"Wir brennen wie Feuer": Meppen heiß auf das Drittliga-Comeback

Als Cheftrainer des SV Meppen geht Lucas Beniermann in seine dritte Saison. Die Emsländer hat er in die 3. Liga geführt – und zum Auftakt gibt es die riesige Kulisse beim MSV Duisburg (Samstag, 14 Uhr). Der 36-Jährige brennt auf das erste Spiel im Profibereich.

"3. Liga ist deutlich schneller und physischer"

"Wir brennen wie Feuer, kann ich nur sagen", betonte Lucas Beniermann vor seinem ersten Drittliga-Spiel im Vereins-TV. Zwei Jahre nach seinem Einstieg beim SVM sind die Emsländer zurück im Profifußball. Die Vorbereitung lief gut, die eigene Spielweise wurde gefestigt. Der Ball kann rollen – so Beniermann. "Wir freuen uns einfach, dass es losgeht, und ich glaube, wenn man von außen darauf schaut, dann sieht man, dass wir eine sehr erfolgreiche Vorbereitung hinter uns haben." Siege gegen Sparta Rotterdam (3:1) oder den VfL Osnabrück (3:0) bringen dem Aufsteiger weiter Selbstbewusstsein.

Dennoch ist sich Beniermann der Sache bewusst, dass die Anforderungen in der 3. Liga höher sein werden. "Wir müssen uns in allen Bereichen entwickeln", hielt der 36-Jährige fest. "Wir kommen aus der Regionalliga Nord, durch die wir sehr, sehr souverän durchgegangen sind. Trotzdem ist der Fußball in der 3. Liga einfach noch deutlich schneller und physischer. Wir müssen dagegenhalten." Ein Vorteil der Emsländer dürfte sein, dass das Aufstiegsteam weitestgehend zusammengeblieben ist und punktuell verstärkt wurde. Besonders der Abgang von Top-Torjäger Jan Ulbricht (27 Treffer) schmerzt den SVM jedoch.

"Wir sind da, um Punkte zu holen"

Dem Start in der 3. Liga blickte Beniermann trotzdem mit großer Freude entgegen. "Alle Meppener dürfen sich freuen, dass wir nach Duisburg fahren und beim MSV in dem vollen Stadion spielen", fand der SVM-Coach, der sich an eine Kulisse, wie sie an der Wedau erwartet wird, nicht erinnern kann – knapp 25.000 Zuschauer werden am Samstag erwartet. Davon werden 2.000 Fans dem SVM den Rücken stärken. "Wir dürfen uns darauf freuen, weil wir uns das hier über die letzten Jahre hinweg erarbeitet haben. Und was erwartet uns? Eine Mannschaft, die in der gesamten letzten Saison zu Hause nicht verloren hat", führte Beniermann weiter aus. Seit 18 Monaten ist der MSV im Ligabetrieb im eigenen Stadion ungeschlagen, doch der SV Meppen möchte die Serie im Optimalfall knacken.

"Wir haben mit Sicherheit den Anspruch, uns da möglichst teuer zu verkaufen und wir müssen es dem MSV so schwer wie möglich machen. Aber ich sehe eine selbstbewusste Mannschaft und ich spüre den Glauben, dass wir etwas mitnehmen können", bekräftigte der 36-Jährige. Beniermann war sich im Klaren, dass der SVM als Außenseiter anreisen wird. Dennoch dürfe der Aufsteiger auch Überzeugung in seinen Aktionen zeigen. "Lasst uns das gemeinsam genießen, dass wir jetzt da sind und wir sind da, um Punkte zu holen. Und die werden wir im Laufe der Zeit holen. Jetzt geht es in Duisburg los, ein dickes Brett, und dann schauen wir mal, wir wir am Wochenende stehen." In der 3. Liga hat Meppen eine positive Bilanz gegen den MSV, in acht Begegnungen gab es vier Siege für die Emsländer.

   

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