denkt, der muss noch viel lernen."